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Lange Reise für Tuggen

 

Dem FC Tuggen steht mit der Partie bei Stade Nyonnais eine schwere Auswärtspartie bevor

300 Kilometer – diese Strecke müssen die Tuggner für das Spiel bei Nyon zurücklegen. Die samstägliche Ausfahrt soll aber «kein Reisli zum Vergnügen werden», wie Trainer Bruno Berner sagt. «Wir wollen und brauchen Punkte.». Es dürfte aber schwierig werden, Punkte aus dem Centre sportif de Colovray zu entführen. Aus jener Spielstätte also, in der Tuggen in fünf Jahren Promotion League nie gewinnen konnte. Nur einmal, im August 2015, gab es einen Punkt (1:1). Der letzte Sieg Tuggens gegen Nyon reicht gar bis ins Jahr 2014 zurück. Damals gewannen die Märchler zu Hause 5:1.
Tuggen ist gut beraten, auf den Heimsieg gegen Brühl einen weiteren «Dreier» folgen zu lassen. Ansonsten werden sie im Kampf gegen den Abstieg bald abgeschrieben. Nyon hingegen braucht ebenfalls Punkte, gehören die Waadtländer doch neben Kriens und Rapperswil-Jona zu den Anwärtern auf den Aufstieg. (rzü)

Stade Nyonnais – Tuggen
Samstag, 16.30 Uhr, Centre sportif de Colovray

Tuggen kann es doch noch


Der FC Tuggen gewann am Samstag zu Hause gegen den SC Brühl mit 2:1 Toren.
In der Tabelle hat sich nichts verändert, in den Köpfen der Spieler jedoch schon.

von Roger Züger

Bruno Berner hat es geschafft. Der Trainer des FC Tuggen führte seine Mannschaft, nachdem sie am 1. Oktober das letzte Mal gewonnen hatte (4:3), nach 168 Tagen auf die Siegstrasse zurück. Vor eigenem Anhang gewann der Tabellenletzte gegen den Sportclub Brühl verdient 2:1. Trotz des wichtigen Erfolgs hält Berner, der das Amt Mitte November von Adrian Allenspach übernommen hatte, den Ball flach. «Es ist keine grosse Erleichterung da, weil wir schlicht mehrere Siege brauchen, um aus dem Keller zu kommen», so Berner unmittelbar nach der Partie. Aber für ihn sei es enorm wichtig, dass die Jungs wieder einmal ein Erfolgserlebnis zu feiern haben.

Und dieses haben sie sich redlich verdient, auch Berner, der die Startformation im Vergleich zum Spiel gegen Old Boys vor Wochenfrist gleich auf drei Positionen veränderte. Javier Santana, Marsel Stevic – mit acht Treffern der beste Tuggner Torschütze – und Davide D’Acunto mussten Dario Stadler, Anes Zverotic und Dominik Kuhn Platz machen. Die Wechsel verfehlten ihre Wirkung nicht.


Nicht alle Chancen genutzt


Zwar waren die Gäste in der Startviertelstunde die aktivere und gefährlichere Mannschaft, doch Tuggen konnte sich auf einen stark agierenden Fabian Fellmann im Tor verlassen. Der ehemalige U19-Nationalspieler entschärfte dreimal, bevor die Tuggner überhaupt das erste Mal in der Nähe des gegnerischen Tors gestanden hatten. Danach drehten sich die Kräfteverhältnisse jedoch, und Tuggen war klar spielbestimmend. Belohnt wurde der engagierte und kämpferische Einsatz bereits nach knapp einer halben Stunde, als Zverotic aus rund 20 Metern abzog und seine Farben in Führung schoss. Der kleingewachsene Stürmer hätte sich nach dem Seitenwechsel mittels Penalty gar zum Doppeltorschützen küren lassen können. Der Elfmeter, der wegen Handspiel nach einem Schuss von Stadler zurecht gepfiffen wurde, war für Brühls Schlussmann Arianit Lazraj allerdings leichte Beute.
Aber Tuggen liess sich nicht aus dem Konzept bringen. Das Team agierte als Einheit, stand kompakt und machte den immer stärker werdenden St. Galler das Leben schwer. Fast keine Mühe bekundete die Tuggner Viererabwehrkette mit dem Innenverteidiger-Duo Peters/Schiendorfer. Im Mittelfeld überzeugte Dominik Kuhn mit einem riesigen Laufpensum, Dario Stadler mit guter Arbeit in der Defensive und Offensive, Vilson Doda mit unermüdlichem, kämpferischem Einsatz und Leonel Romero als Lenker und Denker im Aufbauspiel. Der ehemalige GC-Akteur spielte über 90 Minuten keinen Fehlpass, war stets anspielbar und verteilte die Bälle gekonnt. «Er ist eine enorme Aufwertung für unser Mittelfeldspiel. Ein Spielgestalter. Genau das hat Tuggen gebraucht», lobte Berner. Und vorne standen mit Zverotic und Jusuf Shala zwei Stürmer, die sich beide als Torschützen feiern lassen konnten. Denn Shala erhöhte auf 2:0 (74.), nachdem ihn Schiendorfer mit einer 50-Meter-Flanke bedient hatte, er allen davoneilte und eiskalt einnetzte.
Anschlusstreffer in der Nachspielzeit


Und auch wenn Brühl in der Schlussviertelstunde mehr Risiko nahm und die Platzherren in die eigene Zone drückten, geriet der Sieg nie richtig in Gefahr. Zwar erzielte Samel Sabanovic den Anschlusstreffer, jedoch erst tief in der Nachspielzeit. Tuggen hätte zwar noch höher gewinnen können. Aber: «Würden wir immer das Optimum herausholen, stünden wir nicht da, wo wir zurzeit stehen», erklärte Berner und fügte an, dass man viel in diesen Abnützungskampf investiert und verdient gewonnen habe.
In der Tabelle ändert sich für Tuggen – trotz des Sieges – allerdings nichts. Denn die direkte Konkurrenz sicherte sich ebenfalls Punkte: Bavois drei gegen Cham (2:1), YF Juventus einen überraschenden gegen Leader Kriens (3:3). Der FC Tuggen hat somit sechs Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz, so viel, wie zuvor. Tuggen hat jedoch enormes Selbstvertrauen gewonnen – so wie schon lange nicht mehr.

 

Tuggen – Brühl 2:1 (1:0)

Linthstrasse, 190 Zuschauer. – SR: Simona Ghisletta.

Tore: 20. Zverotic 1:0. 74. Shala 2:0. 93. Sabanovic 2:1. 

Tuggen: Fellmann; Tinner (46. Senn), Peters, Schiendorfer, Herlea; Doda, Romero, Stadler, Kuhn; Shala, Zverotic (87. Santana). 

Brühl: Lazraj; Franin (89. Lanzendorfer), Jakupovic, Atila, Pontes (12. Scherrer); Huber, Riedle, Nguyen, Guarino; Gaye (59. Panella), Sabanovic.

Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Todzi, Al Obiadi (alle verletzt), Istrefi (gesperrt), Piperno (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 25. Peters (Foul), 45. Franin (Foul), 65. Atila (Foul), 74. Nguyen (Foul), 79. Stadler (Foul). 82. Stevic (Unsportlichkeit). 

Vor eigenem Anhang zum Siegen zurückkehren

Morgen empfängt der FC Tuggen den Sportclub Brühl. Beim ersten Heimspiel 
der Frühlingsrunde will auch Daniel Senn wieder auflaufen.

von Roger Züger

168 Tage. So lange dauert die aktuelle Durststrecke des FC Tuggen. So
lange ist es her, seit der Promotion Ligist aus der March das letzte Mal
einen Vollerfolg feierte. Fast sechs Monate ­ die Hälfte davon pausierte
der Meisterschaftsbetrieb allerdings. Dennoch ist seit den neun
dazwischenliegenden Partien, die seit dem Sieg gegen Cham gespielt wurden
und nur drei Unentschieden einbrachten, viel Zeit vergangen. Bruno Berner,
seit Mitte November Trainer des FC Tuggen, wartet noch auf seinen
ersten «Dreier» mit den Weiss-Blauen. Was hat sich eigentlich genau
verändert, seit Berner in Tuggen das Sagen hat? «Vor allem mental ist ein
Ruck durch die Mannschaft gegangen», sagt Daniel Senn. Aber es sei ein
Prozess, weil das vergangene Jahr nach wie vor präsent sei. «Die negativen
Erlebnisse, die Erfolglosigkeit und auch viel Pech. Wir müssen wieder
lernen, zu gewinnen», so der Captain, der dem Team zum Auftakt der
Frühlingsrunde nicht zur Verfügung stand. Ein Trainingsrückstand zwang den
33-Jährigen, der seit 2009 für Tuggen spielt, zum Zuschauen.

«Uns klebt das Pech an den Füssen»


Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, den der FC Tuggen aufgrund eines unnötigen Gegentors verlor: Der FCT bezog am Samstag gegen die Old Boys eine schmerzliche 0:1-Niederlage.

von Andreas Züger

Die gute Nachricht des Wochenendes aus Tuggner Sicht:
United Zürich und Bavois, die beiden Hauptkonkurrenten des FCT im Kampf gegen den
Abstieg, kamen zu keinen Punkten. Bavois war beim Leader Kriens chancenlos (0:3), und das auf die Rückrunde völlig neu formierte United Zürich verlor in La Chaux-de-Fonds trotz 2:1-Halbzeitführung letztlich mit 2:4. Die schlechte Nachricht des Wochenendes aus Tuggner Sicht: Der FCT konnte aus den Niederlagen der Zürcher und Waadt-länder keinen Profit ziehen und verlor bei den Basler Old Boys mit 0:1.

Das zweite von 13 Endspielen


Der Kampf um den Ligaerhalt geht für Tuggen morgen Nachmittag in die nächste Runde.
Die Märchler reisen nach Basel zu den Old Boys.

von Andreas Züger

Wir haben nun 13 Endspiele», sagte Rückkehrer Patrick Peters vor der ersten Meisterschaftspartie des Jahres. Das erste Endspiel gegen die zweite Mannschaft des FC Zürich -konnte aus Tuggner Sicht zwar nicht gewonnen werden. Dank dem 2:2-Ausgleich des Tuggner Topskorers Marsel Stevic kurz vor Abpfiff konnte aber ein Punkt ins Trockene gebracht werden. Ein Punkt. Immerhin.
Mit dem Remis konnte der Abstand zu den grössten Tuggner Konkurrenten im Abstiegskampf zumindest
minimal verringert werden.Und: Die 18. Runde verlief ansonsten vollends zugunsten der Mannschaft von Bruno Berner. United Zürich verlor im Heimspiel gegen Nyon 0:3, Bavois zu Hause gegen Breitenrain auch zu null (0:2).

YF Juventus musste sich ebenfalls vor eigenem Anhang geschlagen geben (1:2 gegen La Chaux-de-Fonds) und sich von den Neuenburgern in der -Tabelle überholen lassen. Und die Old Boys steckten im Basler Stadtderby gegen die Reserven des grossen FC Basel eine aus ihrer Sicht unnötige 0:2-Niederlage ein.
Die Old Boys wollen diese Pleite im Heimspiel gegen Tuggen wettmachen. Für die Basler, die nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt sind, zweifelsfrei ein wichtiges Spiel – für den FCT ist es aber, wie Peters gesagt hatte, «ein Endspiel».


Anschluss in Reichweite


Es könnte wieder eine Runde für Tuggen geben. Bavois und United -Zürich gelten neben Tuggen als die grössten Abstiegskandidaten. Bavois (auswärts gegen Leader Kriens) und United Zürich (auswärts bei La Chaux-de-Fonds) erwarten aber am Samstag -äusserst schwierige Aufgaben. Vorausgesetzt Tuggen siegt und Bavois wie auch United Zürich gehen am Wochenende leer aus, wäre der Rückstand der Märchler auf einen Nichtabstiegsplatz von schier unmöglich wettzumachenden sieben auf bereits nur noch drei Zähler gesunken. Auf der Schützenmatte mitten in der Stadt Basel kann also ein riesiger Schritt nach vorne gemacht werden.


Old Boys – Tuggen
Morgen, 16 Uhr, Schützenmatte

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