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Veteranen: Negativtrend bestätigt

 
Von Kurt Vogt
 
Das Spiel gegen Volketswil, den Tabellenletzten, war vom Papier her eine klare Sache. Denn nach 3 Startniederlagen erwartete Tuggen/Buttikon eine Reaktion von sich selbst und in der Schlussabrechnung 3 Punkte. Mit 16 Spielern angereist, war auch für genügend „Nachschub“ während des Spieles gesorgt. Die Partie begann relativ ausgeglichen, tendenziell sogar eher mit einem Chancenplus für die Einheimischen. Mit zunehmender Spielzeit fanden die Gäste den Tritt und der Ball den Weg ins Tor. Eine Arpagaus-Flanke von links landete nach einer ungenügenden Abwehr bei Pistilli, der aus 16 Metern den Ball unhaltbar im Gehäuse unterbrachte. Mehr oder weniger im Gegenzug dann der Ausgleich, wo die gegnerische Nummer 10 die Abwehr schlecht aussehen liess und Goali Märk Hegner den Ball zwischen den Beinen durchdrosch.
Das Spiel war (wie gewohnt) durch unnötigen Ballverlust gekennzeichnet, eine Krankheit welche Tuggen/Buttikon schon seit Wochen nicht kurieren kann. Im Weiteren wurden auch einige Einschussmöglichkeiten ausgelassen. Stellvertretend hier ein Kopfballversuch vom 1:0 Torschützen Pistilli, der den Ball verfehlte, weil dieser bei der zuvor stattgefundenen Bodenberührung die Richtung ungewohnt änderte.
Die 2. Halbzeit begann vielversprechend. Der eingewechselte Jakaj war an Effizienz kaum zu überbieten (ausser natürlich Chelsea) und drückte den Ball aus kurzer Distanz im Nachsetzen über die Linie. Das war es dann, dachten die Gäste, welche die Rechnung aber nicht ohne den Wirt gemacht hatten.
Ein unnötiges Foul in der ungefährlichsten Ecke des Sechzehnmeterraumes bescherte dem aufopfernd kämpfenden Volketswil einen Elfmeter, der in der Folge zum neuerlichen Ausgleich führte.
Die restliche Spielzeit fand mehrheitlich in der Platzhälfte des Gastgebers statt. Zahlreiche Einschussversuche endeten jedoch neben dem Tor oder blieben in der vielbeinigen Abwehr hängen. Der Versuch dem Gästespiel etwas Positives abzugewinnen erübrigt sich spätestens dann, wenn die Leser in Kenntnis gesetzt werden, dass die Einheimischen nur noch zu zehnt bzw. teilweise zu neunt spielten.
 
Meisterschaft:  Volketswil - Tuggen/Buttikon 2:2 (1:1)
 
Tore: 18. Pistilli 0:1. 22. Volketswil 1:1. 38. Jakai 1:2. 40. Volketswil 2:2
 
Tuggen: Hegner, Geiger (Gusti), Keller, Steinauer, Arpagaus, Laib, Matter, Vigini, Claudio Ruoss, Pistilli, Vogt
Ersatz: Gugi Bamert, Mauro, Bonthuis, Julius, Peter Bamert, Jakaj
Abwesend: Dani Ruoss, Ott, Drmic, Horisberger, Güntensperger, Allenspach, Janser,
 
Bemerkungen:
 
Anstelle des angekündigten neuen Tenues kleidete sich Tuggen/Buttikon in den Farben hellblau (Stulpen), dunkelblau (Hose), gelb mit grünen Ränder (Trikot) ein. Dass das fasnächtliche Tenue einigen Herren viel zu eng war, lag jedoch nicht zuletzt auch daran, dass die (20-jährigen?) Shirts sich wahrscheinlich durch die Mottenkugeln zusammengezogen hatten. Somit wurde der Schraubstock-Effekt (bis anhin nur in der Wadenpartie) auf die Bauch- und Brustpartie ausgeweitet.
Interessant wird es werden wenn wir in den Hosen des gleichen Jahrgangs spielen.
 
Torschützenklassement
 
6    (+0)     Bonthuis
5    (+1)     Pistilli       
3    (+0)     Drmic
3    (+1)     Jakaj
1    (+0)     Vogt
1    (+0)     Matter
1    (+0)     Bamert Peter
1    (+0)     Laib
1    (+0)     Ruoss Claudio
 
Achtung nächstes Heimspiel in Buttikon!
 
Traditionsgemäss findet jeweils ein Heimspiel pro Saison in Buttikon statt. Nächsten Freitag ist es soweit:
 
FC Tuggen/Buttikon - Uznach, Freitag 25. Mai 19:30 Uhr, Rietly
 
Bereits als Zuschauer angekündigt hat sich Werner „Hacki“ Wolf. Der schwer geprüfte FC Bayern Fan wird allen Matchbesuchern erklären, warum dreimal Zweiter zu werden (Meisterschaft, Pokal und Champions-League) eine super Leistung ist.
Damit Hacki weiss, dass Sie mit ihm ins Gespräch kommen wollen, sprechen Sie ihn an mit den Worten: „Hacki, wie war der Champions-League Final?“
Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie sich von Hacki’s Fussballkompetenz verzaubern.

Josef „Gugi“ Bamert: Das grosse Interview!

Herr Bamert, sagt Ihnen die Zahl 190 etwas?
 
Mein Pulsschlag wenn ich meine Mannschaft Fussball spielen sehe, nein so schlimm ist es nicht. Eigentlich kommt mir nichts in den Sinn. Was ist es?
 
Vor 190 Tagen hat ihre Mannschaft das letzte Mal gewonnen. Gegen Wagen.
 
Oh ja, an dieses Spiel mag ich mich noch erinnern. Aber dass das schon wieder solange her ist?
 
Sie stecken mit ihrem Team in einer noch nie erlebten Krise.
 
So würde ich es nicht nennen. Aber nach den Erfolgen früherer Jahre, wo wir sogar auf nationaler Ebene noch mitspielen durften, ist die Situation in der Tat etwas ungewohnt.
 
Trotz den gleichen Leuten sind Siege Mangelware.
 
Da ist ja eben das Problem. Die gleichen Leute. Uns fehlen die Jungen hungrigen. Wir sind eindeutig überaltert und der Nachwuchs fehlt. Da mögen wir gegen Mannschaften, welche im Schnitt 10 Jahre jünger sind, nicht mehr mithalten.
 
Ist diese Analyse nicht etwas zu einfach?
 
Ich weiss, was Sie ansprechen wollen. Den Trainer. Eigentlich sehe ich bei mir keine grossen Gründe, weshalb wir nicht punkten. Wir trainieren immer noch gleich, ich stelle immer noch die gleichen Leute auf, auswechseln tue ich auch immer noch die gleichen und ein Handy habe ich auch immer noch nicht.
 
Apropos Training, wenn ich an der Linthstrasse vorbeifahre, seid ihr immer am „Mätschlä“.
 
Über Trainingsmethoden gehen selbst in unserer Mannschaft die Meinungen auseinander. Das Problem ist, dass wenn wir Einlaufen würden, die eine oder andere Spielform trainieren oder sogar noch einige Sprints machen würden, dann würde der eine oder andere Spieler vor dem Abschlussmätschli kollabieren. Und ausserdem kommen solche Ideen bei Spielern wie Pistilli oder Mauro gar nicht gut an.
 
Mauro, so wurde gesagt leistet auch seinen Beitrag zur Krise.
 
Ich möchte jetzt nicht die Schuld bei einem einzelnen Akteur suchen. Es ist jedoch in der Tat so, dass er regelmässig zu spät ins Training kommt und damit konzentrierte Trainingsarbeit unterbricht.
 
Wir gehen Sie damit um?
 
Ich setze ihn einfach immer zu Beginn des Spieles auf die Bank. Aber genützt hat es noch nicht. Ich glaube er merkt es gar nicht.
 
Auf der Bank sitzen ja sowieso immer die gleichen Spieler.
 
Ja, das hat seinen Grund. Ich habe vom Verband noch immer eine Anzahl vorgedruckte Spielermeldekarten. Habe da mal einige Dutzend bestellt. Und solange diese noch nicht aufgebraucht sind wird das so bleiben.
 
Sie scheinen sehr sparsam zu sein. Oftmals auch im Aufbieten von Spielern.
 
Ja, aber ich möchte auch nicht jedem Spieler hinterher springen. Da gibt es beispielsweise die Holländer die sind ja wie vom Erdboden verschluckt. Werden im Training nie gesehen. Dann kann ich die beim besten Willen auch nicht einsetzen.
(Anmerkung der Redaktion: Mit den 2 Holländern sind Peter Bonthuis und Julius Cairo gemeint)
 
Andere Trainer würden nach einem halben Jahr ohne Sieg entlassen.
 
Ja, hier verweise ich auf ein Zitat aus dem Jahr 1995. Als es der ersten Mannschaft damals noch in der Nationalliga B ähnlich erging hat der damalige Trainer Erich Güntensperger zum selben Thema in einem Fernsehbericht gesagt: “….in Tuggen ist eben alles anders“.
 
Gut im Gegensatz zu ihrer Konstellation war er damals Präsident und Trainer in Personalunion und hätte sich selber entlassen müssen.
 
Natürlich spüre ich den zunehmenden Druck seitens der Vereinsleitung. Günti hat mir jedoch noch Zeit eingeräumt und den Ligaerhalt als erklärtes Ziel ist momentan noch nicht so in Gefahr. Und wenn ich Günti immer spielen lasse ist er mit mir eh zufrieden.
 
Und wenn dann doch die Entlassung kommt?
 
Nun gut dann ist es denn halt so. Nachdem jedoch meine Frau Brigitte auch arbeitet bin ich finanziell unabhängiger und nicht auf das Trainergehalt angewiesen. Einen Zustupf bekomme ich ja auch noch von meiner Tätigkeit als Schiedsrichter.
 
Und von Spielern welche ihre Ferien finanzieren, damit sie immer von Beginn weg spielen?
 
Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Möchte ich in diesem Interview nicht kommentieren.
 
Sie haben bzw. hatten sehr viele Ämter: Trainer, Platzkassier, Gemeinderat, Schiedsrichter.
Leidet da nicht die Verantwortung als Trainer?
 
Doch das ist so. Darum habe ich den Platzkassier und den Gemeinderat abgegeben. Nun bleibt mehr Zeit für die Trainings- bzw. Spielvorbereitung.
 
Sie haben bereits erwähnt, dass die Mannschaft überaltert ist.
 
Ja, dies ist unser Hauptproblem. Wenn jedoch alle die Einstellung eines Kusli oder Dölf Laib hätten, würde vieles kompensiert.
 
Wie meinen Sie das genau?
 
Die genannten Herren sind in den Trainings immer anwesend im Gegensatz zu vielen Mannschaftskameraden.
 
Auch ziehen Sie das Trainerduo der ersten Mannschaft ab und zu bei?
 
Ja, insbesondere bei Heimspielen wenn „s’Eis“ grad noch Training hat. Wobei Adi auch schon mehr Tore geschossen hat als momentan. Hoffe das kommt wieder. Gusti sein Assistent dagegen zeigt üblicher weise solide Leistungen in der Verteidigung. Nach der Mittellinie ist er dann mit seinem Latein am Ende.
 
Gusti ist ja auch Captain.
 
Nein, eigentlich ist Franz Steinauer Captain. Aber Franz wechsle ich ja immer genau nach 52 Minuten und 13 Sekunden aus und bringe Gusti. Darum ist er dann auch Captain. Mit ein Grund ist auch, dass bei Gusti, wegen seines muskulösen Oberarmes, die Captainsbinde im Gegensatz zu den Mitspielern gut gespannt ist.
 
Sie haben Steinauer Franz angesprochen. Wo bleiben seine Rush’s über die rechte Seite.
 
Das hab ich mich auch schon gefragt. Vor einiger Zeit als Franz zu seinen unwiderstehlichen Sololäufen angesetzt hat, ist der Schiedsrichter schon mal zum Anspielpunkt gelaufen um dann das Spiel mit Anstoss für den Gegner wieder frei zu geben. Die Zeiten sind leider vorbei. Leute die im Nahe stehen berichten, er sei mental angeschlagen weil er gegen seine Frau Fränzi beim Jassen regelmässig verliert. Ich vermute dies stimmt. Ich suche jetzt das Gespräch mit Fränzi. So kann es nicht weitergehen.
 
Nächste Woche spielen Sie in Volketswil. Was ist das Ziel?
 
Volketswil ist auf dem letzten Platz. Jedes Spiel ist für die Zürcher ein Endspiel. Wir werden alles daran setzen, den ersten „Dreier“ der Rückrunde einzufahren. Die Leistungen gegen Rapperswil, Wädenswil und Freienbach waren nicht so schlecht. Wo ich mir was überlegen muss, ist in der Verteidigung. Der Ausfall von Drimic wiegt schwer. Sein Ersatz Erich Güntensperger ist auch schon runder gelaufen und die Dritte Alternative Janser Roli ist noch immer nicht fit. Ich kann zum heutigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen, wer die Position übernimmt. Ich könnte natürlich einspringen, aber dann fehlt der kompetente Mann an der Seitenlinie.
 
Die anderen Positionen sind vergeben?
 
Ja ich denke schon. Im Gegensatz zu den vorhergehenden Spielen werden die Stürmer jedoch durchspielen. Dies ist sicher. Irgendwann werden die dann sicher treffen.
 
Zum Schluss des Interviews.
 
Wenn der Fussballgott kommen würde und sagt: „Gugi du hast 2 Wünsche frei“. Welche wären das?
 
Das Mario seine Pizza früher isst und dann rechtzeitig ins Training kommt.
Und dass Franz Steinauer auf die nächste Weihnacht ein Buch geschenkt bekommt mit dem Titel „Wie bescheisse ich beim Jassen, ohne dass es meine Frau merkt?“
 
Recht herzlichen Dank für das Interview und viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben.

 Gugi1

 Gugi Bamert Spielertrainer Veteranen FC Tuggen/Buttikon

Veteranen: Auch Freienbach zu stark für Tuggen/ Buttikon

Von Kurt Vogt
 
Tuggen/ Buttikon startete druckvoll und konnte bereits zu Beginn der Partie einige gute Kombinationen präsentieren. Zählbares schaute jedoch nichts heraus. Die Höfner ihrerseits liessen jedoch von Beginn weg erkennen, dass sie mit dem quirligen Isler einen Trumpf in den Händen hielten, welcher jederzeit stechen konnte. Dem war dann auch sehr schnell so. Nachdem er seinen Gegenspieler ausspielte, erzielte er den Führungstreffer mittels elegantem Lupfer aus spitzem Winkel. In der Folge ergaben sich beidseits einige Möglichkeiten, welche dann sehr zahlreich durch Offside zurückgepfiffen wurden. Tuggen/ Buttikon fiel auch durch reihenweise Fehlzuspiele auf, ein Manko welches das Team über die ganze Partie nicht ablegen konnte. Die zweite Halbzeit ist dann schnell erzählt. Die Offensivbemühungen der Blau/Weissen endeten meist in der konzentriert agierenden Abwehr der Gäste oder mit einem Schuss „ins Juhee“. Mit dem zweiten Tor mittels sattem Flachschuss stellte ebenfalls wieder Isler das Schlussresultat sicher. Daran änderte auch ein vermeintliches Tor von Mauro nichts, welches aber wegen Foul am Torhüter aberkannt wurde.
3 Spiele 3 Niederlagen lautet nun das Verdikt der Rückrunde. Schon am nächsten Freitag bietet sich Gelegenheit gegen den Tabellenletzten Volketswil hier (endlich) nachzubessern.
 
Meisterschaft: Tuggen/Buttikon - Freienbach 0:2 (0:2)
 
Tore: 11. Isler 0:1. 57. Isler 0:2.
 
Tuggen: Hegner, Keller, Güntensperger, Steinauer, Arpagaus, Laib, Matter, Vigini, Claudio Ruoss, Pistilli, Vogt
Ersatz: Gugi Bamert, Mauro, Geiger (Gusti), Allenspach, Bonthuis, Julius
Abwesend: Dani Ruoss, Ott, Drmic, Horisberger, Janser, Peter Bamert, Jakaj
 
Bemerkungen:
 
Hegner Märk zeigte eine gute Leistung. Selbstkritisch wie er ist bemerkte er nach dem Spiel, dass wenn die Erdanziehungskraft etwas stärker wäre, der Ball vermutlich nicht unter seinen Bauch durch wäre.
Kusli’s  Einsatz konnte nur dank medizinischer Hilfe sichergestellt werden. Sein rosarotes Tape sorgte dann auch für einigen Gesprächsstoff in der Kabine.
Josef „Gugi“ Bamert hat direkt anschliessend an das Spiel einen Pressetermin. Lesen Sie das Interview ebenfalls in der Rubrik „News Aktive“
 
Torschützenklassement
 
6    (+0)     Bonthuis
4    (+0)     Pistilli       
3    (+0)     Drmic
2    (+0)     Jakaj
1    (+0)     Vogt
1    (+0)     Matter
1    (+0)     Bamert Peter
1    (+0)     Laib
1    (+0)     Ruoss Claudio
 
 Kusli_Tape3
 
Bild: Peter Bonthuis fixiert mit weissem Tape das rosarote Tape an Kusli’s Unterschenkel

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