News 1. Mannschaft

Tuggen kehrt ohne Punkte zurück


Der FC Tuggen verlor im Wallis gegen die zweite Mannschaft Sions 1:3 und bleibt im Tabellenkeller sitzen.

von Roger Züger

Der FC Tuggen kehrte nach dem Gastspiel im Wallis gegen die Reserven Sions ohne Punkte nach Hause zurück. Der Tabellenletzte Tuggen hatte gegen das achtklassierte Sion 1:3 verloren. Überragender Spieler der Partie war Frederico Antonio Da Costa Ucalam. Ambrosio Da Costa, wie er mit seinem Künstlernamen beim Schweizer Fussball auf eigenen Wunsch geführt wird, schoss für die Platzherren alle drei -Tore. «Wir hatten 20 Minuten Mühe, danach waren wir voll im Spiel und hatten gute Chancen», sagte Javier Santana, der für den gesperrten Daniel Senn als Captain aufgelaufen war. Sion habe nur vier Torchancen gehabt, -jedoch drei gemacht. Was Tuggen fehlte, war ein eiskalter Vollstrecker wie Ambrosio Da Costa, der zuerst zweimal ungehindert zum Abschluss kam und sich nicht zweimal bitten liess und sein Dreierpack mit einem Weitschuss ins hohe Eck perfekt machte. Tuggen bekam das Talent des U18-Nationalspielers, der seit seinem Einsatz in der ersten Mannschaft am 5. März (gegen St. Gallen; 1:0-Sieg) als jüngster Super-League-Spieler der Saison gilt.

Dass die Gäste zum Start nicht auf Touren kamen, hatte mit der Aufstellung zu tun. FCT-Trainer Bruno Berner konnte weder auf die Aussenverteidiger Daniel Senn und Andrei Herlea (beide gesperrt) noch auf Innenverteidiger Tinner zurückgreifen. Berner agierte mit einer Dreierkette mit Istrefi, Peters und Schiendorfer, die zu Beginn noch nicht sattelfest war. Dennoch hat sich der FCT nach dem 0:2-Rückstand zurück in die Partie gekämpft. Jusuf Shala konnte, nach guter Vorarbeit von Dominik Kuhn und dessen Querpass in die Mitte, zum Anschlusstreffer einnetzen (29.). «Wir hätten weitere Chancen gehabt und waren näher am Ausgleich, als Sion beim Zweitorevorsprung», -resümiert Santana. Ein Pfostenschuss war jedoch alles, was Tuggen gelingen wollte, bevor Sion auf 3:1 erhöhte.

Mit dieser Niederlage bleibt der Punkterückstand Tuggens auf einen Nicht-Abstiegsplatz bei vier Zählern bestehen. Weil Bavois (13. Rang) gegen Basel 2 (3.) aber überraschenderweise 1:1-Unentschieden spielte, verbleibt Zürich United als einziges Team mit
27 Punkten unmittelbar über dem Strich (14.). Der FC Tuggen spielt in den letzten drei Partien gegen Bavois (13.), YF Juventus (12.) und United -Zürich (14.). «Die Teams sind mit uns auf Augen-höhe. Und die Ausgangslage hat sich nicht verändert: Wir haben alles in unserer Hand», sagt Javier -Santana mit Zuversicht.

«Vielleicht hilft uns diese Niederlage»


Der FC Tuggen gastiert morgen Samstag im Wallis bei der zweiten Mannschaft Sions.

von Roger Züger

«Der eine Punkt war wichtig für uns. Wir hätten auch ohne dastehen können», sagte Tuggens Trainer Bruno Berner vorgestern Abend nach dem 1:1-Unentschieden gegen Köniz. Das stimmt. Verneinen, dass es aber auch drei Punkte hätten sein können, ja fast müssen, konnte Berner nicht. Doch der 39-Jährige sieht das Positive – muss das Positive sehen. «Vielleicht hilft uns genau diese Niederlage für die kommenden Partien. Wenn wir daraus die richtigen Lehren ziehen, wird uns das nicht mehr passieren.

Den Sieg kläglich verspielt

Der FC Tuggen kam gestern im Nachtragsspiel gegen Köniz erneut nicht über ein Unentschieden heraus. Der Tabellenletzte verspielte die sicheren drei Punkte in den Schlussminuten. 

von Roger Züger

Die Favoritenrolle war im Vorfeld der Partie zwischen Tuggen und Köniz unbestritten: Aus acht Begegnungen in der Promotion League gingen die Märchler nie als Sieger hervor. Der einzige Punktgewinn gegen die Berner datiert vom 22. August 2015, als der FCT auf heimischem Rasen unentschieden spielte (3:3). Tuggen konnte in den torreichen Duellen (im Schnitt jeweils über fünf Treffer) offensiv schlicht nicht mithalten. Aber die erfolgreichsten Zeiten des 1933 gegründeten FC Köniz, der die Saison 2014/15 hinter Xamax als zweitbestes Team der Promotion abgeschlossen hat, sind vorbei. Das war auch gestern zusehen. Denn dominant war die Equipe von Bernard Pulver gestern Abend auf den Linthstrasse-Rasen nicht; und von einer offensiven Übermacht war wenig bis gar nichts zu sehen. Die Teams verabschiedeten sich torlos in die Pause. 

Tuggen hatte bis dahin aber konzentriert und gut organisiert gespielt, und agierte mit dem Zepter in der Hand. Das Resultat war ein klares Chancenplus des Tabellenletzten. Tuggen hätte bis zur Halbzeit zwar nicht führen müssen, aber zum eigenen Wohl sollen. Doch Jusuf Shala traf mit einem gefühlvollen Schlenzer nur den Pfosten (30.). Zuvor hatte es 
Vilson Doda mit einem Lobb versucht und überlistete damit Torhüter 
Severin Keller, nicht aber den Innenverteidiger, der vor der Linie rettete (12.). Bei den restlichen, im Abschluss teils harmlosen Tuggner Offensivaktionen, hatte Keller alles im Griff. Ebenso sein Gegenüber im FCT-Tor, Fabian 
Fellmann. Der ehemalige U19-
Nationaltorhüter parierte über die gesamte Partie jene zwei zwingenden Chancen von Köniz, die er musste (18./73.). 

Blackout in den Schlussminuten

Nachdem Seitenwechsel starteten die Gastgeber mit einer Druckphase, die sich – wie so viele weiteren Chancen – urplötzlich in Luft auslösten. Ungenaue Pässe, kein Druck und kein Zug aufs Tor muss sich die Mannschaft von Bruno Berner bei den ungenutzten Möglichkeiten vorwerfen lassen – bis es Shala im Alleingang richtete. Der 29-Jährige zirkelte den Ball von links aussen unhaltbar ins weite Lattenkreuz und löste bei den rund 250 Zuschauern grossen Jubel aus (86.). Jubel, der allerdings nur wenige Sekunden anhielt. Praktisch im Gegenstoss netzte Köniz zum Ausgleich ein. Sekunden zuvor war es noch Abwehrdirigent Patrick Peters, der seinen Mitspielern Handzeichen klar gemacht hatte, nach der Führung mit Köpfchen zu spielen. Allerdings war es dann Peters, der einen Ball an der eigenen Grundlinie ins Aus rollen lassen wollte, ihn vom pfeilschnellen Cristian Osmani aber noch abluchsen liess. Pass. Tor. 1:1. Leere Gesichter und Fassungslosigkeit. Der FC Tuggen gewinnt nicht einen, sondern verliert zwei Punkte – ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. 

Tuggen – Köniz 1:1 (0:0)

Linthstrasse, 243 Zuschauer. – SR: Nenad Skalonja.

Tore: 84. Shala 1:0. 86. Kasai 1:1. 

Tuggen: Fellmann; Senn (76. Kuhn), Tinner, Peters, Herlea; D’Acunto; Doda, Stadler (71. Romero), Stevic (90. Cabanas), Istrefi; Shala

Köniz: Keller; Stauffiger, Portillo, Tugal, Carrasco; Henzi 
(76. Kasai), Naili, Herensperger, Miani; Osmani (93. Mallia), Gregorio (57. Ledesma)

Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Piperno, Todzi und Al Obadi (alle verletzt). Köniz ohne Rizzo (abwesend), Koubsky, Acosta, Hanachi, Melo und Belchev (alle verletzt), Schubert (gesperrt). - Verwarnungen: 20. Senn (Foul). 24. Istrefi (Foul). 41. Tugal (Foul). 68. Stadler (Foul). 87. Herlea (Foul). - 
Gelb-Rot: 90. Herlea (Foul). 

SPIELABSAGE

Das Promotion-League-Spiel gegen Köniz muss aufgrund der bescheidenen Spieldbedingungen auf dem schneebedeckten Platz abgesagt werden. 

 

Das Spiel wird nachgeholt am Mittwoch, 3. Mai, 20:00 Uhr, an der Linthstrasse in Tuggen.  

Der FC Tuggen verkürzt dank Sieg in Cham seinen Rückstand

Die Märchler überzeugten auswärts gegen den SC Cham mit einer abgeklärten
Darbietung und verdienten sich mit einem 1:0-Erfolg drei Punkte. Marsel
Stevic erzielte in der 34. Minute den einzigen Treffer der Partie.

von Martin Müller


Die Partie hätte auch anders ausgehen können. Dessen war sich Bruno Berner
bewusst. «Sicher hatten wir heute das Glück auf unserer Seite. Doch das
gehört auch zum Sport», sagte der Trainer des FC Tuggen nach dem Spiel und
nahm mit diesen Worten Bezug auf zwei Szenen aus der ersten Halbzeit.
Ein erstes Mal fand sich Tuggens Torhüter Fabian Fellmann in der
15. Minute im Mittelpunkt des Geschehens wieder. Nach einer Flanke des
pfeilschnellen Chamer Aussenläufers Jessy Nimi und einem präzisen
Abschlussversuch von Stürmer Roman Herger bewahrte Fellmann sein Team mit
einer Glanzparade vor einem Gegentreffer. Und nachdem exakt eine
Viertelstunde später die Tuggner Abseitsfalle nicht zuschnappt hatte,
waren nochmals die Fähigkeiten des vom FC Zürich für den verletzten Timon
Waldvogel ausgeliehenen Goalies gefragt. Fellmann, der bereits geschlagen
schien, unterband einen Pass von -Marco Trachsel auf Herger und machte so
die beste Möglichkeit der Gastgeber zunichte. «Wir dürfen uns bei unserem
Torhüter dafür bedanken, dass er uns zu diesem wichtigen Zeitpunkt vor
einem Rückstand bewahrt hat», sagte Trainer Berner, der neben den
verletzten Waldvogel, Antonio Piperno, Timo Todzi und Abduljabbar Al Obadi
auch auf den kranken Raul Cabanas verzichten musste.

Hauptsponsor

Tenüsponsoren

Medienpartner

FC Tuggen | Postfach 49 | CH-8856 Tuggen | info(at)fctuggen.ch | Copyright FC Tuggen 2014