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Das zweite von 13 Endspielen


Der Kampf um den Ligaerhalt geht für Tuggen morgen Nachmittag in die nächste Runde.
Die Märchler reisen nach Basel zu den Old Boys.

von Andreas Züger

Wir haben nun 13 Endspiele», sagte Rückkehrer Patrick Peters vor der ersten Meisterschaftspartie des Jahres. Das erste Endspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Zürich -konnte aus Tuggner Sicht zwar nicht gewonnen werden. Dank dem 2:2-Ausgleich des Tuggner Topskorers Marsel Stevic kurz vor Abpfiff konnte aber ein Punkt ins Trockene gebracht werden. Ein Punkt. Immerhin.
Mit dem Remis konnte der Abstand zu den grössten Tuggner Konkurrenten im Abstiegskampf zumindest
minimal verringert werden.Und: Die 18. Runde verlief ansonsten vollends zugunsten der Mannschaft von Bruno Berner. United Zürich verlor im Heimspiel gegen Nyon 0:3, Bavois zu Hause gegen Breitenrain auch zu null (0:2).

YF Juventus musste sich ebenfalls vor eigenem Anhang geschlagen geben (1:2 gegen La Chaux-de-Fonds) und sich von den Neuenburgern in der -Tabelle überholen lassen. Und die Old Boys steckten im Basler Stadtderby gegen die Reserven des grossen FC Basel eine aus ihrer Sicht unnötige 0:2-Niederlage ein.
Die Old Boys wollen diese Pleite im Heimspiel gegen Tuggen wettmachen. Für die Basler, die nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt sind, zweifelsfrei ein wichtiges Spiel – für den FCT ist es aber, wie Peters gesagt hatte, «ein Endspiel».


Anschluss in Reichweite


Es könnte wieder eine Runde für Tuggen geben. Bavois und United -Zürich gelten neben Tuggen als die grössten Abstiegskandidaten. Bavois (auswärts gegen Leader Kriens) und United Zürich (auswärts bei La Chaux-de-Fonds) erwarten aber am Samstag -äusserst schwierige Aufgaben. Vorausgesetzt Tuggen siegt und Bavois wie auch United Zürich gehen am Wochenende leer aus, wäre der Rückstand der Märchler auf einen Nichtabstiegsplatz von schier unmöglich wettzumachenden sieben auf bereits nur noch drei Zähler gesunken. Auf der Schützenmatte mitten in der Stadt Basel kann also ein riesiger Schritt nach vorne gemacht werden.


Old Boys – Tuggen
Morgen, 16 Uhr, Schützenmatte

Mit viel Einsatz einen Punkt erkämpft

Tuggen holt mit einem Mann weniger in der Schlussminute noch den einen Punkt gegen ein starkes Nachwuchsteam des FC Zürich. Shala und Stevic schossen die beiden Tuggner Treffer.

 

von Franz Feldmann

 

Am 1. Oktober des letzten Jahres gab es den letzten Vollerfolg (4:3 gegen Cham), ein Grund, warum Tuggen aktuell vom letzten Tabellenrang grüsst. Nun war Tag eins der 13 Spiele dauernden Aufholjagd des FC Tuggen mit der Begegnung gegen den Nachwuchs des FC Zürich angesagt. Gespannt durfte man auf den Auftritt der vielen neu dazugekommenen, hochdotierten Spieler wie Vilson Doda, Patrick Peters, Leonel Romero sowie Raul Cabanas sein. Vor allem Doda und Peters fügten sich bereichernd in das Tuggner Spiel ein, das geprägt von einer sehr offensiven Auf- und Einstellung war.

Der Start auf dem windböigen Heerenschürli war für die Tuggner vielversprechend. Die ersten 30 Minuten gehörten mehrheitlich den Schwyzern. Der Nachwuchs des FC Zürich beschränkte sich vornehmlich auf Ballstafetten, die aber nie gefährlich vor Torhüter Fabian Fellmann endeten. Einen ersten Aufregen für die Tuggner gabs nach 26 Minuten, als Topskorer Marsel Stevic einen Schlenzer in Richtung weite Ecke aus zwölf Metern vom Zürcher Torwart Yannick Brecher abgewehrt sah. Nur zwei Minuten später verpasste der gleiche Spieler eine Hereingabe des bis an die Grundlinie geeilten Valdet Istrefi knapp. Schön gespielt, aber nichts erreicht, konnte man bis zu dieser Szene über die Tuggner sagen.

Tuggen zu wenig clever

«Ja, in dieser Phase hätten wir durchaus cleverer sein können», waren sich Trainer Bruno Berner und Rückkehrer Patrick Peters einig. So kam das, was einer Mannschaft, die hinten in der Tabelle steht, immer wieder passieren kann. Trotz ansprechendem Spiel skort der Gegner. Gleich mit der ersten Möglichkeit netzte der auf und davon stürmende Mann des Tages beim FC Zürich Shpetim Sulejmani kaltblütig ein. «Wir wurden vom Heimteam zweimal klassisch ausgekontert», so Berner weiter. Peters meinte dazu: «Wir haben aber viel Herzblut gezeigt und sind zurückgekommen.» So enteilte Vadet Istrefi nach der Pause auf der linken Seite und bediente Jusuf Shala in der Mitte. Der Stürmer nickte mit dem Kopf ins Tor zum viel umjubelten Ausgleich (57.) ein. 

Nie aufgegeben

Die Freude währte gerade mal acht Minuten, eher wiederum Sulejmani alleine vor Torhüter Fellmann auftauchte und sich die Ecke aussuchen konnte. Der vom FC Zürich ausgeliehene Torwart hatte keine Chance, genoss es aber, gegen seine eigentliche Mannschaft auflaufen zu können. «Wir haben Vieles richtig gemacht in diesem speziellen Spiel für mich.» Der nächste Aufreger liess nicht lange auf sich warten. Istrefi liess sich nach einem Zweikampf zu einer Tätlichkeit hinreissen und erwies damit seinem Team einen Bärendienst. Schiedsrichter Fabian Hänggi schickte den Heisssporn ohne Zögern unter die Dusche. Nun folgte die stärkste Periode der Gastgeber. So hätten Sulejmani und der eingewechselte Zoller eigentlich alles klar machen müssen, waren aber zu wenig zielstrebig. «Da hätten wir gut und gerne den einen oder anderen Treffer kassieren können», so Tuggens Trainer. «Aber eben, so ist Fussball. Mit viel Herz und Einsatz haben wir uns einen Punkt verdient und diesen nicht gestohlen», meinte Verteidiger Peters. Dafür sorgte Marsel Stevic in der Schlussminute, nachdem er von Shala per Kopf in Strafraum bedient worden war. Gegen seinen Schuss in die weite Ecke hatte Zürichs Schlussmann nichts entgegenzusetzen.

Was der mit viel Herz erkämpfte Punkt am Schluss wert ist, wird sich weisen.

 

Zürich 2 - Tuggen 2:2 (1:0) 

Heerenschürli. 120 Zuschauer. SR Hänggi. – 

Tore: 40. Sulejmani 1:0, 57. Shala 1:1, 65. Sulejmani 2:1, 89. Stevic 2:2.

FCZ 2: Brecher; Antoniazzi, Kecojevic, Sadrijaj, Muheim; Rexhepi (58. Ribeiro), Domgjoni, Salija; Aliu (76. Zoller), Sulejmani, Rohner (88. Cirelli). 

Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner (85. Cabanas), Peters, Istrefi; Santana, Kuhn (54. Romero), D’Acunto, Stevic, Doda (73. Zverotic); Shala. 

 

Bemerkungen: FCZ 2 ohne Kryeziu, Rüegg (1. Mannschaft), Jovanovic, Kurtovic (verletzt), Costa Da Silva, Kouamé (nicht im Aufgebot); Tuggen ohne Waldvogel, Piperno, Todzi, Al Obadi, Senn (verletzt). Verwarnungen: 42. D’Acunto (Foul), 51.  Rohner (Ball wegschlagen), 63. Istrefi (Foul). Platzverweis: 75. Istrefi (Tätlichkeit).

«Jetzt müssen Bohnen herangeschafft werden»


Sieben Punkte Rückstand gilt es für den FC Tuggen in 13 Partien wettzumachen. Rückkehrer Patrick Peters ist sich bewusst: «Es sind 13 Pokalspiele.»

von Andreas Züger

Peters Patrick Ghaly Mohamed Salah 01

(Bild: Carlo Stuppia)

Patrick Peters ist zurück. Und obwohl sich der FC Tuggen in einer unkomfortablen
Situation befindet, freut sich der alte und neue Abwehrchef auf die anstehende Aufgabe, die da heisst: Ligaerhalt. Und Peters gibt zu verstehen, dass er und jeder seiner Mitspieler an das Gelingen des Vorhabens glaubt. «Alles andere wäre eine Frechheit», sagt Peters in seiner für ihn typischen Offenheit.
Natürlich habe der Umstand, dass mit Bruno Berner ein neuer Trainer wirkt, grossen Einfluss gehabt auf die Vorbereitung. «Er bringt eine neue Philosophie in die Mannschaft», sagt Peters über den Nachfolger von Adrian Allenspach. «Berner hat der Mannschaft klare Vorgaben gegeben, wie wir spielen sollen. Er hat auf Ruhe und Geduld gedrückt. Und ich glaube, wir sind auch Woche für Woche näher an seine Vorgaben herangekommen», sagt Peters.

Weiter habe unter Berneralles bei Null begonnen. «Er hat das deutlich gesagt und auch vorgelebt.»
Peters ist routiniert genug. Er weiss, worauf es jetzt ankommt. «Der Monat März ist richtungsweisend. Jetzt müssen Bohnen herangeschafft werden», sagt Peters. «Beim FC Tuggen waren wir eigentlich immer die Gejagten. Jetzt sind wir die Jäger. So gesehen können wir befreit aufspielen. Unsere Situation kann sich kaum noch verschlechtern. Für viele sind wir schon der sichere Absteiger.» Nicht Dominanz, sondern Konstanz sei gefragt.
«Es ist eine Mammutaufgabe. Auf uns warten 13 Pokalspiele.» Er appelliert an den Teamgeist. «Es geht jetzt nicht um einzelne, sondern um den Verein.»

Peters galt in seinen fünfeinhalb Jahren beim FCT («die geilste Zeit, seit ich in der Schweiz bin») als einer der besten Abwehrspieler der Liga. Nun ist er zurück. Die Erwartungshaltung ist gross. Das weiss Peters. «Zahlen lügen nicht. In der Vorrunde kassierten wir 37 Gegentore. Ich bin nicht umsonst geholt worden.» Er ist sich auch
bewusst, dass er an jenen Leistungen gemessen wird, die er einst im Dress des FC Tuggen zeigte. «Ich habe
Eigenschaften, die der Mannschaft jetzt helfen können. Und am Einsatz und am Willen liegt es bei mir
bestimmt nicht.» Er sei auf keinen Fall ein schwächerer Spieler als früher. «Aber reifer», sagt er.

Rückrunden-Vorbereitung läuft auf Hochtouren

Die Vorbereitung für die Rückrunde läuft auf Hochtouren. Im Training wird hart dafür gearbeitet, das angestrebte Ziel, den Ligaerhalt, zu erreichen. Aber sehen Sie selbst >

Ruckrundenstart 2017 Video
Ein Film von Stefan Horisberger (Link öffnet sich in Facebook, Video-Beitrag vom 20.01.2017)

 

Raul Cabanas neu beim FCT, Jakupov nicht mehr dabei

Mit Raul Cabanas stösst auf die Rückrunde hin ein weiterer Neuzugang zum FCT. Der 30-jährige Mittelfeldspieler wechselt von United Zürich zu den Tuggenern. Unseren Verein verlassen wird dagegen der Stürmer Jakup Jakupov. Wir danken Jakup für seinen Einsatz und wünschen ihm viel Glück und Erfolg auf seinem weiteren Weg.

Cabanas RaulJakupov

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