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Tuggen holt sich in extremis einen Punkt

Nach drei Niederlagen in Folge erkämpfte sich Tuggen am Samstag bei Thalwil einen Punkt. Das 1:1 kam erst tief in der Nachspielzeit zustande. In der 94. Minute erlöste Luis Gutierrez seine Farben mit einem Kopfballtor.

von Tobias Akermann

Es war das erwartet harte Auswärtsspiel auf einem schwer bespielbaren Terrain. Tuggen kam zu Beginn des Spiels besser mit dem holprigen Rasen zurecht und war in den Startminuten das bessere Team. Aber wie so oft in dieser Saison taten sich die Märchler im Abschluss schwer. Weder Petar Ugljesic, nach einer einstudierten Freistossvariante, noch Dardan Morina, er scheiterte alleine vor dem Thalwiler Schlussmann, waren in der Lage, die frühe Führung zu erzielen.
Es wurde schnell klar, dass es ein Spiel war, welches über den Kampf entschieden wird. Thalwil war äusserst giftig in den Zweikämpfen und unterband so die Angriffe von Tuggen. Die Elf von Danijel Borilovic hielt gut dagegen und nahm die Zweikämpfe an, so blieb es ein Spiel, das mehrheitlich im Mittelfeld stattfand und wenige Höhepunkte bot. Tuggen war das spielerisch bessere Team, konnte jedoch keinen Profit daraus schlagen. Thalwil versuchte mit schnell ausgetragenen Kontern die Abwehr von Tuggen zu beunruhigen, allerdings stand die Defensive von Tuggen solid.

Gegentor nach dem Seitenwechsel

Nach dem Pausentee kam Thalwil richtig entschlossen aus der Kabine und erwischte die beste Viertelstunde des Spiels. Tuggen war in einem kollektiven Tiefschlaf und kassierte prompt den Gegentreffer, der sich abgezeichnet hatte. Zuerst bekundete Thalwil bei zwei Pfostenschüsse innert zwei Minuten Pech. In der 54. Minute durfte dann das Heimteam doch noch jubeln. Nach einem folgenschweren Ballverlust von Santana in der Vorwärtsbewegung schalteten die Thalwiler sofort um und erzielten durch Cerjak den Führungstreffer. Mit fortlaufender Dauer wurde das Spiel noch ruppiger, und die Zweikämpfe wurden immer öfters im Grenzbereich Erlaubtes/Unerlaubtes geführt. Tuggen versuchte alles, um die Niederlage abzuwenden und erhielt in den Schlussminuten nochmals die Möglichkeit dazu. Nachdem Petar Ugljesic der Abwehrreihe von Thalwil entwischte und alleine auf den Thalwiler Schlussmann loslaufen konnte, wusste der sich nur noch mit einem Notbremse-Foul knapp vor der Strafraumgrenze zu helfen. Klares Verdikt – rote Karte. Weil Thalwil zu diesem Zeitpunkt das Wechselkontingent aufgebraucht hatte, musste ein Feldspieler ins Tor.

Hektik nach dem Schlusspfiff

Die Nachspielzeit war schon lange angebrochen, als es mit dem letzten Angriff nochmals einen Freistoss für Tuggen gab. Dario Stadler fand den Kopf von Luis Gutierrez. Dieser war mit einem wuchtigen Kopfball erfolgreich und erzielte so den Ausgleich. Die hochemotionale Partie fand dann noch ein unrühmliches Ende. Nach Spielschluss kochten etliche Emotionen über, Nettigkeiten und Provokationen sorgten für eine Rudelbildung, und etliche Spieler und Funktionäre mussten voneinander getrennt werden.

 

Thalwil – Tuggen 1:1 (0:0)
Etzliberg. 189 Zuschauer. – SR: Daniel Werder.
Tore: 54. Cerjak 1:0. 94. Gutierrez 1:1.
Thalwil: Pastore; Nitaj, Murati, Mollet (33. Quarta), Thaqi; Foniqi (70. Kilafu), Hasani, Omerovic (82. Moreira), Cerjak; Coduti, Babic.
Tuggen: Fellmann; Herlea, Avdyli, Gutierrez, Tinner (77. Marjanovic); Santana (57. Murtisi), Renna (67. Stadler), D’Acunto; Jakupov, Morina, Ugljesic.
Bemerkungen: Thalwil ohne Spasojevic (gesperrt); Tuggen ohne Todzi, Uzelac (beide verletzt). Pfostenschuss: 48. Foniqi, 49. Thaqi. Verwarnungen: 8. Tinner, 34. Coduti (beide Foul), 37. Morina, 37. Babic (beide Unsportlichkeit), 46. Murati (Foul), 55. Marjanovic, 75. Cerjak (beide Unsportlichkeit), 89. Avdyli (Reklamieren). Platzverweis: 89. Pastore (Notbremsefoul), 92. Avdyli (zweite gelbe Karte).

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