mit Felix Huber sprach Andreas Züger, March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Tuggen hatte am Sonntag keine Probleme, gegen ein formschwaches Thalwil einen klaren 4:0-Sieg einzufahren. Dieser Sieg war im Abstiegskrimi – von fünf Teams mit 31 Punkten erwischte es Seuzach aufgrund der Tordifferenz – elementar. Hätte der FCT verloren, wäre er abgestiegen. Präsident Felix Huber blickt auf eine schwierige Saison zurück. Nun soll es wieder aufwärts gehen.

Waren Sie je so nervös vor einem Spiel des FC Tuggen?
Nein. Es ging auch noch nie um so viel. Früher vor den Aufstiegsspielen war ich jeweils auch nervös, aber das war eine positive Nervosität.

Ab wann glaubten Sie daran, dass es klappt mit dem Klassenerhalt?
Daran geglaubt habe ich immer. Nur konnte man sich nie zu 100 Prozent sicher sein. Tatsache ist ja, dass wir bei einer Niederlage abgestiegen wären.Aber der Klassenerhalt stand nie auf der Kippe. Auf den anderen Plätzen lief es zu Beginn für uns. Und als unsere Konkurrenten im Abstiegskampf ausglichen oder in Führung gingen, lagen auch wir in Front. Nach dem 2:0 von uns wurde ich ruhig.

Es stellt sich trotzdem die Frage: Was wäre passiert, wäre der FCT abgestiegen? Anders ausgedrückt: Wurde am Samstag um die Zukunft des Vereins gespielt?
Das ist übertrieben. Es war einfach sehr wichtig. Nach 32 Jahren in der 1. Liga hätte ich mir ein Fall in die 2. Liga nicht vorstellen können.

Wie wäre es weitergegangen? Das weiss ich nicht. Wenn es hätte sein müssen, hätten wir sowieso alles ändern müssen. Es hätte nichts gebracht, zu planen.

Wie geht es jetzt weiter? Jetzt sind wir wieder voll motiviert für die nächste Saison. Es ist zu früh, ein konkretes Ziel zu stecken. Sicher ist aber: Eine solche Saison will ich nicht mehr erleben. Sie gingen mit Trainer Danijel Borilovic in die Saison. Ein Fehlgriff. Was hätte man sonst alles besser machen können? Es war die schwierigste Saison in der Geschichte des Vereins. Zu Beginn hatten wir aber das Gefühl, alles richtig gemacht und eine gute Mannschaft zu haben.Ich hoffe,dass ich dieses Gefühl im Juli wieder habe. Wir werden aber nicht alles auf den Kopf stellen.

Bruno Berner,mit dem Sie den Vertrag im Sommer 2017 nicht verlängerten,stieg mit Kriens in die Challenge League auf …
Er hat bei Kriens andere Voraussetzungen. So viel ich weiss, ist er als Profi angestellt. Er hat acht Stunden Zeit am Tag,bei uns hatte er diese Zeit nicht.Wir sind ein Landclub.Die Arbeit eines Trainers geht weit über die Trainings hinaus. Ich glaube nach wie vor, dass Berner nicht der Richtige für uns gewesen wäre.

Nun ist Allenspach wieder im Amt. An ihm wissen Sie, was sie haben. Nicht nur das. Er ist die in meinen Augen beste Lösung.

Wird er das Team zusammenstellen? Adi ist ganz klar federführend. Aber wir stehen täglich in Kontakt.Ich muss ja schauen, ob es machbar ist und das Okay geben.

Kann man schon etwas Konkretes zu Veränderungen im Kader sagen? Dominik Schiendorfer, Davide D’Acunto, Geoffrey Le Bigonsan und Goalie Fabian Fellmann werden uns verlassen. Es werden noch zwei, drei weitere Abgänge dazukommen. Die muss es auch geben, wenn wir neue Spieler holen wollen.

Ein Blick in die Kristallkugel: Wo steht der FC Tuggen in fünf Jahren?
Das weiss ich nicht. Wir schauen von Jahr zu Jahr. Und nun versuchen wir, wieder an der Spitze mitzumischen. Nicht wie früher, als ein Rang unter den besten zwei fast garantiert war. Und wir sagen auch nicht mehr wie vor dieser Saison, dass wir in die Aufstiegsspiele wollen. Aber die Entwicklung sollte vorwärts gehen.

Vorwärts heisst: Promotion League …
Wir spielten ja fünf Jahre dort. Wenn wir das Glück hätten, nochmals dort raufzukommen, würden wir sicherlich mittun. Ist diese immer professionellere Liga nicht ein Level zu hoch für Tuggen? Es ist sicher schwierig, aufzusteigen und sich dort zu behaupten, denn die Liga wird immer professioneller. Wir aber nicht. Wir sind und bleiben Amateure, bei uns arbeiten alle Spieler. Und ich muss es immer wieder sagen: Wir sind die beste 1.-Liga-Mannschaft der letzten Jahre. Der ganzen Schweiz, nicht nur der Region Zürich. Alles kann also nicht falsch gewesen sein, was wir gemacht haben.

 

 
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