News 1. Mannschaft

Pech – und zu wenig gut

 

Bei der 0:2-Niederlage gegen Breitenrain zogen weder die Tuggner noch die Unparteiischen ihre besten Tage ein.

«Wir waren ganz einfach zu wenig gut an diesem Tag und hatten auch noch Pech mit den Schiedsrichtern», fasste Tuggens Kapitän die Partie zusammen. Daniel Senn sprach dabei von zwei spielentscheidenden Szenen. Die erste trug sich nach dem 1:0 Breitenrains – zwei Tuggner konnten die Hereingabe nicht verhindern, Sturmspitze Miroslav Konopek hämmerte den Ball humorlos unter die Latte – zu.
Während einer Druckphase Tuggens schoss Shala ein Tor, der Schiedsrichter anerkennte es aber nicht. «Sogar ich als Verteidiger sah, dass der Ball hinter der Linie war», kommentiert Senn.
Statt 1:1 hiess es in der zweiten Halbzeit das 2:0. Die Berner wussten selber nicht genau, warum sie einen Corner zugesprochen erhielten. Nach diesem Eckball brachten die Tuggner das Leder nicht aus der eigenen Zone, worauf Severin Freiburghaus mit einem satten Schuss aus dem Hinterhalt den Deckel zu machte. «Die Schuld für die Niederlage den Schiedsrichtern zuschieben, wäre aber zu einfach», sagte Senn. Immerhin: weil die Gegnerschaft im Abstiegskampf wenige bis keine Punkte holte, lebt die Hoffnung weiter. «Abhaken, weiterschauen», sagt Senn – und verweist auf die Direktvergleiche mit YF Juventus, Bavois und United Zürich in den letzten drei Runden der Saison. «Wir müssen bis dahin unsere Punkte holen. Entschieden wird der Abstiegskampf erst zum Schluss», glaubt Senn. (azü)

«Man merkt: Tuggen lebt noch»

 

Die Lage des FC Tuggen schien einst aussichtslos, hat sich nun aber stark verbessert. «Man merkt es, das Selbstvertrauen in der Mannschaft steigt», kommentiert der positiv gestimmte Captain Daniel Senn.  

mit Daniel Senn 
sprach Andreas Züger

Daniel Senn, noch vier Punkte Rückstand – der Glaube an den Klassenerhalt dürfte noch nie so gross gewesen sein wie jetzt … 

Das ist so. Man merkt es auch im Training und in den Spielen – das Selbstvertrauen in der Mannschaft steigt. Das haben wohl auch die Zuschauer gemerkt beim letzten Heimspiel. Jetzt wird es wirklich spannend. 

Seit bald acht Jahren spielen Sie schon in Tuggen. In so akuter Abstiegsgefahr zu schweben, ist aber selbst für Sie neu. Wie gehen Sie damit um?

In den letzten Jahren mussten wir uns zwar vermehrt nach hinten orientieren, waren aber meist so sechs bis acht Runden vor Schluss sicher. In Tuggen kenne ich dieses Gefühl also nicht, aber von meiner Zeit als Profi schon. Ich habe das mit Schaffhausen in der Super League erlebt. 

Wo muss sich die Mannschaft noch verbessern, um Ende Saison über dem Strich zu stehen?

Wichtig ist, dass wir vermehrt den Führungstreffer erzielen können. In Nyon haben wir das verpasst, als wir nach 20 Minuten schon 2:0 hätten führen müssen, letztlich aber nur einen Punkt nach Hause brachten. Es geht darum, vermehrt offensiv aktiv zu sein. 

Tuggen spielt anderen Fussball als noch in der Vorrunde. Ist das die Handschrift des Trainers?

Ich denke schon. Das System mit zwei Stürmern tut uns gut. Wir wollen mehr Pressing spielen. Zuvor haben wir vermehrt auf Abwarten gespielt, zogen uns zurück. So, wie wir jetzt spielen, entspricht es wohl eher der Mannschaft. Wir wollen nicht in Schönheit sterben, aber aktiv Fussball spielen. Das gibt der Trainer auch so vor, so sind wir auch gefährlicher. 

Wie wichtig waren die Zuzüge von Vilson Doda, Leonel Romero, Raul Cabanas und Patrick Peters?

Wichtig, sehr wichtig sogar. Wir sind froh, dass wir uns mit diesen vier Spielern verstärken konnten. Peters gibt uns defensiv enorm viel, Romero als «Sechser» kann die Bälle holen, halten und verteilen, und Doda und auch Cabanas bringen viel Qualität in die Offensive. 

Der FCT-Zug kommt ins Rollen

Jubel
Zverotic's 1:0 wird von den Tuggnern bejubelt. (Bild: Carlo Stuppia)


Der FC Tuggen bezwang auf heimischem Rasen den letztjährigen Erstligaaufsteiger La Chaux-de-Fonds 2:0. Dank des Vollerfolgs schliessen die Märchler in der Tabelle auf.

von Roger Züger


Gross war der Jubel der Gastgeber, als Schiedsrichter Sandi Bosnic am Samstag kurz vor 18 Uhr die Partie Tuggen gegen La Chaux-de-Fonds abpfiff. Denn der Märchler Promotion-Ligist gewann gegen die Romands nach einer intensiven Schlussviertelstunde 2:0. Was die Spieler im Freudentaumel noch nicht wussten: Mit diesem Vollerfolg machen sie endlich Boden gut und schliessen in der Tabelle auf.
Die sechs bis sieben Punkte Rückstand, die seit der Winterpause auf einen Nicht-Abstiegsplatz bestanden hatten, sind auf vier Zähler geschrumpft. Möglich machten diesen Teilerfolg logischerweise die drei Punkte aus der Samstagspartie, aber auch das derzeitige Hoch der Tuggner, das ihnen in den letzten fünf Partien acht Punkte eingebracht hat. Nachdem Tuggen vor zwei Wochen zu Hause gegen Brühl gewonnen hatte (2:1), war es das erste Mal seit September 2015, dass die Blau-Weissen zwei Heimspiele in Serie für sich entschieden.


«Wir wollten den Sieg mehr»

«Endlich mal in Führung gehen»


Keinem Rückstand nachrennen, sondern einen Vorsprung verwalten – dies wünscht sich Tuggens Dario Stadler für das morgige Heimspiel.

von Andreas Züger

Es ist noch nicht die Rückrunde des FC Tuggen. Nicht zwingend aufgrund der eigenen Leistung. Immerhin fünf Punkte aus vier Partien gab es in diesem Jahr. Vielmehr sind es die Konkurrenten im Abstiegskampf, die just dann punkteten, wenn auch der FCT zu Zählern kam. «Es zehrt schon an der Moral, wenn man eine gute Leistung gezeigt und Punkte geholt hat und in der Tabelle immer noch gleich dasteht wie vorher», sagt Mittelfeldspieler Dario Stadler. Er verweist jedoch auf die nach wie vor positive Stimmung innerhalb der Mannschaft und die jüngsten Leistungen. «Beim 1:1 gegen Nyon waren wir die bessere Mannschaft. Die Partiezeigte uns, dass wir mithalten können», so Stadler.

Für ihn ist klar, wo nun der Hebel angesetzt werden muss. «Es muss uns endlich mal gelingen, in Führung zu gehen. Dies hat sich gegen Nyon
gezeigt, als wir viele Chancen besassen, aber plötzlich 0:1 hinten lagen. So wird es natürlich schwierig, zu gewinnen», sagt Stadler. Erst einmal in dieser Rückrunde erzielte Tuggen das erste Tor der Partie – und gewann dabei gegen Brühl prompt mit 2:1.
Testspiel mit 2:5 verloren
Seit mit Bruno Berner ein neuer Trainer am Werk ist, spielt der FCT mit einem neuen System mit zwei Sturmspitzen. «Ich denke, das kommt uns entgegen. Wir können mehr Druck auf das gegnerische Tor machen.» Weiter gelänge es öfter, ein Spiel zwar nicht über 90 Minuten, doch aber mehrheitlich zu bestimmen. Das sei auch der Anspruch des Trainers. «Der höchste Anspruch ist es aber, Punkte zu holen. Wir nehmen einen Dreier auch dann, wenn wir nicht dominant auftreten können», sagt Stadler. Und so geht man auch in die morgige Partie gegen La Chaux-de-Fonds. «Wer Gegner sein wird, interessiert uns derzeit unter der Woche kaum. Wir müssen uns auf unsere Leistung fokussieren.» Dass am Dienstag ein Testspiel gegen Linth 04 mit 2:5 verloren ging, sei nicht beunruhigend. Tuggen spielte dabei auch mit Junioren und Spielern der zweiten Mannschaft. «Es war mehr als wettkampfmässige Trainingseinheit gedacht.» Stadler macht klar, dass trotz sieben Punkten Rückstand noch nichts verloren sei. «Wir glauben nach wie vor fest an den Klassenerhalt», so Stadler.

Tuggen – La Chaux-de-Fonds
Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

Tuggen kehrt mit einem Punkt zurück

 
Für den FC Tuggen hat sich die 600-Kilometer-Reise an den Genfersee nur
mässig gelohnt. Zwar kehren die Märchler mit einem Punkt an den Zürichsee
zurück, in der Tabelle verlieren sie aber dennoch an Terrain.
von Roger Züger
Der FC Tuggen war am Samstag Gast im Centre sportif de Colovray und
war gegen das viertplatzierte Stade Nyonnais klarer Aussenseiter.
Allerdings war davon vorerst nichts zu -sehen. Denn der Tabellenletzte war
in der Startviertelstunde die spielbestimmende Mannschaft und hatte früh
zwei sehr gute Torchancen, die jedoch ungenutzt blieben. Die Märchler
Startelf, die gegenüber dem Spiel vom vergangenen Samstag auf drei
Positionen verändert wurde, betrieb frühes Forechecking und spielte
aggressiv nach vorne. Auch die drei Wechsel ­ Senn für Peters (gesperrt),
Stadler für Kuhn und Santana für Zverotic (nicht im Aufgebot) ­ fügten
sich gut in die Mannschaft ein. Allerdings war es der FC Tuggen, der das
erste Tor hinnehmen musste. Der 185 Zentimeter grosse Argentinier Emiliano
-Etchegoyen hatte nach einem Freistoss per Kopf verlängert und den Ball
für FCT-Tor-hüter Fabian Fellmann unhaltbar gemacht. Es dauerte dann
lange, sehr -lange, bis Tuggen den 1:0-Rückstand korrigieren konnte. Aber
es gelang (72.). Und der Ausgleich hatte einen Namen: Jusuf Shala. Der
29-jährige Stürmer vernaschte, nachdem er mustergültig in die Tiefe
geschickt worden war, gleich drei Gegenspieler und netzte eiskalt ein.
Damit sicherte er dem FC Tuggen einen Punkt. Für die Märchler ist es
das zweite Unentschieden Im zweiten Auswärtsspiel gegen Stade Nyonnais,
nachdem sie im Jahr 2013 auswärts noch zweimal gewonnen hatten.
In den zehn Promotion-League-Direktduellen verbuchte Tuggen nun drei
Siege, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen.
Denn trotz des einen Punkts hat sich für den FCT tabellarisch nicht viel
verändert ­ und erst recht nicht zum positiven. Dies, weil Bavois erneut
gewonnen hat; dieses Mal gegen Köniz (3:1). Mit dem zweiten Sieg innert
sieben -Tagen klettern die Waadtländer vom 14. auf den 12. Rang. Nun ist
YF Juventus das letzte Team auf einem Nicht-Abstiegsplatz. Und weil sich
die Zürcher am Samstag 1:1-Unentschieden vom Sportclub Cham trennten und
einen Punkt gewonnen haben, ist der Punkterückstand Tuggens auf einen
Platz über dem Strich von sechs auf sieben Punkte angestiegen. Trotz nur
einer Niederlage in diesem Jahr kommt der FCT also nicht vom
Fleck und braucht einen Dreier, am besten am Samstag zu Hause gegen
La Chaux-de-Fonds

Hauptsponsor

Tenüsponsoren

Medienpartner

FC Tuggen | Postfach 49 | CH-8856 Tuggen | info(at)fctuggen.ch | Copyright FC Tuggen 2014