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«Wir sind dem Heimpublikum noch etwas schuldig»

Morgen Samstag empfängt der FC Tuggen an der Linthstrasse den FC Red Star aus Zürich. 

Falls FCT-Torhüter Fabian Fellmann seine Form konservieren kann, liegen drei Punkte in Griffweite.  

von Tobias Akermann

Klar, es ist nicht gerade ein Katzensprung nach Tuggen», sagt der in Tägerwilen TG wohnhafte Fabian Fellmann. Aber, so der FCT-Schlussmann: «Mir gefällt es gut in Tuggen, deshalb nehme ich auch den Weg auf mich.» Er bilde jeweils mit -Dario Stadler eine Fahrgemeinschaft, «dann fällt auch der Weg kurzweiliger aus». Bevor er zum FCT kam und den Weg mit Stadler unter die Räder nahm, durchlief Fellmann alle Junioren-stufen beim FC Zürich, von der U16 bis zur U21. Heuer im Februar wechselte der 21-Jährige leihweise vom FCZ-Nachwuchs in die March und wurde diesen Sommer vom FC Tuggen fix -verpflichtet. 

Vor dem ersten Saisonspiel wurde Fabian Fellmann vom neuen Trainergespann Danjiel Borilovic/Costa Vettas zur Nummer eins ernannt, jedoch stellt Fellmann klar: «Ich gebe trotzdem in jedem Training Vollgas und will mich weiterentwickeln – und so auch der Stammtorhüter bleiben.» 

«Es ist mein Job, Bälle zu halten»

Als letzter Mann hat er eine gute Übersicht auf seine Vorderleute und sagt: «Am Anfang der Saison haben wir sicherlich ein wenig Zeit gebraucht, um das umzusetzen, was der Trainer verlangt. Jedoch klappt es mit jedem Spiel -besser.» Was künftig sein wird, darüber macht sich der 185 Zentimeter grosse Schlussmann derzeit aber keine Gedanken, auch nicht über seine fussballerische Zukunft. «Im Moment konzentriere ich mich voll und ganz auf Tuggen, wir wollen eine gute Saison spielen und hoffentlich stehen wir am Ende auf einem der ersten zwei Plätze, die zu den Aufstiegsspielen führen.»

Trotz der offensiven Spielweise, die Neo-Trainer Borilovic vorgibt, ist Tuggen in der laufenden Spielzeit eines der Teams mit den wenigsten Gegentoren. Fabian Fellmann lobt deshalb seine Mitspieler. «Es ist super zu sehen, wie alle gegen den Ball verteidigen. Die Arbeit fängt bei der Rückwärtsbewegung beim Stürmer an und zieht sich bis hin zur Verteidigung durch. Nur so können wir eine kompakte Mannschaft, die bis anhin wenig Gegentore kassierte, stellen.» Angesprochen auf den starken Reflex vom letzten Samstag, mit dem Fellmann die Null und vor allem den Sieg festgehalten hat, sagt er cool: «Es ist meine Aufgabe, Bälle zu halten.» Natürlich sei es immer schön, wenn es eine enorm wichtige Parade sei wie jene am Samstag. «Als Torhüter bin ich meistens der letzte Mann, der noch etwas anrichten kann. Mit dieser Parade ist mir das gut gelungen – und konnte der Mannschaft helfen.»

«Wollen eine Macht werden»

Beim Heimspiel am Samstag gegen Red Star, das nach sieben Spielen mit nur zwei Niederlagen auf dem sechsten Rang liegt, sind Fellmanns Fähigkeiten erneut gefragt. Und: «Wir sind den Zuschauern noch etwas schuldig.» Denn die letzten Heimspiele seien nicht so gut verlaufen, «aber wir wollen auch zu Hause eine Macht werden».

Tuggen – Red Star 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

Tuggen bleibt auswärts eine Macht

Der FC Tuggen blieb am Samstag auch im dritten Auswärtsspiel der Saison
siegreich. Die Märchler landeten bei der zweiten Mannschaft des FC Winterthur einen
unspektakulären 1:0-Erfolg.

von Tobias Akermann

Es war ein eher dürftiges Fussballspiel, das die knapp 200 Zuschauer auf
der Winterthurer Schützenwiese zu sehen bekamen. Sowohl beim FC Tuggen wie
auch bei den Reserven des Challenge Ligisten passte nicht alles
wunschgemäss zusammen.

Tuggen war in Hälfte eins das etwas aktivere Team, jedoch fehlte in den
Spitzen oft die Genauigkeit. Dies sah auch Javier Santana, einziger
Torschütze der Partie, so: «In erster Linie zählt der Sieg. Für uns war
wichtig, dass wir nach der Niederlage vom Samstag eine Reaktion zeigen
konnten. Dies gelang uns, auch wenn der Sieg nur knapp ausfiel.» Der
einzige Höhepunkt der Partie war dann auch Santanas Siegestor. Schon in
der achten Minute konnte der Tuggner Kapitän einen schön vorgetragenen
Angriff über Badalli und Jakupov eiskalt mit einem Schuss unter die Latte
abschliessen.

Fellmann hielt den Sieg fest

Wie so oft in dieser Saison lagen die Tuggner also früh in Führung.
Diesmal gelang es ihnen, den Vorsprung zu verwalteten. Das Gästeteam hatte
im ersten Spielabschnitt gar noch zwei weitere gute Gelegenheiten, die
Führung auszubauen. Doch weder der Abschluss von Dario Stadler (16.) noch
jener von Ugljesic, der einen Lattenschuss verzeichnete, (26.) führten zu
keinen weiteren Toren. Von den jungen Winterthurer kam derweil sehr wenig.
Die grösste Chance vergab Krasniqi (34.), der alleine vor Fellmann den
Ball vertändelte, anstatt den Abschluss zu suchen.
Nach dem Seitenwechsel kam Winterthur etwas besser ins Spiel. Tuggen lief
allerdings nie Gefahr, einen Gegentreffer zu kassieren. So blieb es ein
bescheidenes Spiel, weil auch im Tuggner Offensivspiel die Ideen fehlten.
Mit zwei gut organisierten Viererketten machten die Nachwuchskicker von
Winterthur die Räume sehr eng und liessen keine nennenswerten Chancen zu.
In der Schlussphase warf Winterthur nochmals alles nach vorne und kam
beinahe zum Ausgleich. In der 73. Minute konnte sich Fellmann auszeichnen,
als wieder Krasniqi alleine vor dem Tor stand, jedoch hielt Fellmann mit
einem starken Reflex die Null und den Sieg fest.

«Ein Sieg tut immer gut»

«Es war wichtig, das wir nach dem frühen Führungstor die Null halten konnten.
Diesmal bis zum Schluss, nicht so wie im Spiel gegen Mendrisio, als wir nach
dem Führungstreffer unkonzentriert spielten. In Hälfte zwei haben wir etwas die
Ruhe im Spiel verloren und zu hektisch gespielt. Allerdings tut ein Sieg immer gut, vor
allem nach einer Niederlage», betonte Santana nach dem Spiel.

Zweite Tuggner Heimniederlage in Folge

 

Der neu formierte FC Tuggen hat den Tritt in der 1. Liga noch nicht gefunden. Trotz eines frühen Treffers von Valdet Istrefi mussten die Märchler gegen Mendrisio mit einer 1:2-Niederlage vom Feld. 

 von Beat Hager

 Sechs Tage nach dem hartumkämpften 2:1-Sieg bei Kosova wollte der FC Tuggen seinen starken Gastauftritt in Zürich vor eigenem Publikum bestätigen. Zudem galt es für die Hausherren, die 2:3-Niederlage gegen Gossau aus dem letzten Heimspiel vergessen zu machen. 

FCT-Trainer Danijel Borilovic setzte in der Startformation erstmals in der laufenden Saison auf die beiden Mittelfeldspieler Alessandro Renna und Timo Todzi. Bei Dauerregen fanden nur gerade 200 Zuschauer den Weg an die Linthstrasse. Doch diese sahen einen vielversprechenden Auftakt. Keine sieben Minuten waren gespielt, ehe Tuggen bereits in Front lag. Nach Vorarbeit von Durim Badalli legte Jakup Jakupov das Leder uneigennützig auf für Valdet Istrefi, der mit einem platzierten Schuss und seinem ersten Saisontreffer den frühen Führungstreffer markierte. 

 Passivität wurde bestraft

Mit einer passiven Spielweise verpasste es Tuggen in der Folge, das Spiel weiter zu dominieren. Die Südtessiner fanden dank ihrem spielerischen Übergewicht im Mittelfeld zusehends besser ins Spiel. Ein Freistossball führte in der 32. Minute zum Ausgleich, als Michel Sarr mittels Kopfball FCT-Hüter Fabian Fellmann unglücklich aussehen liess. Die Passivität der Hausherren in der ersten Halbzeit bestrafte Giona Mazzetti kurz vor dem Pausentee mit dem 1:2, wobei sein Sonntagsschuss aus 20 Metern selbst die FCT-Fans beeindruckte. Nach dem Seitenwechsel agierten die Tuggner zweikampfstärker und drängten gegen die physisch starken Gäste auf den Ausgleichtreffer. 

Nach einer sehenswerten Kombination über Badalli und Andrei Herlea vermochte Michael Kabamba Josip Ugljesic im Strafraum nur regelwidrig zu stoppen und der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Penaltypunkt. Javier Santana übernahm die Verantwortung und sah seinen schwach und unpräzise geschossenen Penalty von Andrea Cataldo gehalten. 

 Ball nicht wie gewünscht getroffen

Tuggen warf in der Schlussphase alles nach vorne, um die drohende Niederlage abzuwenden. Viel Pech bekundeten die Einheimischen in der Schlussviertelstunde, als Jakupov aus aussichtsreichster Position den Ball nicht wunschgemäss traf und Sebastiano Croci Torti einen Ugljesic-Schuss in extremis auf der Torlinie abwehrte. So blieb das 1:2 bestehen und Mendrisio reiste mit drei Zählern im Gepäck zurück in die Sonnenstube. 

«Diese Partie war eine Parallele zum Spiel gegen Gossau. Nach einem guten Start haben wir den Gegner aufgebaut. Leider fehlte uns das Wettkampfglück und an der Effizienz müssen wir noch arbeiten», zeigte sich Tuggens Assistenztrainer Costa Vettas enttäuscht.

 

 

Tuggen – Mendrisio 1:2 (1:2)

 Linthstrasse. 200 Zuschauer. – SR: Maxime Odiet.

 Tore: 7. Istrefi 1:0. 32. Sarr 1:1. 43. Mazzetti 1:2.

 Tuggen: Fellmann; Herlea, Tinner, Todzi (88. Murtisi), Badalli; Istrefi (78. Morina), Stadler, Renna (82. D’Acunto), Santana; Jakupov, Ugjesic. 

 Mendrisio: Cataldo; Croci Torti, Noel Kabamuba, Michael Kabamuba (93. Maestri), Gennari ; Lagrotteria (79. Regazzoni), Moscatiello, Mazzetti (76. Perega), Senkal, Vinatzer; Sarr.  

 Bemerkungen: Tuggen ohne Marjanovic, Uzelac (beide verletzt) und Schiendorfer (Ferien). Verwarnungen:
27. Jakupov, 63. Croci Torti (beide Foul), 63. Todzi (Reklamieren), 70. Mazzetti (Foul), 75. Ugljesic, 84. Regazzoni (beide Reklamieren), 89. N. Kabumba (Foul). 57. Cataldo hält Foulpenalty von Santana.

 

 

«Ich erwarte ein hartumkämpftes Spiel»

 

Mit seinen 21 Jahren zählt Rinor Avdyli zu den jüngsten Akteuren im Kader des FC Tuggen. Nach seinem Wechsel vom Ligakonkurrenten Thalwil wurde der Abwehrspieler an der Linthstrasse bestens aufgenommen. 

 von Beat Hager

 Rinor Avdyli ist einer der zahlreichen Neuverpflichtungen beim FC Tuggen.
Er kennt den FCT-Trainer -Danijel Borilovic aus seiner Zeit beim FC Schwamendingen. Als -Borilovic im Sommer das Traineramt des FC Tuggen übernahm, hat er wieder Kontakt mit Avdyli aufgenommen und in zum FCT geholt. «Tuggen ist eine Top-Adresse und verfügt über ein gutes Kader. Dieser Transfer zu diesem ambitionierten Verein ist für mich persönlich ein Fortschritt», sagt der vielseitig einsetzbare Verteidiger. 

Nach seiner fussballerischen Ausbildung bei Schwamendingen führten seine Stationen über den FC Zürich (U18), YF Juventus (Promotion League) sowie Thalwil. Nun will sich der Verteidiger in Tuggen einen Namen machen.  «Vom ersten Training an fühlte ich mich hier wohl. Der Verein hat klare Strukturen und es herrscht ein gutes Klima», zeigt sich der Neuzugang aus Zürich begeistert. 

 Al Abbadie nicht mehr beim FCT

 Nachdem er die gesamte Vorbereitung mitwirkte, stand Avdyli in den ersten vier Meisterschaftspartien als linker Innenverteidiger nicht nur in der Startformation, sondern spielte jeweils über die gesamten 90 Minuten durch. «In der Abwehr bin ich flexibel einsetzbar. Einfach so, wie mich der Trainer aufstellt», betont Avdyli, welcher beruflich in der Immobilienbewirtschaftung in Zürich tätig ist. Morgen Samstag hat er jedoch frei, dann spielt Tuggen zu
Hause gegen Mendrisio. «Wir wollen oben mitmischen und streben nach Möglichkeit die Teilnahme an den -Aufstiegsspielen an. Daher benötigen wir gegen diesen guten und routinierten Gegner drei Punkte, wobei ich eine hartumkämpfte Partie erwarte», blickt Avdyli voraus. 

Allerdings muss Tuggen die nächsten drei bis vier Wochen auf den zuletzt stark aufspielenden Josip Uzelac verzichten. Er hat sich im Spiel gegen Kosova eine Aussenbandüberdehnung zugezogen. Ebenfalls wird gegen die Südtessiner auch der Einsatz von Nikola Marjanovic fraglich sein. Nicht mehr zum Kader Tuggens zählt Abduljabbar Al Abbadie. Der ehemalige Schweizer U19--Internationale verabschiedete sich aus beruflichen Gründen in die USA. 

FCT-Trainer Borilovic überliess für die morgige Partie nichts dem Zufall und liess den Gegner beim Gastspiel in Seuzach beobachten. «Mendrisio verfügt über eine sehr erfahrene Truppe», sagt Borilovic. Dazu zählt etwa der ehemalige Schweizer Internationale Alberto Regazzoni oder der Senegalese Michel Marcelin Sarr – für Erstligaclubs zwei überdurchschnittliche Akteure. «Um weitere drei Punkte zu erkämpfen, müssen wir geduldig auftreten», glaubt Borilovic. 

 

 

Tuggen – Mendrisio

 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse  

 

«Wir sind offensiv eingestellt»

Petar Ugljesic wurde geholt, um Tore zu schiessen. Dies gelang ihm zuletzt doppelt. Der gute Saisonstart Tuggens macht beim neuen FCT-Stürmer nun Lust auf mehr. «Wir haben eine rosige Saison vor uns», so der 25-Jährige.

 Wie es Stürmer stets zu sagen pflegen, wenn sie eine Partie mit ihren Toren entscheiden, lehnt auch Petar Ugljesic nach seinem Doppelpack beim 3:0-Sieg in Balzers Lobhudeleien ab. «Es ist egal, wer die Tore schiesst.» Er betont mehrfach, wie wichtig ihm der Teamgedanke ist. Trotzdem weiss auch Ugljesic, warum er nach Tuggen geholt
wurde – nämlich, um Tore zu schiessen. «Auf den Schultern eines Stürmers lastet immer Druck, damit muss man umgehen können. Und ich habe diesen Druck gern, ich brauche ihn sogar, um mein Adrenalinspiegel raufzuhauen», so der ehemalige GC-Junior.

Ugljesic war in Balzers auch deswegen doppelt erfolgreich, weil das Tuggner Spiel unter dem neuen Trainer Danijel Borilovic bereits früh in der Saison zu funktionieren scheint. Auch Ugljesics Zusammenspiel mit Sturmpartner Jakup Jakupov. «Er ist auf und neben dem Platz wie ein Bruder für mich. Wir haben schon als Junioren zusammengespielt und harmonieren gut. Es wird zwischen uns auch kein Problem geben, wenn einer mal auf der Bank Platz nehmen muss», sagt Ugljesic, der zwar neu zum FC Tuggen stiess, dennoch aber viele Spieler bereits gekannt hat. «Mit Rinor Avdyli, Nikola Marjanovic oder Josip Uzelac bin ich quasi aufgewachsen. Mit vielen anderen habe ich zusammengespielt. Auch Trainer Borilovic kenne ich, seit ich klein war», so Ugljesic. 

 «Schaue nicht auf die Tabelle»

 Der 25-Jährige spricht mit Begeisterung, wenn er von seinen Teamkollegen spricht. «Ich lege für alle die Hand ins Feuer, dass sie in diese Mannschaft passen.» Als Beispiel nennt er das erste Saisonspiel gegen Höngg (0:0), das Tuggen auch hätte gewinnen können, wenn Andrei Herlea sich in einer Szene für den Pass statt den Schuss entschieden hätte. «Niemand regte sich darüber auf, auch nicht hinter dem Rücken Herleas. Alle munterten ihn auf.» Er ist überzeugt, dass diese Mannschaft «eine rosige Saison» vor sich hat. «Es ist kein Geheimnis: Wir wollen in die Aufstiegsspiele. Doch vorerst gilt nur das nächste Spiel. Auf die Tabelle schaue ich erst in der Rückrunde.» Auch nicht vor dem morgigen Spiel, wenn das bisher sieglose Gossau an der Linthstrasse zu Gast ist. «Ich weiss nicht, wo Gossau steht. Wir müssen unseren Plan durchziehen.» Dieser Plan ändere von Spiel zu Spiel, von Gegner zu Gegner ein wenig. Grundsätzlich gefalle ihm aber die Art Fussball, wie sie Borilovic spielen lasse. «Wir sind immer offensiv eingestellt», so Ugljesic. (azü)

 

Tuggen – Gossau

 

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

 

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