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«Ich erwarte ein hartumkämpftes Spiel»

 

Mit seinen 21 Jahren zählt Rinor Avdyli zu den jüngsten Akteuren im Kader des FC Tuggen. Nach seinem Wechsel vom Ligakonkurrenten Thalwil wurde der Abwehrspieler an der Linthstrasse bestens aufgenommen. 

 von Beat Hager

 Rinor Avdyli ist einer der zahlreichen Neuverpflichtungen beim FC Tuggen.
Er kennt den FCT-Trainer -Danijel Borilovic aus seiner Zeit beim FC Schwamendingen. Als -Borilovic im Sommer das Traineramt des FC Tuggen übernahm, hat er wieder Kontakt mit Avdyli aufgenommen und in zum FCT geholt. «Tuggen ist eine Top-Adresse und verfügt über ein gutes Kader. Dieser Transfer zu diesem ambitionierten Verein ist für mich persönlich ein Fortschritt», sagt der vielseitig einsetzbare Verteidiger. 

Nach seiner fussballerischen Ausbildung bei Schwamendingen führten seine Stationen über den FC Zürich (U18), YF Juventus (Promotion League) sowie Thalwil. Nun will sich der Verteidiger in Tuggen einen Namen machen.  «Vom ersten Training an fühlte ich mich hier wohl. Der Verein hat klare Strukturen und es herrscht ein gutes Klima», zeigt sich der Neuzugang aus Zürich begeistert. 

 Al Abbadie nicht mehr beim FCT

 Nachdem er die gesamte Vorbereitung mitwirkte, stand Avdyli in den ersten vier Meisterschaftspartien als linker Innenverteidiger nicht nur in der Startformation, sondern spielte jeweils über die gesamten 90 Minuten durch. «In der Abwehr bin ich flexibel einsetzbar. Einfach so, wie mich der Trainer aufstellt», betont Avdyli, welcher beruflich in der Immobilienbewirtschaftung in Zürich tätig ist. Morgen Samstag hat er jedoch frei, dann spielt Tuggen zu
Hause gegen Mendrisio. «Wir wollen oben mitmischen und streben nach Möglichkeit die Teilnahme an den -Aufstiegsspielen an. Daher benötigen wir gegen diesen guten und routinierten Gegner drei Punkte, wobei ich eine hartumkämpfte Partie erwarte», blickt Avdyli voraus. 

Allerdings muss Tuggen die nächsten drei bis vier Wochen auf den zuletzt stark aufspielenden Josip Uzelac verzichten. Er hat sich im Spiel gegen Kosova eine Aussenbandüberdehnung zugezogen. Ebenfalls wird gegen die Südtessiner auch der Einsatz von Nikola Marjanovic fraglich sein. Nicht mehr zum Kader Tuggens zählt Abduljabbar Al Abbadie. Der ehemalige Schweizer U19--Internationale verabschiedete sich aus beruflichen Gründen in die USA. 

FCT-Trainer Borilovic überliess für die morgige Partie nichts dem Zufall und liess den Gegner beim Gastspiel in Seuzach beobachten. «Mendrisio verfügt über eine sehr erfahrene Truppe», sagt Borilovic. Dazu zählt etwa der ehemalige Schweizer Internationale Alberto Regazzoni oder der Senegalese Michel Marcelin Sarr – für Erstligaclubs zwei überdurchschnittliche Akteure. «Um weitere drei Punkte zu erkämpfen, müssen wir geduldig auftreten», glaubt Borilovic. 

 

 

Tuggen – Mendrisio

 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse  

 

«Wir sind offensiv eingestellt»

Petar Ugljesic wurde geholt, um Tore zu schiessen. Dies gelang ihm zuletzt doppelt. Der gute Saisonstart Tuggens macht beim neuen FCT-Stürmer nun Lust auf mehr. «Wir haben eine rosige Saison vor uns», so der 25-Jährige.

 Wie es Stürmer stets zu sagen pflegen, wenn sie eine Partie mit ihren Toren entscheiden, lehnt auch Petar Ugljesic nach seinem Doppelpack beim 3:0-Sieg in Balzers Lobhudeleien ab. «Es ist egal, wer die Tore schiesst.» Er betont mehrfach, wie wichtig ihm der Teamgedanke ist. Trotzdem weiss auch Ugljesic, warum er nach Tuggen geholt
wurde – nämlich, um Tore zu schiessen. «Auf den Schultern eines Stürmers lastet immer Druck, damit muss man umgehen können. Und ich habe diesen Druck gern, ich brauche ihn sogar, um mein Adrenalinspiegel raufzuhauen», so der ehemalige GC-Junior.

Ugljesic war in Balzers auch deswegen doppelt erfolgreich, weil das Tuggner Spiel unter dem neuen Trainer Danijel Borilovic bereits früh in der Saison zu funktionieren scheint. Auch Ugljesics Zusammenspiel mit Sturmpartner Jakup Jakupov. «Er ist auf und neben dem Platz wie ein Bruder für mich. Wir haben schon als Junioren zusammengespielt und harmonieren gut. Es wird zwischen uns auch kein Problem geben, wenn einer mal auf der Bank Platz nehmen muss», sagt Ugljesic, der zwar neu zum FC Tuggen stiess, dennoch aber viele Spieler bereits gekannt hat. «Mit Rinor Avdyli, Nikola Marjanovic oder Josip Uzelac bin ich quasi aufgewachsen. Mit vielen anderen habe ich zusammengespielt. Auch Trainer Borilovic kenne ich, seit ich klein war», so Ugljesic. 

 «Schaue nicht auf die Tabelle»

 Der 25-Jährige spricht mit Begeisterung, wenn er von seinen Teamkollegen spricht. «Ich lege für alle die Hand ins Feuer, dass sie in diese Mannschaft passen.» Als Beispiel nennt er das erste Saisonspiel gegen Höngg (0:0), das Tuggen auch hätte gewinnen können, wenn Andrei Herlea sich in einer Szene für den Pass statt den Schuss entschieden hätte. «Niemand regte sich darüber auf, auch nicht hinter dem Rücken Herleas. Alle munterten ihn auf.» Er ist überzeugt, dass diese Mannschaft «eine rosige Saison» vor sich hat. «Es ist kein Geheimnis: Wir wollen in die Aufstiegsspiele. Doch vorerst gilt nur das nächste Spiel. Auf die Tabelle schaue ich erst in der Rückrunde.» Auch nicht vor dem morgigen Spiel, wenn das bisher sieglose Gossau an der Linthstrasse zu Gast ist. «Ich weiss nicht, wo Gossau steht. Wir müssen unseren Plan durchziehen.» Dieser Plan ändere von Spiel zu Spiel, von Gegner zu Gegner ein wenig. Grundsätzlich gefalle ihm aber die Art Fussball, wie sie Borilovic spielen lasse. «Wir sind immer offensiv eingestellt», so Ugljesic. (azü)

 

Tuggen – Gossau

 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

 

«Wir geben uns die Zeit, die es braucht»

Zwei Spiele, vier Punkte, kein Gegentor – Tuggen ist
gut in die Saison gestartet. Für den neuen Trainer Danijel Borilovic kein Grund zur Euphorie.
«Wir stehen erst am Anfang einer langen Saison.»

 von Andreas Züger

 «Fast makellos» war er in den Augen Borilovics, der Saisonstart des FC Tuggen. Zu Beginn gab es gegen Höngg ein torloses Unentschieden, vorgestern Mittwochabend gegen Wettswil-Bonstetten den ersten Sieg (2:0). «Gegen Höngg legten wir uns wohl ein bisschen zu viel Druck auf, den wir dann während der Partie nie richtig ablegen konnten» so Borilovic rückblickend. Doch schon im zweiten Spiel «ist unser Matchplan aufgegangen. Wir spielten so, wie wir uns das vorgenommen hatten.» Trotzdem: Es ist für den 33-Jährigen zu früh, um Schlüsse aus dem Gezeigten zu ziehen. «Warten wir noch die Auswärtspartie gegen Balzers ab, vielleicht noch zwei, drei weitere Runden. Dann können wir langsam erahnen, in welche Richtung es in dieser Saison gehen könnte.»

 «War froh um Inputs»

 Keine Frage: Borilovic ist nicht nach Tuggen gekommen, um mit der Mannschaft im Tabellenmittelfeld herumzudümpeln. Er spricht denn auch vage von der Spitze. «Wir stehen erst am Anfang einer langen Saison und
wollen uns nun in der Vorrunde möglichst viele Punkte angeln, um dann den Schlussspurt zu erwischen, wenn es denn eventuell um die Spitzenplätze geht», so Borilovic. Dafür gebe er sich und der Mannschaft «die Zeit, die es braucht».

 Zeit, die er nicht nur von seinen Spielern, sondern auch vom Umfeld beim FC Tuggen erhalte, sagt der Zürcher weiter. «Es gibt hier viele Leute, die viel Herzblut in den Verein investieren. Selten bis nie sagt man mir, dass das Gewünschte heute nicht möglich sei. Das familiäre Umfeld hier gefällt mir sehr gut», so der neue Trainer, der sich zu Amtsbeginn Tipps geholt hat – von Adrian Allenspach, dem langjährigen Erfolgstrainer an der Linthstrasse. «Nachdem ich den Vertrag unterzeichnet hatte, führte ich eines der ersten Telefonate mit Allenspach. Ich kenne ihn seit vielen Jahren, und er gab mir einige Inputs, die mir geholfen haben. Er kam auch an ein Testspiel – ich schätze sein Entgegenkommen sehr.» Borilovic war auch froh um Spieler wie Javier Santana, Raymond Tinner oder Andrei Herlea, die bereits in der Vorsaison in Tuggen engagiert waren und ihm den Einstieg einfach machten. «Sie wollten, das sofort alles klappt. Das macht es einfacher, um einen neuen Spirit in die Mannschaft zu bringen.» Ein Spirit, der morgen in Liechtenstein die nächsten drei Punkte einbringen soll.

 

Balzers – Tuggen

 

Samstag, 19.30 Uhr, Rheinau

 

Tuggen gewinnt in der 1. Liga zum ersten Mal

Im zweiten Meisterschaftsspiel traf Tuggen gestern Abend auf Wettswil-Bonstetten. Die Märchler liessen nichts anbrennen, präsentierten sich stark und konnten die ersten drei (wichtigen) Punkte einsammeln. 

von Roger Züger 

Gestern Abend war auf dem Linthstrasse-Rasen Wettswil-Bonstetten zu Gast beim FC Tuggen. Für die Zürcher war es die zweite Partie innert vier Tagen, nachdem sie am Sonntag im Schweizer Cup vor über 4000 Zuschauern zu Hause den FC Basel aufs äusserste gefordert hatten. Denn der nationale Krösus siegte lediglich 2:0, schoss den Entscheidungstreffer erst in der 86. Minute. Von der Cup-Euphorie war gestern bei Wettswil-Bonstetten aber nichts mehr zu spüren. Tuggen drückte dem Spiel vor gut 300 Besuchern den Stempel auf, haderte jedoch lange mit der Effizienz, die im 16er-Raum überhaupt nicht vorhanden war. 

Alleine in der ersten Halbzeit hatte die Equipe von Neo-FCT-Trainer Danijel Borilovic elf erfolgsversprechende Abschlüsse, doch alle blieben ungenutzt. Jakup Jakupov, Dario Stadler, Josip Uzelac, Petar Ugljesic, Javier Santana – alle scheiterten. Aber: Tuggen zeigte nach dem torlosen Unentschieden zum Saisonauftakt gegen Aufsteiger Höngg eine klare Leistungssteigerung. Pressing lautete das Zauberwort in der Startviertelstunde, in der Tuggen die Gäste gehörig unter Druck setzte. Zwar flachte das Spiel im Anschluss ein wenig ab, aber an den klaren Spielverhältnissen auf dem Rasen änderte dies nichts. 

Rückkehrer Jakupov befreit FCT

Kaum wieder angepfiffen, schlug sich die Übermacht Tuggens auch auf der Anzeigetafel nieder. Jakup Jakupov, der von Wettswil-Bonstetten zurück in die March wechselte, schoss das erste Erstligator für den FCT. Nur gut zehn Minuten später erhöhte Neuzugang Josip Uzelac auf 2:0. Von den Zürchern kam wenig bis nichts. Erst in den letzten Spielminuten wurde FCT-Schlussmann Fabian Fellmann richtig getestet und musste sich zweimal beim Alluminium bedanken, dass er auch im zweiten Spiel ungeschlagen blieb. Sehr gute Noten holten sich in den Reihen der Tuggern Stürmer Peter Ugljesic und Mittelfeldspieler Josip Uzelac, der bis zu seiner Auswechslung (65.) fast bei jeder gefährlichen Situation am Ursprung stand. Ebenfalls erwähnenswert präsentierte sich Dario Stadler, der sich innert zweier Jahre zu einer wichtigen Stütze im Spielaufbau der Märchler entwickelt hat und gestern als Lenker und Denker stets omnipräsent war. Der Erstligastart ist Tuggen mit vier Punkten aus zwei Spielen durchaus gelungen. 

Tuggen – Wettswil-Bonstetten 2:0 (0:0)

Linthstrasse. 320 Zuschauer. – SR Patrick Rogalla

Tore: 46. Jakupov 1:0. 58. Uzelac 2:0. 

Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Avdili, Badalli; Uzelac
(65. Murtisi), Stadler, D’Acunto (87. Gutierrez), Santana
(83. Junuzi); Jakupov, Ugljesic

Wettswil-Bonstetten: Thaler; Peter, Hotnjani, Studer,
Huber (52. Loosli); Le Bigonsan, Schneebli, Goufan (82. Berisha),
Peduzzi; Srdic, Allemann (65. Capone)

Bemerkungen: Tuggen ohne Renna, Dominik Schiendorfer und Istrefi (alle abwesend), Marjanovic (verletzt). Wettswil-Bonstetten ohne Voit, Teixeira Machado, Horak, Siefkes, Waser, Thalmann und Temperli (alle nicht im Aufgebot). - Verwarnungen: 56. Peter (Foul). 88. Horak (Foul). - Pfostenschüsse: Wettswil-Bonstetten 82. und 85. 

16Abschlüsse

hatte der FC Tuggen über
90 Spielminuten
und dominierte
damit die Partie durchgehend.

Tuggen empfängt heute Abend Wettswil-Bonstetten

Der Fussballclub Tuggen genoss in der Meisterschaft am Wochenende ein spielfreies Wochenende. Frei hatten die Spieler allerdings nicht, absolvierten sie doch ein Testspiel gegen Frauenfeld (2. Liga inter), das die Märchler gleich 4:0 gewinnen konnten. Nun gastiert heute Abend (20 Uhr) zur zweiten Meisterschaftsrunde Wettswil-Bonstetten auf dem Linthstrasse-Rasen. Die heutigen Gäste verloren beim Saisonauftakt gegen Thalwil 1:2. Tuggen holte nach seinem Promotion-League-Abstieg beim ersten 1.-Liga-Spiel seit fünf Jahren immerhin einen Punkt (0:0 gegen Höngg). Damit die Equipe von Danijel Borilovic den Anschluss an die Spitze nicht frühzeitig verliert, ist heute ein Sieg Pflicht. (rzü)

 

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