Drei Spiele, zwei Siege, davon zweimal gegen Red Star. Das ist die makellose Heimbilanz des FC Tuggen. Die Märchler führen bereits wieder die Tabelle der 1. Liga Gruppe 3 an.

von Stefan Horisberger, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

Jubel 1
Santana und Morina erzielten am Samstag gleich zwei Tore in Team-Arbeit: Einmal Vorlage von Santana, einmal Elfmeter von Morina rausgeholt. (Bild: Carlo Stuppia)

Tuggen hatte am Samstag die Chance, mit dem dritten Heimsieg im dritten Pflichtspiel gleich schon eine Serie zu starten. Die Gäste aus Zürich hatten sich schon vor zwei Wochen an der Linthstrasse geschlagen geben müssen, wollten also bestimmt eine Revanche. Und in dieser Manier startete Red Star auch, denn nur 90 Sekunden nach dem Anpfiff musste sich Torhüter Ramon Frauenfelder schon beweisen. Ein Zürcher konnte nach einer Unachtsamkeit in der Tuggner Verteidigung alleine in Richtung Tor ziehen, wo der Keeper aber den Winkel entscheidend verkleinern konnte, der Ball segelte scharf am linken Pfosten vorbei.

In der Folge gestaltete sich das Spiel allerdings weniger spektakulär als angenommen, und beide Teams kamen zu wenig zwingenden Aktionen. Nach zehn Minuten packte Routinier Santana sein fussballerisches Können aus: Eine hohe, zentimetergenaue Flanke von links aussen fand Dardan Morina, der allein gelassen den Ball annehmen und das erste Tor am hinteren Pfosten erzielen konnte. Nach knapp einer halben Stunde schmälerte Red Star seine Aussichten auf einen Sieg gleich selbst. Yves Scherrer trat nach einem Foul am Boden gegen Dario Stadler nach und erhielt dafür die rote Karte.

Tuggen verpasst frühe Entscheidung

Ein kapitaler Verlust für Red Star, der Tuggen in die Karten spielte. Man ging mit der knappen 1:0-Führung in Richtung Pausentee. In der Folge spielte Tuggen besser und vor allem in der Defensive abgeklärter als die Zürcher, aber es blieb ein grosser Mangelpunkt: die Chancenauswertung. Michael Bärtsch verpasste nach der Pause gleich zwei hochkarätige Chancen, beide Male hatten die Zuschauer den Ball schon im Netz gesehen. Zwischenzeitlich, nämlich in der 54. Minute, zeigte das Duo Morina-Santana erneut, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Dardan Morina zog mit seiner schnellen Spielweise in den Strafraum, wo er von einem Zürcher getroffen wurde. Javier Santana stellte per Strafstoss und einem satten Schuss in die linke untere Ecke auf 2:0 und fixierte damit auch gleich den Endstand.

Kein Gegentor erhalten

Nicht dass nach dem Tor keine interessanten Aktionen mehr stattgefunden hätten, allerdings liess Tuggen seine Möglichkeiten weiterhin fahrlässig liegen. Die drei Punkte auf dem Konto waren für Tuggen an diesem Nachmittag wichtiger, als die vielen Tore. Dies sah auch Torschütze Dardan Morina nach dem Spiel nicht anders: «Wir hätten den Sack früher zumachen können. Wir haben gewonnen und müssen nach vorne schauen. In Zukunft müssen wir versuchen, diese Tore zu machen.» Über sein eigenes Tor freute er sich: «Ich habe seit drei Spielen nicht mehr getroffen und bin natürlich erleichtert. Das gibt mir Selbstvertrauen.» Auch Brian Mallo, der bisher corona-bedingt noch keine Ernstkämpfe für Tuggen hatte absolvieren können, zeigte sich erfreut: «Wir wussten, was auf uns zukommt. Es war wieder ein Kampf, den wir annehmen mussten. Ich denke, die rote Karte hat uns weitergeholfen. Aber schon davor lagen wir in Führung.» Bezüglich vergebener Chancen ist der Aussenverteidiger nicht beunruhigt: «Solange wir Möglichkeiten haben, bin ich nicht so besorgt. Die Tore kommen noch. Heute hat es gereicht, weil wir hinten zu Null gespielt haben.» Auch Trainer Adrian Allenspach war froh, Red Star geschlagen zu haben: «Es war ruppig und es sind auch immer viele Emotionen im Spiel. Vorteilhaft ist natürlich, wenn man gegen solche Teams in Führung geht.» Er sah aber auch: «Wir müssen an der Chancenauswertung arbeiten, das ist klar. So ein Spiel ist schwierig: Man führt mit einem Tor, ist ein Mann mehr auf dem Platz – der Gegner kann eigentlich nur noch gewinnen. Wir sind froh, haben wir den Anschlusstreffer nicht kassiert, so dass wir noch hätten zittern müssen.» Aktuell führt Tuggen die Tabelle mit sechs Punkten an, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft sind also gestellt.

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