Nach dem 1:3 Rückstand aus dem Hinspiel in Lausanne unter der Woche verdienten sich die Märchler mit einem 4:1-Heimsieg die Aufstiegsrunde gegen Etoile Carouge.

von Tobias Akermann, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

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Er kanns immer noch: Javier Santana avancierte am Samstag mit unermüdlichem Einsatz und zwei Toren zum Matchwinner. (Bild: Carlo Stuppia)  


Es war kein Spiel für schwache Nerven. Die Partie zwischen Tuggen und Lausanne U21 war an Spannung kaum auszuhalten. Die Gäste aus dem Waadtland agierten zu Beginn äusserst abwartend und liessen Tuggen in dessen eigener Spielhälfte gewähren. Das Mittelfeld wurde mit hohem Aufrücken sehr eng gemacht. Platz, um das Spiel zu entwickeln, blieb den Märchlern praktisch keiner. Immer wieder tappte vor allem Dardan Morina in die Offside-Falle. Das Heimteam war gewillt, mit einem frühen Tor die Wende einzuläuten. Einem Torerfolg am nächsten kam Petar Ugljesic mit seinem Schuss, der knapp am Pfosten vorbeizischte. Es blieb für Tuggen ein Geduldspiel. Das Team Vaud ruhte sich auf dem Vorsprung aus dem Hinspiel aus und war nach vorne praktisch harmlos. Die einzige gefährliche Offensivaktion der Gäste in der ersten Halbzeit war eine Einzelaktion, abgeschlossen mit einem Lattenschuss aus dem Nichts heraus.

Kurz vor der Pause eröffnete Javier Santana den Torreigen. Unwiderstehlich zog er der Waadtländer Verteidigung davon und bezwang Torhüter Falk in dessen weiter, tiefen Ecke.Die Führung hatte sich abgezeichnet.Die Gastgeber gaben sich damit nicht zufrieden und drückten bei sommerlichen Temperaturen weiter auf das Tempo. Das sollte sich auszahlen. Quasi mit dem Pausenpfiff traf Dario Stadler mit einem direkt verwandelten Eckball zur eher glückhaften Zweitore-Führung. Torhüter Falk reklamierte vergeblich eine Behinderung.

Sich selbst nochmals in Schwierigkeiten gebracht

Mit diesem Resultat hatte Tuggen die Hypothek vom Hinspiel wettgemacht und wäre für die Finalrunde qualifiziert gewesen. Wäre, denn Tuggen machte es selbstverschuldet noch einmal spannend. Das Nachwuchsteam aus Lausanne war nun gezwungen, mehr für das Spiel zu machen und agierte eine Spur offensiver. Diese Spielweise wurde belohnt. Nach einem zu kurzen Rückpass vom eher glücklosen Luca Lanzendorfer kam FCT-Torhüter Marty beim Herauslaufen einen Tick zu spät und fällte den heranrennenden Gegner im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Loris Mettler sicher zum 2:1. Nun mussten die Märchler ein weiteres Tor nachlegen, um das drohende Saisonende abzuwenden. Tuggen bewies viel Moral und hielt den Druck aufs gegnerische Tor hoch. Der wirblige Dardan Morina konnte im Strafraum nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Routinier Javier Santana hielt dem Druck stand und verwertete den zweiten Foulelfmeter eiskalt.

Dritter Penalty entschied

So musste die Verlängerung eine Entscheidung bringen. In den zusätzlichen 30 Minuten war Tuggen das bessere Team,nicht zuletzt,da Trainer Ilija Borenovic schon alle Auswechslungen frühzeitig vollzogen hatte. Er konnte einen weiteren Ausfall seines Teams wegen Krämpfen nicht mehr ersetzen. Tuggens Stürmer Dardan Morina hatte noch genügend Kraft und wurde im Strafraum wieder mit einem Foulspiel gebremst. Den Strafstoss verwandelte der Gefoulte gleich selbst und traf zum umjubelten 4:1. «Ein schöner Tag für uns», meinte FCT-Trainer Adrian Allenspach nach dem Spiel. «Wir hatten heute das Glück und das Momentum auf unserer Seite und viel Moral bewiesen.»

«Jetzt ist alles möglich, die Tagesform wird in den kommenden zwei Aufstiegsspielen ein entscheidender Faktor sein.»
Javier Santana
Doppeltorschütze FC Tuggen

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