Willkommen beim FC Tuggen

Bringt viel Schwung in die Mannschaft: Der neue Trainer Danijel Borilovic. (Bild: Carlo Stuppia)
D'Acunto im Zweikampf mit einem Seuzacher. (Bild: Carlo Stuppia)
Valdet Istrefi glänzt mit gewohnt feiner Ballbehandlung. (Bild: Carlo Stuppia)
Dario Stadler hat sich den Ball für einen Freistoss bereitgelegt und nimmt Mass - der Ball wurde gefährlich! (Bild: Carlo Stuppia)
Tinner gibt alles im Zweikampf (Bild: Carlo Stuppia)

Zweite Tuggner Heimniederlage in Folge

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Der neu formierte FC Tuggen hat den Tritt in der 1. Liga noch nicht gefunden. Trotz eines frühen Treffers von Valdet Istrefi mussten die Märchler gegen Mendrisio mit einer 1:2-Niederlage vom Feld. 

 von Beat Hager

 Sechs Tage nach dem hartumkämpften 2:1-Sieg bei Kosova wollte der FC Tuggen seinen starken Gastauftritt in Zürich vor eigenem Publikum bestätigen. Zudem galt es für die Hausherren, die 2:3-Niederlage gegen Gossau aus dem letzten Heimspiel vergessen zu machen. 

FCT-Trainer Danijel Borilovic setzte in der Startformation erstmals in der laufenden Saison auf die beiden Mittelfeldspieler Alessandro Renna und Timo Todzi. Bei Dauerregen fanden nur gerade 200 Zuschauer den Weg an die Linthstrasse. Doch diese sahen einen vielversprechenden Auftakt. Keine sieben Minuten waren gespielt, ehe Tuggen bereits in Front lag. Nach Vorarbeit von Durim Badalli legte Jakup Jakupov das Leder uneigennützig auf für Valdet Istrefi, der mit einem platzierten Schuss und seinem ersten Saisontreffer den frühen Führungstreffer markierte. 

 Passivität wurde bestraft

Mit einer passiven Spielweise verpasste es Tuggen in der Folge, das Spiel weiter zu dominieren. Die Südtessiner fanden dank ihrem spielerischen Übergewicht im Mittelfeld zusehends besser ins Spiel. Ein Freistossball führte in der 32. Minute zum Ausgleich, als Michel Sarr mittels Kopfball FCT-Hüter Fabian Fellmann unglücklich aussehen liess. Die Passivität der Hausherren in der ersten Halbzeit bestrafte Giona Mazzetti kurz vor dem Pausentee mit dem 1:2, wobei sein Sonntagsschuss aus 20 Metern selbst die FCT-Fans beeindruckte. Nach dem Seitenwechsel agierten die Tuggner zweikampfstärker und drängten gegen die physisch starken Gäste auf den Ausgleichtreffer. 

Nach einer sehenswerten Kombination über Badalli und Andrei Herlea vermochte Michael Kabamba Josip Ugljesic im Strafraum nur regelwidrig zu stoppen und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Penaltypunkt. Javier Santana übernahm die Verantwortung und sah seinen schwach und unpräzise geschossenen Penalty von Andrea Cataldo gehalten. 

 Ball nicht wie gewünscht getroffen

Tuggen warf in der Schlussphase alles nach vorne, um die drohende Niederlage abzuwenden. Viel Pech bekundeten die Einheimischen in der Schlussviertelstunde, als Jakupov aus aussichtsreichster Position den Ball nicht wunschgemäss traf und Sebastiano Croci Torti einen Ugljesic-Schuss in extremis auf der Torlinie abwehrte. So blieb das 1:2 bestehen und Mendrisio reiste mit drei Zählern im Gepäck zurück in die Sonnenstube. 

«Diese Partie war eine Parallele zum Spiel gegen Gossau. Nach einem guten Start haben wir den Gegner aufgebaut. Leider fehlte uns das Wettkampfglück und an der Effizienz müssen wir noch arbeiten», zeigte sich Tuggens Assistenztrainer Costa Vettas enttäuscht.

 

 

Tuggen – Mendrisio 1:2 (1:2)

 Linthstrasse. 200 Zuschauer. – SR: Maxime Odiet.

 Tore: 7. Istrefi 1:0. 32. Sarr 1:1. 43. Mazzetti 1:2.

 Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Todzi (88. Murtisi), Badalli; Istrefi (78. Morina), Stadler, Renna (82. D’Acunto), Santana; Jakupov, Ugjesic. 

 Mendrisio: Cataldo; Croci Torti, Noel Kabamuba, Michael Kabamuba (93. Maestri), Gennari ; Lagrotteria (79. Regazzoni), Moscatiello, Mazzetti (76. Perega), Senkal, Vinatzer; Sarr.  

 Bemerkungen: Tuggen ohne Marjanovic, Uzelac (beide verletzt) und Schiendorfer (Ferien). Verwarnungen:
27. Jakupov, 63. Croci Torti (beide Foul), 63. Todzi (Reklamieren), 70. Mazzetti (Foul), 75. Ugljesic, 84. Regazzoni (beide Reklamieren), 89. N. Kabumba (Foul). 57. Cataldo hält Foulpenalty von Santana.

 

 

«Ich erwarte ein hartumkämpftes Spiel»

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Mit seinen 21 Jahren zählt Rinor Avdyli zu den jüngsten Akteuren im Kader des FC Tuggen. Nach seinem Wechsel vom Ligakonkurrenten Thalwil wurde der Abwehrspieler an der Linthstrasse bestens aufgenommen. 

 von Beat Hager

 Rinor Avdyli ist einer der zahlreichen Neuverpflichtungen beim FC Tuggen.
Er kennt den FCT-Trainer -Danijel Borilovic aus seiner Zeit beim FC Schwamendingen. Als -Borilovic im Sommer das Traineramt des FC Tuggen übernahm, hat er wieder Kontakt mit Avdyli aufgenommen und in zum FCT geholt. «Tuggen ist eine Top-Adresse und verfügt über ein gutes Kader. Dieser Transfer zu diesem ambitionierten Verein ist für mich persönlich ein Fortschritt», sagt der vielseitig einsetzbare Verteidiger. 

Nach seiner fussballerischen Ausbildung bei Schwamendingen führten seine Stationen über den FC Zürich (U18), YF Juventus (Promotion League) sowie Thalwil. Nun will sich der Verteidiger in Tuggen einen Namen machen.  «Vom ersten Training an fühlte ich mich hier wohl. Der Verein hat klare Strukturen und es herrscht ein gutes Klima», zeigt sich der Neuzugang aus Zürich begeistert. 

 Al Abbadie nicht mehr beim FCT

 Nachdem er die gesamte Vorbereitung mitwirkte, stand Avdyli in den ersten vier Meisterschaftspartien als linker Innenverteidiger nicht nur in der Startformation, sondern spielte jeweils über die gesamten 90 Minuten durch. «In der Abwehr bin ich flexibel einsetzbar. Einfach so, wie mich der Trainer aufstellt», betont Avdyli, welcher beruflich in der Immobilienbewirtschaftung in Zürich tätig ist. Morgen Samstag hat er jedoch frei, dann spielt Tuggen zu
Hause gegen Mendrisio. «Wir wollen oben mitmischen und streben nach Möglichkeit die Teilnahme an den -Aufstiegsspielen an. Daher benötigen wir gegen diesen guten und routinierten Gegner drei Punkte, wobei ich eine hartumkämpfte Partie erwarte», blickt Avdyli voraus. 

Allerdings muss Tuggen die nächsten drei bis vier Wochen auf den zuletzt stark aufspielenden Josip Uzelac verzichten. Er hat sich im Spiel gegen Kosova eine Aussenbandüberdehnung zugezogen. Ebenfalls wird gegen die Südtessiner auch der Einsatz von Nikola Marjanovic fraglich sein. Nicht mehr zum Kader Tuggens zählt Abduljabbar Al Abbadie. Der ehemalige Schweizer U19--Internationale verabschiedete sich aus beruflichen Gründen in die USA. 

FCT-Trainer Borilovic überliess für die morgige Partie nichts dem Zufall und liess den Gegner beim Gastspiel in Seuzach beobachten. «Mendrisio verfügt über eine sehr erfahrene Truppe», sagt Borilovic. Dazu zählt etwa der ehemalige Schweizer Internationale Alberto Regazzoni oder der Senegalese Michel Marcelin Sarr – für Erstligaclubs zwei überdurchschnittliche Akteure. «Um weitere drei Punkte zu erkämpfen, müssen wir geduldig auftreten», glaubt Borilovic. 

 

 

Tuggen – Mendrisio

 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse  

 

Tuggen verliert das erste Mal in der neuen Saison

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Der FC Tuggen verlor in der vierten Meisterschaftsrunde zum ersten Mal. Tuggen hatte das Spiel lange im Griff, musste sich aber Unkonzentriertheiten nach der Pause vorwerfen lassen.

von Tobias Akermann

Zu Gast auf der Linthstrasse war für die vierte Meisterschaftsrunde der FC Gossau. Die Gäste starteten mit nur einem Punkt aus drei Spielen alles andere als gut in die Saison. Tuggen wollte an die guten Leistungen in den letzten Spielen anknüpfen und den nächsten Sieg einfahren. Allerdings war Tuggen auch gewarnt, denn die St. Galler waren letzte Saison eine von zwei Mannschaften, die den Sprung in die Aufstiegsspiele der Promotion League geschafft hatten. Neo-FCT-Trainer Danijel Borilovic musste seine Startformation anpassen, denn mit Javier Santana, Andrei Herlea und -Dominik Schiendorfer waren drei -arrivierte Kräfte abwesend.

Der Auftakt in die Partie glückte den Hausherren besser. Tuggen stand sehr hoch und provozierte so Abspielfehler beim Gegner. Schon in der siebten Minute war der Torgarant Petar Ugljesic zur Stelle und schloss einen Angriff über die rechte Seite ab – zur frühen Führung. Auch nach der Führung kontrollierte Tuggen das Spiel-geschehen und hatte in der Startviertel-stunde alles im Griff. Gossau agierte viel mit langen Bällen und -überbrückte so das Mittelfeld. Richtig gefährlich wurden die Gäste immer wieder bei Standardsituationen.

Tuggen liess nach

Auf einmal drehte sich das Spiel und die Zuschauer hatten das Gefühl, als würde sich Tuggen auf der Führung ausruhen. Mit den gefährlich getretenen Standard-Bällen verursachten die Gossauer immer wieder grosse Gefahr im Strafraum von Tuggen. Mit einer Glanzparade konnte Fabian Fellmann die Null noch halten. Kurz vor der -Pause war der Druck aber zu gross und so konnten die St. Galler den Ausgleich erzielen. Knöpfel genoss nach einem Eckball zu viel Raum und schoss den Ausgleich.

Nach Wiederanpfiff war Tuggen von der Rolle und kassierte innert weniger Minuten zwei Gegentreffer und geriet 1:3 ins Hintertreffen. Den Tritt ins Spiel fanden die Gastgeber erst -wieder in den letzten 20 Minuten. Chancen zum Anschlusstor waren -genügend da. Ugljesic, Jakupov, Morina – allesamt verpassten mit ihren -Abschlüssen das Tor. Die Hausherren gaben sich noch nicht geschlagen und konnten durch Ugljesic nochmals verkürzen. Von Gossau war nicht mehr viel zu sehen, die Gäste stemmten sich gegen die Angriffs-wellen der Tuggner. Der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen, wobei Tuggen auch noch Pech bekundete, Dario Stadlers Freistoss landete nur am Pfosten (86.).

Borilovic plötzlich Tribünen-Gast

Die Schlussphase war zu viel für Trainer Borilovic, er wurde auf die Tribüne verbannt, weil er sich beim Unparteiischen beschwerte, dass die Gossauer bei jeder Aktion zu viel Zeit benötigten. Mit dem Schlusspfiff war die erste Niederlage in der 1. Liga Tatsache. «In dieser Liga reicht es nicht, nur in Teilen des Spiels eine gute Leistung zu zeigen. Wir werden daran arbeiten, dass wir zweimal 45 Minuten hoch konzentriert ans Werk gehen und die Punkte einfahren können», sagte Stadler kurz nach Schlusspfiff. Aber: «Mit etwas mehr Glück und Effizienz wären -Punkte möglich gewesen, allerdings ist der Sieg von Gossau auch nicht ge-stohlen», so Stadler.

Tuggen – Gossau 2:3 (1:1)

Linthstrasse. 200 Zuschauer. – SR: Filipe Morais

Tore: 7. Ugljesic 1:0. 43. Knöpfel 1:1. 49. Lehmann 1:2. 
51. Bischofberger 1:3. 77. Ugljesic 2:3.

Tuggen: Fellmann; Junuzi (83. Al Abbadie), Avdili, Tinner, Badalli; Uzelac, Stadler, D’Acunto (71. Renna), Istrefi 
(57. Morina); Jakupov, Ugljesic

Gossau: Geisser; Alder, Grin, Gelmi, Van der Werff; Steiger, Kouame, Giger (71. Meresi), Bischofberger; Knöpfel (80. Lo Re), Lehmann (90. Tsalekou)

Bemerkungen: Tuggen ohne Santana, Herlea, Schiendorfer (alle abwesend) und Marjanovic (verletzt). Gossau ohne Bruggmann (abwesend), Estermann, Kessler, Eberle, Schmid (alle nicht im Aufgebot).

Verwarnungen: 38. Badalli (Foul), 45. Jakupov (Foul), Grin (Unsportlichkeit), Ugljesic (reklamieren), 91. Lo Re (Unsportlichkeit). – Pfostenschüsse: Lehmann (69.), Stadler (86.)

Vom Bankdrücker zum Matchwinner

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Der FC Tuggen gewann gestern beim FC Kosova dank eines Treffers in der 83. Minute mit 2:1. 

von Beat Hager

Gestern Nachmittag pilgerten nicht weniger als 530 Zuschauer auf die Sportanlage Buchlern in Zürich. Die Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, sie kamen in den 
Genuss einer spannenden und hartumkämpften Partie. Nach seinem Platzverweis in der Partie gegen Gossau musste Tuggens Trainer Danijel Borilovic die Partie von der Tribüne aus verfolgen. «In meiner achtjährigen Trainerlaufbahn ist mir dies zum ersten Mal passiert. Und es war sehr hart», so Borilovic, der im Kreise seiner Familienangehörigen Platz nahm. So wirkte an der der Seitenlinie Assistent Vettas Kostantinos. 

Kurioser Ausgleichstreffer

Aufsteiger Kosova startete stark in die Meisterschaft und deckte auch gestern von Begin weg seine spielerischen 
Qualitäten auf. Keine neun Minuten waren gespielt, als der vorgerückte 
Deni Krleski nach einem sehenswerten Spielzug völlig freistehend zum frühen 
Führungstreffer einschoss. 

Doch Tuggen raffte sich schnell auf. In der 20. Minute brachten die Einheimischen den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Vom Rücken eines Zürchers prallte das Leder zu Jakup Jakupov, der sich aus neun Metern nicht zweimal bitten liess. Der Schiedsrichter annullierte den Treffer jedoch vorerst, da sein Assistent Abseits anzeigte. FCT-Captain Javier Santana machte den Unparteiischen auf seinen Fehlentscheid aufmerksam und nach Intervention mit dem zweiten Assistenten wurde nachträglich auf Tor entschieden. «Der Ball kam vom Gegner und somit war dieser Treffer regulär», stellte Jakupov nach Spielschluss klar. Dieses Tor löste bei den einheimischen Fans viel Unmut gegen die Unparteiischen aus. 

Kurz vor der Pause musste Tuggen dann viel Glück in Anspruch nehmen, als der ex-FCT-Stürmer Almir Murati nur den Pfosten traf. Im Verlauf der zweiten Halbzeit war trotz leichter Tuggner Überlegenheit jeder Spielausgang möglich. In der 83. Minute 
brachte Kostantinos mit Joker Dardan Morina einen frischen Offensivspieler auf den Platz – und diese Einwechslung zahlte sich aus. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung traf die Rapperswil-Jona-Leihgabe nach Vorarbeit von Petar Ugljesic mit einem Flachschuss aus elf Metern zum 2:1. «Bei meiner Einwechslung gab man mir auf den Weg, den Siegtreffer zu markieren. Und dies ist mir gelungen», zeigte sich der Torschütze überglücklich. Tuggen brachte die knappe Führung über die Zeit und durfte so einen wichtigen Vollerfolg feiern. 

 Kosova – Tuggen 1:2 (1:1)

Buchlern, Zuschauer. – SR Hans Hanser.

Tore: 9. Krleski 1:0. 22. Jakupov 1:1. 85. Morina 1:2.

Tuggen: Fellmann; Badalli, Tinner, Acdyli, Herlea; Santana (82. Morina), Stadler, D’Acunto (66. Renna), Uzelac (46. Istrefi); Jakupov, Ugljesic.

Kosova: Leite; Krleski, Sulimani, Sbarra, Wellner; Buqaj, Gashi; Paden (62. Doda), Bushati (67. Alija), Thaqi (75. Feijzulai); Murati. 

Bemerkungen: Verwarnungen: 37. Stadler (Foul). 48. Herlea (Foul). 83. Renna (Foul). 90. Sulimani (Foul).

«Wir sind offensiv eingestellt»

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Petar Ugljesic wurde geholt, um Tore zu schiessen. Dies gelang ihm zuletzt doppelt. Der gute Saisonstart Tuggens macht beim neuen FCT-Stürmer nun Lust auf mehr. «Wir haben eine rosige Saison vor uns», so der 25-Jährige.

 Wie es Stürmer stets zu sagen pflegen, wenn sie eine Partie mit ihren Toren entscheiden, lehnt auch Petar Ugljesic nach seinem Doppelpack beim 3:0-Sieg in Balzers Lobhudeleien ab. «Es ist egal, wer die Tore schiesst.» Er betont mehrfach, wie wichtig ihm der Teamgedanke ist. Trotzdem weiss auch Ugljesic, warum er nach Tuggen geholt
wurde – nämlich, um Tore zu schiessen. «Auf den Schultern eines Stürmers lastet immer Druck, damit muss man umgehen können. Und ich habe diesen Druck gern, ich brauche ihn sogar, um mein Adrenalinspiegel raufzuhauen», so der ehemalige GC-Junior.

Ugljesic war in Balzers auch deswegen doppelt erfolgreich, weil das Tuggner Spiel unter dem neuen Trainer Danijel Borilovic bereits früh in der Saison zu funktionieren scheint. Auch Ugljesics Zusammenspiel mit Sturmpartner Jakup Jakupov. «Er ist auf und neben dem Platz wie ein Bruder für mich. Wir haben schon als Junioren zusammengespielt und harmonieren gut. Es wird zwischen uns auch kein Problem geben, wenn einer mal auf der Bank Platz nehmen muss», sagt Ugljesic, der zwar neu zum FC Tuggen stiess, dennoch aber viele Spieler bereits gekannt hat. «Mit Rinor Avdyli, Nikola Marjanovic oder Josip Uzelac bin ich quasi aufgewachsen. Mit vielen anderen habe ich zusammengespielt. Auch Trainer Borilovic kenne ich, seit ich klein war», so Ugljesic. 

 «Schaue nicht auf die Tabelle»

 Der 25-Jährige spricht mit Begeisterung, wenn er von seinen Teamkollegen spricht. «Ich lege für alle die Hand ins Feuer, dass sie in diese Mannschaft passen.» Als Beispiel nennt er das erste Saisonspiel gegen Höngg (0:0), das Tuggen auch hätte gewinnen können, wenn Andrei Herlea sich in einer Szene für den Pass statt den Schuss entschieden hätte. «Niemand regte sich darüber auf, auch nicht hinter dem Rücken Herleas. Alle munterten ihn auf.» Er ist überzeugt, dass diese Mannschaft «eine rosige Saison» vor sich hat. «Es ist kein Geheimnis: Wir wollen in die Aufstiegsspiele. Doch vorerst gilt nur das nächste Spiel. Auf die Tabelle schaue ich erst in der Rückrunde.» Auch nicht vor dem morgigen Spiel, wenn das bisher sieglose Gossau an der Linthstrasse zu Gast ist. «Ich weiss nicht, wo Gossau steht. Wir müssen unseren Plan durchziehen.» Dieser Plan ändere von Spiel zu Spiel, von Gegner zu Gegner ein wenig. Grundsätzlich gefalle ihm aber die Art Fussball, wie sie Borilovic spielen lasse. «Wir sind immer offensiv eingestellt», so Ugljesic. (azü)

 

Tuggen – Gossau

 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

 

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