Schiedsrichter gesucht!

Der FC Tuggen sucht per sofort einen Schiedsrichter! Allfällig interessierte können sich 

bei Josef Gugi Bamert unter josef.bamert@tulux.ch oder 055 465 60 00 melden!

Es müsste die offzielle Schiedsrichter-Ausblidung absolviert werden mit anschliessendem

Einsatz bei Meisterschaftsspielen ab Kategorie C-Junioren. 

Weitere Informationen zur Ausbildung hier.

Schiri

News 1. Mannschaft

Tuggen steigt zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ab

In der zweitletzten Promotion-League-Runde kassierte ein über weite Strecken blutleerer FC Tuggen in Zürich bei YF Juventus eine 0:4-Niederlage. Die Märchler müssen nächste Saison in der 1. Liga Classic spielen.

von Martin Müller

Der Schiedsrichter hatte ein Einsehen mit den Spielern und den Zuschauern. Nach exakt 90 Minuten pfiff Michael Brunner in der Promotion League die Partie zwischen YF Juventus und dem FC Tuggen ab – ohne auch nur eine Sekunde nachspielen zu lassen. Die ausbleibende Reaktion der Akteure auf dem Feld zeigte es, zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden und in den Köpfen abgehakt.
Den Genickschlag hatten die Tuggner in der 61. Minute kassiert. -YF-Stürmer Marco Colocci reagierte nach einem Fehler des ansonsten schuldlosen Tuggen-Keepers Fabian Fellmann, der einen harmlosen Weitschuss des omnipräsenten Elvedin Causi nicht unter Kontrolle bringen konnte, am schnellsten und erhöhte für die Gastgeber entscheidend auf 2:0.

Die Hoffnung stirbt zuletzt


Tuggen steht mit neun Zehen in der 1. Liga Classic – aber eben noch nicht ganz. Denn theoretisch existiert noch eine Chance auf den Ligaerhalt.

von Roger Züger

Sie ist vorhanden, die rein theoretische Chance, dass sich das Fanionteam Tuggens nicht aus der Promotion League verabschieden muss. Aber der letzte, hauchdünne Strohhalm, an den sich die Märchler klammern können, ist dürr und brüchig. Am -anderen Ende des Halms hängen die Old Boys (OB). Die Basler haben ihr Schicksal in den eigenen Händen.
Aber eben: Die Chance ist da. Die Old Boys (14.) und United Zürich (15.) sind die einzigen Teams, die Tuggen in den verbleibenden zwei Spielen noch einholen kann; einholen müsste, um oben zu bleiben. Damit dies eintrifft, muss eine ganze Menge passieren. So muss Tuggen morgen gegen die Old Boys und nächste Woche gegen United Zürich gewinnen. Die Old Boys müssen ihrerseits gegen Bavois und in der letzten Runde gegen YF Juventus verlieren. Und United Zürich muss morgen gegen die U21 des FC Basel tauchen.

Die Tordifferenz kommt ins Spiel

Ein ähnliches Szenario: Tuggen kann United Zürich überholen und mit Old Boys punktemässig gleichziehen. Dann entscheidet die Tordifferenz (siehe Kasten). Die Basler weisen derzeit aber ein um sieben Einheiten besseres Torverhältnis auf als Tuggen. Gewinnt der FCT zweimal und OB holt aus zwei Partien nur einen Punkt, schrumpft der Tore-Vorsprung zwangsläufig um -mindestens drei Tore. Die Mannschaft von Noch-Trainer Bruno Berner müsste also gegen YF und -Zürich United mit mindesten zwei und drei Toren Unterschied gewinnen, um sich zu retten.
Rechnereien hin oder her: In der aktuellen Verfassung sind die Chancen auf zwei deutliche Tuggner Siege gleich null. Das hat der missratene Heimauftritt gegen Bavois (1:2) letzte Woche überdeutlich aufgezeigt. Tuggen braucht ein mittleres Fussballwunder. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

YF Juventus – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, Juchhof

Rangordnung
Haben zwei Mannschaften am Saisonende gleich viele Punkte, ist die Bestimmung der Rangordnung wie folgt:

1. Wer die bessere Tordifferenz aus allen Meisterschaftspartien hat.
2. Wer mehr Treffer in allen Meisterschaftsspielen erzielt hat.
3. Die bessere Tordifferenz aus den Direktbegegnungen der punktegleichen Teams.
4. Die grössere Zahl der auswärts erzielten Tore in allen Partien der Meisterschaft. (arzü)

Bruno Berner geht, Danjiel Borilovic kommt


Der FC Tuggen wird, das ist so gut wie sicher, Ende Saison absteigen und in der 1. Liga Classic einen Neuanfang machen. Der prominente Trainer Bruno Berner wird dabei keine Rolle spielen.

von Roger Züger und Andreas Züger

Es war ein Paukenschlag. Im November 2016 trat Adrian Allenspach als Trainer des FC Tuggen zurück. Per sofort. Der erfolgreichste Trainer der Vereinsgeschichte hinterliess im Club eine grosse Lücke. Diese war so gross, dass sie nicht einmal von Bruno Berner gefüllt werden konnte. Berner, der ehemalige Bundesliga- und Premier-League-Profi, der Nationalspieler. Ein Fachmann, ohne Zweifel. Der Turnaround gelang aber auch ihm nicht.
Berner kam dem Ligaerhalt mit einer im Winter elementar verstärkten Mannschaft zwar näher. In entscheidenden Momenten aber war seine Mannschaft nicht gut genug.
Rechnerisch ist der Verbleib in der Promotion League zwar noch möglich. United Zürich und die Old Boys müssten zweimal verlieren. Und der FC Tuggen müsste zwei Siege in
Folge einfahren. Ein Kunststück, das dem FCT in dieser Spilezeit nie gelungen ist. Egal ob Spieler, Trainer oder Funktionäre: An den Klassenerhalt glaubt niemand mehr.


Berner: «Ich akzeptiere den Entscheid»

Es darf bezweifelt werden, dass es einem anderen Trainer gelungen wäre, die Liga zu halten. Der designierte Abstieg darf denn auch nicht Bruno Berner angelastet werden. Dies weiss auch Felix Huber, Präsident des FC Tuggen. Und dennoch muss Berner den Verein verlassen. Es hat schlicht nicht gepasst. «Wir wollen nächste Saison einen Neuanfang. Deswegen haben wir den Vertrag mit Bruno Berner nicht verlängert», kommentiert Huber seinen Entscheid. «Berner hat die Nachricht sportlich aufgenommen und versprochen, dennoch bis Ende Saison vollen Einsatz zu geben.»
«Ja, ich habe den Entschied sportlich aufgenommen», bestätigt Bruno Berner. «Es geht ja auch um den Sport. Ich hätte gerne weitergemacht, aber ich akzeptiere den Entscheid.» Der 39-Jährige ist überzeugt, dass er alles versucht und möglich gemacht -habe, was eben möglich war. Dennoch hat er es als Feuerwehrmann nicht geschafft, den Brand zu löschen. «Ich habe eine Mannschaft
übernommen, die ich nicht zusammengestellt habe. Die Probleme liegen vor allem in den beiden Strafräumen. Da verfügen wir über zu wenig Qualität», sagt Berner. Er habe versucht, sein Wissen weiterzugeben und gewusst, auf was er sich einlasse. «Aber ich hatte nichts zu verlieren, wir hatten nichts zu verlieren. Wir haben gekämpft, Fortschritte gemacht. Aber die Wahrheit ist, wo du am Ende stehst.»

«Sehr gute Referenzen»

Huber setzte die Mannschaft am Montag vor einer Woche darüber in Kenntnis, dass -Berner gehen muss. Warum mitten im Abstiegskampf, vor dem kapitalen Spiel gegen Bavois? «Ich wollte reinen Tisch machen», sagt Huber. «Wir brauchen ja sowieso einen neuen Trainer. Und ich wollte nicht hinter dem
Rücken von Bruno Berner mit Kandidaten verhandeln.»
Felix Huber sass mit mehreren Trainern zusammen. Überzeugen konnte ihn letztlich Danijel Borilovic (siehe Kasten). Der Zürcher ist jung, wird morgen Donnerstag erst 33 Jahre alt. Für Huber kein Problem. «Borilovic wurde mir mehrfach empfohlen, er hat sehr gute Referenzen. Er ist fachlich sehr gut, hat bereits Erfolge
gefeiert und wirkt sehr enthusiastisch.»

Einige Wechsel

Momentan laufen mit verschiedenen Spielern Gespräche für mögliche Engagements über die Saison hinaus. Es liegt aber auf der Hand, dass es einige Wechsel geben wird. Felix
Huber ist jedoch bestrebt und auf gutem Weg, die Verträge einiger Schlüsselspieler in den nächsten Tagen zu verlängern.

In kurzer Trainerkarriere bereits zweimal aufgestiegen
Mit Danijel Borilovic
(wird morgen 33) hat der
FC Tuggen einen jungen, ambitionierten Trainer verpflichtet. Borilovic trainiert aktuell den FC Seefeld. Der Stadtzürcher Verein wird sich Ende Saison vom Amateur-Spitzenfussball zurückziehen und in der 2. Liga einen Neustart wagen. Der neue Tuggner Coach begann seine Trainerkarriere bei den Junioren des FC Schwamendingen. Mit Drittligist Wallisellen stieg er am Ende in die 2. Liga auf und erreichte den Final des Regionalcups. Anschliessend übernahm er den FC Seefeld, mit dem er Ende Saison 2015/16 den Aufstieg in die 1. Liga Classic feiern konnte. (azü)

Das wars wohl


Ein schwacher Auftritt, eine kapitale 1:2-Niederlage gegen Bavois – geschieht kein Fussballwunder,
steigt Tuggen ab. Die Nerven liegen blank. Kurz vor Ende der Partie entluden sich die Emotionen.

von Roger Züger

Die meisten der 350 Zuschauer quittierten den Auftritt Tuggens mit einem Kopfschütteln. Während 80 Minuten spielte der Tabellenletzte Tuggen nicht so, als wäre es das wichtigste Spiel im Kampf gegen den Abstieg. Und genau hier lag der Unterschied zwischen Tuggen und Bavois, das sich drei -Punkte erkämpfte und einen grossen Schritt Richtung Nichtabstieg gemacht hat. «Ich glaube, dass einige Spieler dem Druck nicht gewachsen waren», sagte ein nachdenklicher FCT-Trainer Bruno Berner nach der Partie. «Wir -waren zu wenig energisch, zu wenig hartnäckig, und haben die Partie nur über das Spiel, nicht aber über den Kampf beeinflussen wollen.»
Für Berner war der Gegentreffer zum 0:2 in der 50. Minute symptomatisch. «Egal, ob es tatsächlich ein Foul oder nicht … Wir bleiben liegen, schauen zum Schiedsrichter, während Bavois ungehindert zum Weitschuss kommt und das 2:0 schiesst.» Noch vor der Pause (31.) waren die Gäste durch -Adrian Alvarez in Führung gegangen. Dies nach einer Flanke, die die -gesamte Tuggner Defensive ausgehebelte.

Zverotic per sofort zurückgetreten!

Die Tuggner hatten gegen ein kompaktes und aufsässiges Bavois grosse Mühe. Hinten waren sie anfällig, vorne ineffizient. Es war Innenverteidiger Patrick Peters und Torhüter Fabian Fellmann zu verdanken – die besten Akteure Tuggens – dass sich der FCT überhaupt im Spiel halten konnte. Und vorne fehlte ein kaltblütiger Voll-strecker. Einer wie Anes Zverotic, der vor wenigen Tagen aus familiären und beruflichen Gründen per sofort zurückgetreten ist.
Aus dem Spiel heraus resultierten für Tuggen zwar zwei -Aluminiumtreffer, aber nichts Zählbares. Und wer gegen die schwächste Abwehr der Liga (60 Gegentreffer) keine Tore schiesst, der hadert zwangsläufig mit sich selbst.
Besser ins Spiel kam Tuggen erst mit der Einwechslung von Raul Cabanas (66.). Für den einzigen Tuggner Treffer (86.) waren jedoch Erzan Murtisi, der im Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt wurde, und Javier Santana, der den Elfmeter erfolgreich ausführte, verantwortlich. Der Anschlusstreffer kam jedoch zu spät.
Die Nerven der Tuggner lagen blank. Sie liessen die Pulverfass-ähnliche Stimmung nur Sekunden später explodieren. Auslöser waren Tätlichkeiten von FCT-Spielern im Rücken des Schiedsrichters Nico Gianforte, dem die Partie komplett entglitten war. Das Resultat: ein Handgemenge, bei dem so viele Leute mittun wollten, bis am Schluss rund 35 Personen auf dem Platz standen. Gianforte hätte eine Handvoll roter Karten verteilen können; getroffen hat es nur Cabanas, der sich nicht beruhigen konnte und gar noch auf dem Weg in die Garderobe zurückgehalten werden musste, und Bavois’ Mejdi.
Gianforte war am Eskalieren der Partie nicht unschuldig. Ohne Zweifel hätte Aussenverteidiger Nezir Kurtic, als er Javier Santana brutal von den Beinen geholt hatte, mit der zweiten gelben Karte vom Platz gestellt werden müssen (56.). Stattdessen sah Tuggens Captain Daniel Senn Gelb wegen Rekla-mierens.

«Auf ein Minimum gesunken»

Für den schwachen Auftritt Tuggens ist aber nicht der Unparteiische, sondern die Spieler ganz alleine verantwortlich. Trainer Berner brachte es nach der Partie auf den Punkt: «Die Mannschaft ist heute ins Jahr 2016 zurückgefallen. Sie hat mit Entscheiden gehadert und war nicht fokussiert.»
Der 39-Jährige steht nun vor der fast unlösbaren Aufgabe, sein Team -innert Wochenfrist ins Hier und Jetzt zurückzuholen, um den Abstieg doch noch abwenden zu können. «Die Chancen sind auf ein absolutes Minimum gesunken – aber wir müssen uns zusammenraufen und uns die Chance gegen YF Juventus geben.» Ein Blick auf die Tabelle und das Restprogramm zeigt, wie klein eben diese Chance ist.

Tuggen – Bavois 1:2 (0:1)
Linthstrasse. 360 Zuschauer. – SR: Nico Gianforte
Tore: 31. Alvarez 0:1. 50. Zeneli 0:2. 86. Santana 1:2 (Foulpenalty)
Tuggen: Fellmann; Senn (66. Cabanas), Peters, Schiendorfer, Herlea; Santana, Stadler, D’Acunto, Istefi (55. Murtisi); Shala, Stevic (46. Romero).
Bavois: Kurtic (60. Monteiro), Bentayeb, Seipi, Zeneli; Demiri (78. Basha), Lahiouel, Le Neün, Mejdi; Alvarez, Makshana.
Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Piperno, Tinner,
Al Obadi, Doda (alle verletzt). Verwarnungen: 35. Santana (Foul) 38. Demiri (Foul). 42. Kurtic (Foul). 57. Senn (Reklamieren). 82. Enrico (Unsportlichkeit). Platzverweise:
89. Cabanas und Mejdi (Tätlichkeit). Pfostenschuss:
12. Lahiouel. 94. Stadler Lattenschuss: 83. Cabanas.

«Jetzt braucht es einen Sieg, ohne wenn und aber»


Sieg oder Lichterlöschen – der FC Tuggen ist im Heimspiel gegen Bavois auf drei Punkte angewiesen.
Das weiss auch Präsident Felix Huber, der sich bereits mit dem Szenario Abstieg befasst hat.

von Andreas Züger

In den letzten beiden Saisons in der Promotion League reichten jeweils 31 Punkte, um die Klasse zu halten. Auf in etwa diese Punktzahl wird es auch in dieser Meisterschaft hinauslaufen. Es verdeutlicht das Dilemma, in dem der FC Tuggen steckt. Er weist 23 Punkte vor, kann diese 31 Zähler also nur noch mit drei Siegen erreichen. Mit grossem Glück reichen in den drei verbliebenen Spielen gegen die Kellerclubs Bavois, YF Juventus und United Zürich auch zwei Siege und ein Remis. Jedoch -könnten auch drei Siege in Serie bedeutungslos bleiben.

FCT-Präsident Felix Huber ist schon seit Jahrzehnten mit dabei, musste jedoch mit Ausnahme einer NLB-Saison noch nie einen Abstiegskampf miterleben. Und er spricht vor dem morgigen Heimspiel gegen Bavois Klartext. «Jetzt braucht es einen Sieg, ohne Wenn und Aber. Ansonsten …» Auch wenn er den Satz nicht fertig spricht, ist klar, was er meint.

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