Der FC Tuggen startet am Samstag auswärts gegen Red Star ins neue Fussballjahr. Vier Punkte Vorsprung auf Wettswil-Bonstetten sind zwar eine gute Startposition, aber abheben will Trainer Allenspach deswegen nicht.

von Franz Feldmann, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

Allenspach Adrian 3


Elf Siege, ein Unentschieden und nur zwei Niederlagen, das ist die Bilanz des FC Tuggen nach der Halbzeit und einem Spiel in der Rückrunde.
Das ist eindrücklich. Der Märchler Fussballverein scheint wieder zu alter Stärke zurückgefunden zu haben und steht zwölf Spiele vor Schluss schon mit einem Bein in den Aufstiegsspielen zur Promotion League. Dort, wo das Team von Trainer Adrian Allenspach in der Saison 2016/17 zum letzten Mal gespielt hat. Vier Jahre lang hatte damals das Mitmachen in der dritthöchsten Schweizer Fussballliga gedauert. Letzte Saison sind die Tuggner einmal mehr in der entscheidenden Aufstiegsrunde an Etoile Carouge gescheitert.

In der Winterpause haben sich die Tuggner mit vier neuen, jungen Spielern ausgestattet. Keiner ist älter als 24 Jahre. Dabei ist vom FC Lachen/Altendorf mit Zek Gjocaj ein einheimischer Spieler an die Linthstrasse gekommen. Zweifelsohne wird er als Verteidiger viel von Routinier Kim Jaggy auf seiner Position profitieren können. Das Mittelfeld wird neu Yannick Helbling verstärken. Auch er kommt aus der Region, jedoch von ennet des Linthkanals vom FC Eschenbach. Er hat sein Glück zuvor auch schon beim FC Rapperswil-Jona sowie beim FC Schaffhausen versucht.

Starke Offensive

Vor allem in der Offensive ist der FC Tuggen in der laufenden Saison eine Macht. 39 Tore hat Allenspachs Offensivabteilung bereits erzielt. Nur der Nachwuchs des Grasshopper Clubs hat in der gesamten ersten Liga mehr geschossen, nämlich deren 43. Bemerkenswert ist aber, dass keiner der Stürmer, weder Dardan Morina (10 Treffer), Jakup Jakupov (8) und Genc Krasniqi (7) in den vorderen Rängen der Torschützenliste anzutreffen ist. Mit 17 erzielten Toren steht Delémonts Camara an erster Stelle der treffsichersten Fussballer der ersten Liga. «Wir müssen wie immer schon bescheiden und auf dem Boden bleiben», warnt Allenspach. Denn sowohl Jakupov wie auch Krasniqi werden noch länger wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung stehen. Ob Jakupov diese Saison noch auflaufen kann, ist eher fraglich. Der Einbau der neuen Spieler, zumal sie noch jung und teilweise auf diesem Niveau noch unerfahren sind, ist sicher eine der Baustellen an der Linthstrasse. «Eine solche Verpflichtung ist sicherlich auch eine Investition in die Zukunft, schnelle Resultate sind da nicht immer zu erwarten», erklärt Allenspach.

Schritt für Schritt

Für eine gute Integration hat sicher auch das Trainingslager in Spanien gesorgt. «Alles war tipptopp. Wenn die Sonne scheint, ist es sowieso einfacher», lacht Tuggens Übungsleiter. Natürlich warnt der 50-Jährige vor der vermeintlich guten Ausgangslage in der Tabelle und will noch nichts von einem Blick auf die Aufstiegsspiele wissen. Es geht nun darum, die Frühjahrsrunde Schritt für Schritt anzugehen. Das bedeutet, dass am Samstag zuerst das Spiel auf der Allmend Brunau gegen Red Star zu gewinnen ist. «Red Star ist immer motiviert gegen uns», weiss Allenspach. Das hat auch das Hinspiel an der Linthstrasse bewiesen. Im August 2019 gabs die eine der beiden Niederlagen (0:3) und nach acht Minuten flog Krasniqi schon vom Platz. «Ein solches Szenario gilt es am Samstag zu vermeiden», so der Trainer. «Wir müssen einfach darauf achten, dass wir das umsetzen, was uns in der Vorrunde so stark gemacht hat.» Namentlich das Kollektiv der mannschaftlichen Geschlossenheit gelte es hervorzuheben. «Jeder muss sich in den Dienst der Mannschaft stellen.» Klappt das, so dürften die Gegner weiterhin nur Tuggens Sohle von hinten in der Tabelle sehen.

Red Star – Tuggen Samstag, 16 Uhr, Allmend Brunau

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