Kriens will rauf, Tuggen nicht runter

 

Der FC Tuggen empfängt am Samstag zu Hause den Sportclub Kriens.
Unterschiedlicher könnte die Situation beider Mannschaften zurzeit nicht sein.

von Roger Züger

Sportclub Kriens. So heisst der Fussballverein, der mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze der Promotion League steht und als Aufstiegskandidat Nummer eins gehandelt wird. Und dies, obwohl die Innerschweizer zuletzt gegen den Nachwuchs des FC Basel nur Remis spielten (2:2) und das Spitzenspiel auf dem Grünfeld gegen den FC Rapperswil-Jona verloren (1:2). Der Sportclub Kriens ist aber auch der Verein, der kürzlich vom Schweizer Fussballverband (SFV) den Lizenzantrag für die Challenge League retourniert und einige Auflagen aufgebrummt erhalten hat. Gemäss den aktuellen Umständen ist Kriens in den Augen des SFV nicht Challenge-League-würdig: Ungenügende Infrastruktur, Schulden. Mit 70 000 Franken soll der SCK in der Kreide stehen. Weiter müsste Kriens im Falle eines Aufstiegs im Ausweichstadion in Emmenbrücke, in dem es nächste Saison spielen würde, in die Infrastruktur investieren. Grund für den temporären Umzug ist das geplante Sportzentrum Kleinfeld. Das -alte Kleinfeld-Stadion mit Baujahr 1970, die eigentliche Heimstätte des SCK, hat ausgedient. Wo einst Marco Schneuwly, Claudio Lustenberger oder Valentin Stocker die Schnürsenkel gebunden haben, entsteht ein Stadion mit 900 Sitz und 2300 Stehplätzen, das den Ansprüchen für die Challenge League genügen würde. Dafür bewilligte die Gemeinde im November einen Sonderkredit in der Höhe von 5,1 Millionen Franken. Das neue Sportzentrum soll im August 2018 bezugsbereit sein. Dass der Sportclub auf seinem Weg in die Schweizer Zweitklassigkeit aus sportlicher Sicht noch stolpern könnte, scheint derzeit unwahrscheinlich. Doch Kriens braucht grünes Licht vom nationalen Verband. Aktuell prüft der SVF die Verbesserungsvorschläge des Sportclubs. Der Entscheid fällt -Ende April.

Auf anderen Pfaden unterwegs

Auf dem Weg in die andere Richtung steht zurzeit der FC Tuggen. Während den ersten zwei Promotion-League--Jahren spielten die Märchler noch an der Spitze mit. Dann kam die Wende. Tuggen fiel ins Mittelfeld zurück und ist in dieser Saison Dauergast im Abstiegskampf. Seit dem 10. September, also seit 214 Tagen, sitzen die Märchler im Tabellenkeller. Dass Tuggen ausgerechnet gegen den Leader, der erst seine zweite Saison in der Promotion League spielt, punkten kann, scheint zurzeit unmöglich.
Dennoch kann sich der FC Tuggen an einem Strohhalm festhalten, weisen die Ausserschwyzer gegen die Zentralschweizer doch eine positive Bilanz aus. In sieben Promotion-League-Duellen verlor Tuggen unter der Führung von Adrian Allenspach nur zweimal, triumphierte hingegen dreimal und spielte zweimal Unentschieden. Beim Aufeinandertreffen am Ostersamstag hilft diese Bilanz den Gastgeber aber nicht aus dem Keller. Aktuell beträgt der Rückstand Tuggens auf einen Nichtabstiegsplatz fünf Zähler. Punkte müssen her – bei den einen für den Auf-, bei der anderen gegen den Abstieg.

Tuggen – Kriens

Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

 

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