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Veteranen: Mit Sieg aus der Meisterklasse verabschiedet

Man hat es kommen sehen. Nachdem der Fussballverband der Region Zürich angekündigt hatte, die beiden Veteranen-Meistergruppen zusammen zulegen und somit die jeweils 5 letzten Mannschaften zu relegieren, gab es auch für den FC Tuggen kein Entrinnen mehr. Trotzdem wurde das letzte Spiel in der höchsten Spielklasse zur Kür und die Zuschauer konnten sehenswerte Tore geniessen.


Von Kurt Vogt

Das finale Spiel der Saison 2013/2014 wurde auf dem Fussballplatz Rietly in Buttikon ausgetragen, deren Verantwortlichen Lob für die perfekte Herrichtung des Platzes zollt. Schon nach 5 Zeigerumdrehungen erzielte Kusli Keller mit einem Flachschuss (jawohl mit dem Fuss nicht mit dem Kopf) das erste Tor. Kusli spielt seit einiger Zeit im Sturm was sich auszahlt. Sein Spiel ist immer noch gefährlich, nun aber jedoch vor dem richtigen Tor. Das leichte Übergewicht (...bezüglich Spielanteile....) konnte jedoch in der Halbzeit eins nicht mehr in Zählbares umgemünzt werden.

Kurz nach dem Tee verpasste Claudio Ruoss den Resultatausbau aus hervorragender Position. Besser machte es das Duo Keller/Pistilli kurz darauf. Kusli über rechts durchgebrochen, schob clever zur Mitte auf den besser platzierten Pistilli, der den 2. Treffer markierte.

Über die Verschuldensfrage des Anschlusstreffers scheiden sich die Geister. Die Gäste von der Goldküste konterten schnell über rechts wobei Aussenverteidiger Peter Bamert es seinen Handelsprodukten gleich tat und Wurzeln geschlagen hatte und somit den Gegner zur Resultatverkürzung einlud.

Nach vergebener Grosschance von Dölf Laib machte es Matter bedeutend besser und stellte technisch wie immer einwandfrei den 2 Tore Vorsprung wieder her. 2 weitere sehenswerte Pistilli-Tore unterbrochen durch den 2. Treffer vom Team Herrliberg Küsnacht rundeten die Geschehnisse auf dem Platz ab. Die Einheimischen verdienten sich an diesem Abend die letzten 3 Meisterklasse-Punkte durch eine insbesondere in der Offensive (fast) makellose Leistung. Dies namentlich durch die Kombination der beiden „Buttikner“ Pistilli und Keller, die an früherer Wirkungsstätte zu Hochform aufliefen.

Mit diesem Schlussbouquet verabschieden sich die Blau-Weissen mit 15 Punkten aus 16 Spielen in die 2. Veteranen Liga. Mit dem drittletzten Rang hätte es bei Anwendung früherer Kriterien (nur 2 Absteiger) auch dieses Jahr wieder gereicht. Aber eben, hätte...

Meisterschaft:
Tuggen/Buttikon – Team Herrliberg-Küsnacht a 5:2 (1:0)

SR: Albert Gruber
Tore: 5. Keller 1:0. 51. Pistilli 2:0. 54. Team Herrliberg-Küsnacht a 2:1. 63. Matter 3:1. 65. Pistilli 4:1. 69. Team Herrliberg-Küsnacht a 4:2. 90. Pistilli 5:2
Tuggen/Buttikon: Vigini, Janser, Peter Bamert, Mauro, Steiner, Steinauer, Ruoss, Matter, Laib, Pistilli, Keller
Ersatz: Gugi Bamert, Angehrn,
Abwesend: unter anderem Jakaj (Platz nicht gefunden....)

Bemerkungen:

- Trotz 3 Toren von Pistilli waren physisch Verbesserungspotenziale zu erkennen, nachdem er darauf verzichtete, dem einen oder andern steil gespielten Ball nachzujagen. Sein Kommentar nach dem Spiel war jedoch treffend: „...ich habe auch in der Spielintelligenz Fortschritte gemacht. Früher bin ich solchen Bällen nachgejagt und habe sie nicht erwischt. Heute beurteile ich die Spielsituation vorher und bleibe grad schon stehen“.

- Unter den Zuschauern war auch Irene Wyrsch anzutreffen. Die „Bell- Designerin“ und Ehefrau des ehemaligen Spitzentorwarts Wilfried Wyrsch war offiziell wegen dem Match anwesend. Sie verband dies aber geschickt mit einer PR-Tour für ihr Atelier, welches in Kürze eröffnet wird. Die Nummer 1, welche Willi früher auf dem Rücken hatte, trug Irene an diesem Abend vorne. Dies hat sie dann auch versucht durch Körperverrenkungen zu zeigen. Diese Wirkung blieb jedoch aus bzw. verlagerte sich zum Erkennen von geometrischen anstelle mathematischen Werten.


Interview mit Josef „Gugi“ Bamert

KV: Gugi, der Abstieg war schon seit einiger Zeit klar. Mit der heutigen Leistung haben sich deine Mannen jedoch mit Anstand und Respekt verabschiedet.
Gugi: Ja das sehe ich auch so. Ich bin stolz auf meine Leute. Trotzdem tut es weh den Gang in die „2. Liga“ anzutreten.

KV: Die Gründe?
Gugi: Die Zusammenlegung der beiden Gruppen und das damit verbundene „Ausmisten“ kam uns natürlich überhaupt nicht gelegen. Da war es klar, dass nur die Besten überleben werden.

KV: ...und intern?
Gugi: Ja, unser Altersdurchschnitt wird auch nicht jünger und auf verschiedenen Positionen fehlt der Konkurrenzkampf. Wie im Bericht erwähnt, hatte der Mann vom Obstlager heute nicht den besten Tag, aber die Alternativen fehlen. Auch fehlt der bedingungslose Fight für die Veteranen.

KV: Wie ist das gemeint?
Gugi: Wir brauchen Leute, die „das Heueli“ reinhalten. So wie Kusli, der den Zweikampf nicht scheut. "Über den Kampf zum Sieg" war schon immer meine Philosophie. Mario Mauro lässt zwar immer wieder sein technisches Können aufblitzen, hat jedoch Berührungsängste mit dem Gegner. Dies müssen wir korrigieren.

KV: Und was hätte der Trainier anders machen können?
Gugi: Ich muss die Leute härter rannehmen. Wenn ich sehe, wie die Spieler nach dem Training im Restaurant Limmat Energie für grosse Sprüche haben, wurde vermutlich in der Stunde zuvor zu wenig gearbeitet.

KV: Abstieg ist oft Grund für Neuorientierung
Gugi: Im Moment sieht es danach aus, dass ich Veteranentrainier bleibe. Keiner kennt die Leute so gut wie ich. Im Moment stehe ich auch mit meinem Arbeitgeber in Diskussionen, um mein Arbeitspensum zugunsten des Fussballs zu reduzieren. Ich wollte eh etwas kürzer treten, da ich im August 60 Jahre alt werde. Das wird sicher ein riesen Fest, zu dem ich per SMS auch ganz viele Kollegen einladen werde.

KV: Saisonziel 2014/2015
Gugi: Der Aufstieg wird kein Thema (mehr) sein. Vermutlich bleiben die Ziele wie gehabt. Kameradschaft und Ligaerhalt. Dies hat den Vorteil, dass ich auch mein Einladungsschreiben zu Saisonbeginn nicht ändern muss. (Anm. Dieses sieht jedes Jahr gleich aus, nur die Daten werden jeweils geändert....)

KV: Gugi wir wünsche dir weiterhin viel Spass an der Aufgabe und hoffen auf spannende Spiele
Gugi: Besten Dank und bitte beachten, die Anmeldungen für meine Geburtstagsfeier nimmt meine Frau Brigitte entgegen.

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