Beim Sportverein Höngg kann Tuggen einen weiteren Schritt in Richtung Aufstiegsspiele machen. Vor einem Jahr kämpfte der FCT gegen den Abstieg. Baumeister des wieder gefundenen Erfolgs ist Trainer Allenspach.

von Tobias Akermann, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

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Vor knapp einem Jahr musste sich Tuggen Sorgen um den Abstieg machen. Auch nach dem zweitletzten Spieltag waren die Märchler noch nicht gerettet. Erst in der letzten Runde wurde der Abstieg definitiv verhindert. Heute, knapp zwölf Monate später, befinden sich die Märchler in einer komplett anderen Ausgangslage. Tuggen steht auf dem dritten Platz und kämpft in den verbleibenden zwei Meisterschaftsspielen um den Einzug in die Aufstiegsspiele. Mit Baden, Wettswil-Bonstetten, Eschen/Mauren und eben Tuggen kämpfen vier Mannschaften um die begehrten drei Plätze. Drei Plätze, weil von den drei 1.-Liga-Gruppen die zwei besten Gruppendritten in den Aufstiegsspielen zugelassen sind. Da die Spitze der Tuggner Gruppe 3 am punktstärksten ist, schafft es also auch der Dritte.

Der Verdienst von Allenspach

Tuggen kann die Qualifikation für die Aufstiegsspiele aus eigener Kraft schaffen. Mit zwei Siegen aus den letzten beiden Meisterschaftsspielen wäre der FCT definitiv wieder einmal mit dabei,wenn es Ende Saison um die Wurst geht. Um die begehrten drei Plätze werden die drei Konkurrenten Tuggens noch gegeneinander spielen. Baden trifft noch auf Wettswil-Bonstetten und Eschen/Mauren, somit wird mindestens ein Team noch Punkte liegen lassen.

Grossen Anteil an der erfolgreichen Spielzeit hat Trainer Adrian Allenspach. Der 50-jährige Ostschweizer hat es geschafft, innerhalb von einem Jahr wieder ein Spitzenteam zu formen. Mit cleveren Transfers wurde die Mannschaft im Sommer punktuell verstärkt, über den Winter hinaus gab es im Kader kaum Veränderungen. Es wurde eine verlässliche Achse aufgebaut. Mit Torhüter und Captain Alessandro Merlo, Routinier und Innenverteidiger Kim Jaggy sowie Topskorer Genc Krasniqi wurde die Mannschaft stabiler. Auch kriegte es Allenspach hin, die arrivierten Kräfte, die schon seit einiger Zeit bei Tuggen spielen, wieder in Form zu bringen.

Viele Leistungsträger haben unter dem Rückkehrer Allenspach zur alten Stärke zurückgefunden. Die Mannschaft scheint gefestigt, macht einen eingespielten Eindruck und tritt als Einheit auf. Aus einer gesicherten Defensive finden die Märchler offensiv stets Lösungen. Die 70 geschossenen Tore, Ligabestwert, sprechen für sich. Beim Auswärtsspiel am Samstag in Höngg (auf Kunstrasen) wollen die Tuggner den nächsten Vollerfolg einfahren. Das Hinspiel zeigte, dass es gegen die Zürcher keinen Selbstläufer geben wird. Beim knappen 2:1-Heimerfolg im letzten Herbst war es eine enge Angelegenheit. Für den SV Höngg wird es ein Kehrausspiel. Die Stadtzürcher sind im breiten Mittelfeld auf Platz acht rangiert und haben weder mit dem Auf- noch dem Abstieg zu tun.

Höngg – Tuggen Samstag, 16 Uhr, Hönggerberg

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