News 1. Mannschaft

Den Sieg kläglich verspielt

Der FC Tuggen kam gestern im Nachtragsspiel gegen Köniz erneut nicht über ein Unentschieden heraus. Der Tabellenletzte verspielte die sicheren drei Punkte in den Schlussminuten. 

von Roger Züger

Die Favoritenrolle war im Vorfeld der Partie zwischen Tuggen und Köniz unbestritten: Aus acht Begegnungen in der Promotion League gingen die Märchler nie als Sieger hervor. Der einzige Punktgewinn gegen die Berner datiert vom 22. August 2015, als der FCT auf heimischem Rasen unentschieden spielte (3:3). Tuggen konnte in den torreichen Duellen (im Schnitt jeweils über fünf Treffer) offensiv schlicht nicht mithalten. Aber die erfolgreichsten Zeiten des 1933 gegründeten FC Köniz, der die Saison 2014/15 hinter Xamax als zweitbestes Team der Promotion abgeschlossen hat, sind vorbei. Das war auch gestern zusehen. Denn dominant war die Equipe von Bernard Pulver gestern Abend auf den Linthstrasse-Rasen nicht; und von einer offensiven Übermacht war wenig bis gar nichts zu sehen. Die Teams verabschiedeten sich torlos in die Pause. 

Tuggen hatte bis dahin aber konzentriert und gut organisiert gespielt, und agierte mit dem Zepter in der Hand. Das Resultat war ein klares Chancenplus des Tabellenletzten. Tuggen hätte bis zur Halbzeit zwar nicht führen müssen, aber zum eigenen Wohl sollen. Doch Jusuf Shala traf mit einem gefühlvollen Schlenzer nur den Pfosten (30.). Zuvor hatte es 
Vilson Doda mit einem Lobb versucht und überlistete damit Torhüter 
Severin Keller, nicht aber den Innenverteidiger, der vor der Linie rettete (12.). Bei den restlichen, im Abschluss teils harmlosen Tuggner Offensivaktionen, hatte Keller alles im Griff. Ebenso sein Gegenüber im FCT-Tor, Fabian 
Fellmann. Der ehemalige U19-
Nationaltorhüter parierte über die gesamte Partie jene zwei zwingenden Chancen von Köniz, die er musste (18./73.). 

Blackout in den Schlussminuten

Nachdem Seitenwechsel starteten die Gastgeber mit einer Druckphase, die sich – wie so viele weiteren Chancen – urplötzlich in Luft auslösten. Ungenaue Pässe, kein Druck und kein Zug aufs Tor muss sich die Mannschaft von Bruno Berner bei den ungenutzten Möglichkeiten vorwerfen lassen – bis es Shala im Alleingang richtete. Der 29-Jährige zirkelte den Ball von links aussen unhaltbar ins weite Lattenkreuz und löste bei den rund 250 Zuschauern grossen Jubel aus (86.). Jubel, der allerdings nur wenige Sekunden anhielt. Praktisch im Gegenstoss netzte Köniz zum Ausgleich ein. Sekunden zuvor war es noch Abwehrdirigent Patrick Peters, der seinen Mitspielern Handzeichen klar gemacht hatte, nach der Führung mit Köpfchen zu spielen. Allerdings war es dann Peters, der einen Ball an der eigenen Grundlinie ins Aus rollen lassen wollte, ihn vom pfeilschnellen Cristian Osmani aber noch abluchsen liess. Pass. Tor. 1:1. Leere Gesichter und Fassungslosigkeit. Der FC Tuggen gewinnt nicht einen, sondern verliert zwei Punkte – ganz wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. 

Tuggen – Köniz 1:1 (0:0)

Linthstrasse, 243 Zuschauer. – SR: Nenad Skalonja.

Tore: 84. Shala 1:0. 86. Kasai 1:1. 

Tuggen: Fellmann; Senn (76. Kuhn), Tinner, Peters, Herlea; D’Acunto; Doda, Stadler (71. Romero), Stevic (90. Cabanas), Istrefi; Shala

Köniz: Keller; Stauffiger, Portillo, Tugal, Carrasco; Henzi 
(76. Kasai), Naili, Herensperger, Miani; Osmani (93. Mallia), Gregorio (57. Ledesma)

Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Piperno, Todzi und Al Obadi (alle verletzt). Köniz ohne Rizzo (abwesend), Koubsky, Acosta, Hanachi, Melo und Belchev (alle verletzt), Schubert (gesperrt). - Verwarnungen: 20. Senn (Foul). 24. Istrefi (Foul). 41. Tugal (Foul). 68. Stadler (Foul). 87. Herlea (Foul). - 
Gelb-Rot: 90. Herlea (Foul). 

SPIELABSAGE

Das Promotion-League-Spiel gegen Köniz muss aufgrund der bescheidenen Spieldbedingungen auf dem schneebedeckten Platz abgesagt werden. 

 

Das Spiel wird nachgeholt am Mittwoch, 3. Mai, 20:00 Uhr, an der Linthstrasse in Tuggen.  

Der FC Tuggen verkürzt dank Sieg in Cham seinen Rückstand

Die Märchler überzeugten auswärts gegen den SC Cham mit einer abgeklärten
Darbietung und verdienten sich mit einem 1:0-Erfolg drei Punkte. Marsel
Stevic erzielte in der 34. Minute den einzigen Treffer der Partie.

von Martin Müller


Die Partie hätte auch anders ausgehen können. Dessen war sich Bruno Berner
bewusst. «Sicher hatten wir heute das Glück auf unserer Seite. Doch das
gehört auch zum Sport», sagte der Trainer des FC Tuggen nach dem Spiel und
nahm mit diesen Worten Bezug auf zwei Szenen aus der ersten Halbzeit.
Ein erstes Mal fand sich Tuggens Torhüter Fabian Fellmann in der
15. Minute im Mittelpunkt des Geschehens wieder. Nach einer Flanke des
pfeilschnellen Chamer Aussenläufers Jessy Nimi und einem präzisen
Abschlussversuch von Stürmer Roman Herger bewahrte Fellmann sein Team mit
einer Glanzparade vor einem Gegentreffer. Und nachdem exakt eine
Viertelstunde später die Tuggner Abseitsfalle nicht zuschnappt hatte,
waren nochmals die Fähigkeiten des vom FC Zürich für den verletzten Timon
Waldvogel ausgeliehenen Goalies gefragt. Fellmann, der bereits geschlagen
schien, unterband einen Pass von -Marco Trachsel auf Herger und machte so
die beste Möglichkeit der Gastgeber zunichte. «Wir dürfen uns bei unserem
Torhüter dafür bedanken, dass er uns zu diesem wichtigen Zeitpunkt vor
einem Rückstand bewahrt hat», sagte Trainer Berner, der neben den
verletzten Waldvogel, Antonio Piperno, Timo Todzi und Abduljabbar Al Obadi
auch auf den kranken Raul Cabanas verzichten musste.

Zu Gast bei Altbekannten

 

Der FC Tuggen trifft morgen auf den SC Cham – mit Vorteil für die Märchler.

Das Fanionteam des FC Tuggens gastiert morgen Samstag auf dem Eizmoos beim Sportclub Cham. Es ist das Duell zweier Altbekannter. Denn die beiden Kontrahenten standen sich vor der Gründung der Promotion League (2012) bereits in der 1. Liga 14 Mal gegenüber. Einen Auswärtssieg konnten die Märchler auf Zuger Boden aber nie feiern. Beim letzten Aufeinandertreffen in der 1. Liga (Saison 2011/12) verlor Tuggen 0:3. Danach stieg der FCT in die Promotion League auf, Cham folgte drei Jahre später. Seither haben die Schwyzer nicht mehr verloren. Ein Unentschieden auswärts (1:1) und zwei Heimsiege (4:2 und 4:3) lautet die Promotion-League-Bilanz zugunsten Tuggens.


Der jüngste Sieg gegen Cham am zehnten Spieltag der laufenden -Meisterschaft war jener vor der grossen Tuggner Baisse mit neun sieglosen Partien in Serie. In dieser Phase rutschte Tuggen immer tiefer in den Tabellenkeller. Nun hat der FCT die Chance, mit einem erneuten Sieg gegen Cham, das nur eines der letzten sechs Spiele gewann, den Rückstand auf einen Nicht--Abstiegsplatz auf ein Minimum zu reduzieren. (rzü)

Cham – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, Eizmoos

Tuggen kann den Sportclub Kriens nicht aufhalten

 Herlea Andrei
Andrei Herlea am Samstag gegen Kriens (Bild: Carlo Stuppia). 


Der FC Tuggen schaffte am Samstag auf heimischen Rasen die Überraschung gegen Leader Kriens nicht. Die Lage im Kampf gegen den Abstieg spitzt sich damit weiter zu.

von Roger Züger


Viel Spannung durfte im Vorfeld der Partie Tuggen gegen Kriens nicht erwartet werden. Zu einseitig waren und sind die Kräfte-verhältnisse auf Papier. Denn das Duell war jenes zwischen dem Tabellen-letzten Tuggen, mit fünf Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz, und dem Leader Kriens, mit fünf Punkten Vorsprung auf die Verfolger aus Rapperswil-Jona. Spannend wurde es dennoch, auch wenn erst tief in der zweiten Halbzeit, als Tuggens Marsel Stevic zum 2:1-Anschlusstreffer einnetzte (72.). Das Tor war zwar kein Zufallsprodukt, kam jedoch aus dem Nichts und entgegen dem Spielverlauf. Doch Stevic und dem Gros der rund 500 Zuschauern war dies egal. Mit seinem achten Treffer im 14. Spiel für den FC Tuggen brachte der Stürmer die Hoffnung auf wichtige Punkte gegen den Abstieg zurück.
Allerdings war es ein Rennen gegen die Zeit. Gegen ein äusserst abgeklärtes Kriens hatte Tuggen seine Mühe, gute Chancen zu kreieren. Was in den vergangenen Partien immer besser funktionierte, blieb gegen den Aufstiegsaspiranten wirkungslos. Das Schlusslicht haderte mit sich selbst, kam nicht in die -gefährliche Zone und war auf den -letzten 20 Metern praktisch inexistent. Die seit längerem angewandte Taktik von FCT-Trainer -Bruno Berner (den Gegner ab der zweiten Hälfte mit einem -offensiven Druckspiel in -Bedrängnis zu bringen) klappte nicht.

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