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Bruno Berner geht, Danjiel Borilovic kommt


Der FC Tuggen wird, das ist so gut wie sicher, Ende Saison absteigen und in der 1. Liga Classic einen Neuanfang machen. Der prominente Trainer Bruno Berner wird dabei keine Rolle spielen.

von Roger Züger und Andreas Züger

Es war ein Paukenschlag. Im November 2016 trat Adrian Allenspach als Trainer des FC Tuggen zurück. Per sofort. Der erfolgreichste Trainer der Vereinsgeschichte hinterliess im Club eine grosse Lücke. Diese war so gross, dass sie nicht einmal von Bruno Berner gefüllt werden konnte. Berner, der ehemalige Bundesliga- und Premier-League-Profi, der Nationalspieler. Ein Fachmann, ohne Zweifel. Der Turnaround gelang aber auch ihm nicht.
Berner kam dem Ligaerhalt mit einer im Winter elementar verstärkten Mannschaft zwar näher. In entscheidenden Momenten aber war seine Mannschaft nicht gut genug.
Rechnerisch ist der Verbleib in der Promotion League zwar noch möglich. United Zürich und die Old Boys müssten zweimal verlieren. Und der FC Tuggen müsste zwei Siege in
Folge einfahren. Ein Kunststück, das dem FCT in dieser Spilezeit nie gelungen ist. Egal ob Spieler, Trainer oder Funktionäre: An den Klassenerhalt glaubt niemand mehr.


Berner: «Ich akzeptiere den Entscheid»

Es darf bezweifelt werden, dass es einem anderen Trainer gelungen wäre, die Liga zu halten. Der designierte Abstieg darf denn auch nicht Bruno Berner angelastet werden. Dies weiss auch Felix Huber, Präsident des FC Tuggen. Und dennoch muss Berner den Verein verlassen. Es hat schlicht nicht gepasst. «Wir wollen nächste Saison einen Neuanfang. Deswegen haben wir den Vertrag mit Bruno Berner nicht verlängert», kommentiert Huber seinen Entscheid. «Berner hat die Nachricht sportlich aufgenommen und versprochen, dennoch bis Ende Saison vollen Einsatz zu geben.»
«Ja, ich habe den Entschied sportlich aufgenommen», bestätigt Bruno Berner. «Es geht ja auch um den Sport. Ich hätte gerne weitergemacht, aber ich akzeptiere den Entscheid.» Der 39-Jährige ist überzeugt, dass er alles versucht und möglich gemacht -habe, was eben möglich war. Dennoch hat er es als Feuerwehrmann nicht geschafft, den Brand zu löschen. «Ich habe eine Mannschaft
übernommen, die ich nicht zusammengestellt habe. Die Probleme liegen vor allem in den beiden Strafräumen. Da verfügen wir über zu wenig Qualität», sagt Berner. Er habe versucht, sein Wissen weiterzugeben und gewusst, auf was er sich einlasse. «Aber ich hatte nichts zu verlieren, wir hatten nichts zu verlieren. Wir haben gekämpft, Fortschritte gemacht. Aber die Wahrheit ist, wo du am Ende stehst.»

«Sehr gute Referenzen»

Huber setzte die Mannschaft am Montag vor einer Woche darüber in Kenntnis, dass -Berner gehen muss. Warum mitten im Abstiegskampf, vor dem kapitalen Spiel gegen Bavois? «Ich wollte reinen Tisch machen», sagt Huber. «Wir brauchen ja sowieso einen neuen Trainer. Und ich wollte nicht hinter dem
Rücken von Bruno Berner mit Kandidaten verhandeln.»
Felix Huber sass mit mehreren Trainern zusammen. Überzeugen konnte ihn letztlich Danijel Borilovic (siehe Kasten). Der Zürcher ist jung, wird morgen Donnerstag erst 33 Jahre alt. Für Huber kein Problem. «Borilovic wurde mir mehrfach empfohlen, er hat sehr gute Referenzen. Er ist fachlich sehr gut, hat bereits Erfolge
gefeiert und wirkt sehr enthusiastisch.»

Einige Wechsel

Momentan laufen mit verschiedenen Spielern Gespräche für mögliche Engagements über die Saison hinaus. Es liegt aber auf der Hand, dass es einige Wechsel geben wird. Felix
Huber ist jedoch bestrebt und auf gutem Weg, die Verträge einiger Schlüsselspieler in den nächsten Tagen zu verlängern.

In kurzer Trainerkarriere bereits zweimal aufgestiegen
Mit Danijel Borilovic
(wird morgen 33) hat der
FC Tuggen einen jungen, ambitionierten Trainer verpflichtet. Borilovic trainiert aktuell den FC Seefeld. Der Stadtzürcher Verein wird sich Ende Saison vom Amateur-Spitzenfussball zurückziehen und in der 2. Liga einen Neustart wagen. Der neue Tuggner Coach begann seine Trainerkarriere bei den Junioren des FC Schwamendingen. Mit Drittligist Wallisellen stieg er am Ende in die 2. Liga auf und erreichte den Final des Regionalcups. Anschliessend übernahm er den FC Seefeld, mit dem er Ende Saison 2015/16 den Aufstieg in die 1. Liga Classic feiern konnte. (azü)

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