Noch sitzt im FCT-Spielsystem nicht alles, aber das ist normal. Trainer Adrian Allenspach hält sich mit Zielen vornehm zurück.

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"...uns neu beweisen.": Adrian Allenspach will Stabilität ins Team bringen und sich mit dem FCT im Vergleich zur letzten Saison steigern. (Bild: Carlo Stuppia)

von Roger Züger, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

Kurz war sie, die Fussballpause – zumindest wenn man die WM sowie die schon wieder angelaufene Champions-League-Qualifikation dazurechnet. Nun startet morgen Samstag bereits auch der FC Tuggen in seine Erstligasaison, die zweite nach dem Abstieg aus der Promotion 2017. Und er tut dies mit Altbewährtem: mit Adrian Allenspach an der Seitenlinie. Zehn Jahre lang (2007 bis 2016) coachte der inzwischen 48-Jährige den FC Tuggen und führte ihn zwischenzeitlich unter die besten 25 Teams der Schweiz, ehe er im November 2016 das Feld räumte. Ein Jahr später, im November der abgelaufenen Meisterschaft, übernahm er als Ersatz für den entlassenen Danijel Borilovic.

Adrian Allenspach konnte wieder ein Team nach seinen Wünschen zusammenstellen. Das Ziel: «Eine bessere Saison als die vergangene», sagt Allenspach trocken. Auf die Äste hinaus wagt er sich nicht, er weiss, dass vieles passieren kann. Zu erfahren ist er; als Spieler, als Trainer, als Fussballexperte. «Grosse Töne werden von uns keine kommen. Wir müssen Stabilität in die Mannschaft bringen, uns neu beweisen.»

Kim Jaggys Debüt beim FCT

Fünf Neuzugänge sind im Sommer gekommen, genau die gleiche Anzahl, die den FCT nach Saisonschluss verlassen hat. Ein Name ragt hervor und verdient durchaus das Prädikat Transfercoup: Kim Jaggy. Eigentlich hatte der 35-Jährige nach seinem zweijährigen Engagement beim FCRJ seinen Rücktritt bekanntgegeben. Doch jetzt spielt er an der Linthstrasse. «Ich

war schon lange mit ihm in Kontakt, schon bevor er zu Rappi ging – nun hat es geklappt, aber das dauert halt manchmal Jahre», führt Allenspach aus. Über 300 Super-League- und Challenge-League-Partien hat der schweizerisch-hawaiianische Doppelbürger auf dem Buckel, spielte unter anderem in Griechenland (Xanthi; 1.Liga) und in den Niederlanden (Sparta Rotterdam; 2.Liga).Viel Erfahrung ist mit Jaggy nach Tuggen gekommen, Erfahrung, die auch den jungen Spielern viel mit auf dem Weg geben wird. «Er ist überall einsetzbar, das ist ein grosser Vorteil – und ich bin wirklich froh, hat er den Weg nach Tuggen gefunden», sagt Allenspach über den in Uznach wohnhaften Jaggy. Die weiteren Zuzüge heissen Alessandro Merlo (Torhüter), der vom SCCham für Fabian Fellmann gekommen ist, Sead Jakupovic (SC Brühl) sowie die beiden Spieler vom FC Bazenheid – nach einer langen Profikarriere 2002 Allenspachs letzte Station als Spieler –, Zoltan Farkas und Bendegüz Györky.

Damit kann das Team auf einer guten Basis aufbauen, nicht zuletzt deshalb, weil mit Dario Stadler, Raymond Tinner, Jakup Jakupov oder etwa Javier Santana langjährige FC-Tuggen Spieler nach wie vor für die Märchler spielen.Für Santana ist es gar bereits die neunte Saison bei den Tuggnern. Mit 235 Meisterschaftspartien für den FCT ist der 29-Jährige mit Abstand der Dienstälteste im Allenspach-Kader.


Zwiespältige Vorbereitung

Noch ist das Team aber nicht eingespielt, dass weiss auch Allenspach. Die Vorbereitungspartien hinterlassen einen «zwiespältigen Eindruck». Viele Tore, hüben wie drüben. «Aber das ist auch wichtig. So kann man einen Fehler besprechen und daraus lernen – das andere nützt nichts», sagt Allenspach. Eine Grossbaustelle sieht er allerdings keine. «Es

ist ein bisschen von allem. Das gilt es jetzt, in den Griff zu bekommen und nach und nach zu verbessern.» Die Grundregel sei aber sowieso immer dieselbe: «In der Defensive sauber stehen und wenig zulassen.» Zu viel Zeit darf aber nicht verstreichen, bis sich die Spieler auf dem Platz blind vertrauen können. Zum Auftakt empfängt Tuggen Gossau, das sich in der abgelaufenen Meisterschaft auf dem starken vierten Rang klassierte. Im Anschluss folgt das Derby gegen Aufsteiger Linth, das den FCT bereits in einem Testspiel 3:1 geschlagen hat. «Linth ist stark, aber das hat man erwarten können – der Aufstiegselan ist nach wie vor da, alle werden sich in Acht nehmen müssen. Aber es ist toll, ein Derby zu haben, erst recht für die Zuschauer», freut sich Allenspach.

Ob es Tuggen schafft, nach zwei missratenen Saisons wieder an den Erfolgsjahren anzuknüpfen, wird sich zeigen.Sicher ist: Tuggen hat ein Kader, um in der 1. Liga zu bestehen – und das ist der erste Schritt für eine Zukunft im seichten Gewässer.

 

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           FC Gossau - FC Tuggen               
gossau sg vs. tuggen

3:1
 
27' Yannick Stacher (1:0)
51' Stjepan Vuleta (2:0)
52' Jakup Jakupov (2:1)
82' Robin Estermann (3:1)
 

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