Zuerst per Los für die Cup-Hauptrunde qualifiziert, dann doch nicht. Der FC Tuggen startet morgen in die Cup-Quali. Eine Woche später beginnt die 1. Liga-Meisterschaft, einmal mehr mit hohen Erwartungen.

von Stefan Horisberger, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

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Die letzte intensive Trainingswoche: Bärtsch, Mallo, Herlea, Goalietrainer Bernet und Santana bei einer Krafteinheit. (Bild: Dani Horisberger)

Am kommenden Samstag findet in Tuggen endlich wieder ein Fussballspiel statt. Ein Spiel, das eigentlich gar nicht hätte stattfinden sollen, war man doch eigentlich schon per Los in die erste Cup-Hauptrunde vorgerückt. Aufgrund des dicht gedrängten Programms in der internationalen Fussballwelt muss nun aber der Schweizer Cup 2020/21 mit weniger Teams als normal gespielt werden. Diesmal werden die Glücklichen nicht per Los erkoren, sondern werden in einer zusätzlichen Spielrunde vor Meisterschaftsstart ermittelt. Gegner Tuggens ist mit Red Star ein alter Bekannter, ebenfalls aus der Gruppe 3 der ersten Liga.

Der letzte Ernstkampf der Allenspach- Elf liegt schon weit zurück: Am 9. November 2019 besiegte man Thalwil auswärts. Und trotzdem wird ein grosses Fussballfest am Samstag in Tuggen wohl ausbleiben, denn Schutzkonzepte und Corona-Verhaltensmassnahmen dominieren auch im Amateurfussball. Nichtsdestotrotz freuen sich Spieler und Staff auf den vorgezogenen ersten Cup-Ernstkampf und fühlen sich nach der intensiven und langen Vorbereitung startklar: «In der Vorbereitung gibt es immer Positives und Negatives, aber wir sind alle bereit und froh, wenn es endlich wieder losgeht. Die Freundschaftsspiele haben wir langsam gesehen und freuen uns auf einen Ernstkampf», so Coach Adrian Allenspach. Auch vom Gegner, der in den letzten Jahren stets ein unbequemer war, lässt er sich die Vorfreude nicht nehmen: «Red Star ist immer ein unangenehmer Gegner und taktisch stets variabel. Aber wir nehmen uns dieser Aufgabe an.»

Santanas elfte Saison

Ausserdem darf man auch gespannt sein, wie sich die gemachten Transfers präsentieren werden. Tuggen-Routinier Javier Santana schätzt die Neuzugänge stark ein: «Es wurden interessante Verpflichtungen gemacht. Ich denke, die Mannschaft ähnelt in der Zusammenstellung jener von letztem Sommer.» Angesprochen auf die gute Leistung in der letzten Herbstrunde, erwidert er bescheiden: «Natürlich wollen wir wieder eine gute bis sehr gute Hinrunde spielen, wie im letzten Jahr. Was am Schluss aber zählt ist nur, ob wir es in die Aufstiegsspiele schaffen.» Santana persönlich – er spielt bereits seine elfte Saison im Tuggner Dress – ist noch immer ehrgeizig: «Solange ich gesund bin und in einem Verein wie Tuggen spielen darf, ist meine Motivation immer gross.»

Vorsichtig optimistisch

Einer der Neuzugänge ist nicht ganz neu, sondern spielt bereits zum zweiten Mal in Tuggen: Luis Gutierrez verstärkt die Allenspach-Elf in der Defensive. «Ich habe mich sehr schnell eingelebt, da ich alles schon kannte. Die Entscheidung zur Rückkehr fiel mir nicht schwer.» Nach der Vorbereitung glaubt auch er daran, bereit zu sein: «Wir haben eine strenge Vorbereitung hinter uns. Gegen den Schluss kamen wir immer besser in Fahrt und ich bin optimistisch, dass wir eine gute Meisterschaft spielen werden.» Auf jeder Position sei man gut besetzt und jeder wisse, was seine Aufgabe in Tuggen sei, so der Verteidiger mit südamerikanischem Blut weiter.

Zum Schluss liess sich auch Dario Stadler, zuletzt oftmals Dreh- und Angelpunkt im Tuggner Spiel, einige Worte zur neuen Spielzeit entlocken: «Ich freue mich, dass es endlich losgeht. Wir haben eine tolle Mannschaft und ich fühle mich sehr wohl.» Angesprochen auf die ungewisse Entwicklung der Corona-Krise zeigt er sich entschlossen: «Wir wollen unbedingt spielen. Alle freuen sich und haben ambitionierte Ziele, denn wir wollen in den ersten Meisterschaftsheimspielen gegen Wettswil-Bonstetten und Red Star gleich punkten.» Die Cuppartie wird also als Hauptprobe für die Meisterschaft dienen, gleichzeitig ist sie aber auch ein Ernstkampf um den Einzug in die erste Cup-Hauptrunde. Allerdings dürfte der Rahmen der Partie und der Gegner am Samstag für viele eine untergeordnete Rolle spielen: Hauptsache, der Ball rollt endlich wieder an der Linthstrasse.

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