Zum Glück ist Pause

Tuggen verlor am Samstag die letzte Partie des Jahres gegen Basels U21 1:3. Die schwache erste Halbzeit war in dieser «Schlammschlacht» nicht mehr zu korrigieren. Der neue Trainer Bruno Berner freut sich auf das Wintertraining.

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Javier Santana erzielte zwar gegen Basel II seinen vierten Saisontreffer, musste mit seiner Mannschaft aber trotzdem eine weitere Niederlage hinnehmen (Bild: Carlo Stuppia)

Zuerst zur Geschichte der Partie. Diese ist schnell erzählt. Tuggen zeigte eine ungenügende erste Halbzeit und lag zur Pause 0:2 im Rückstand. Wie beim FCT so oft gesehen, war keines der beiden Gegentore wirklich zwingend. Nach der Pause kam Tuggen besser auf. Hatte mehr Chancen. Mehr Ballbesitz. Mehr vom Spiel. Doch Nico Weibel, der sein letztes Spiel für Tuggen bestritt und vor dem Anpfiff mit Blumen verabschiedet wurde, gab dem FCT ein unerwünschtes Abschiedsgeschenk zurück. Sein katastrophaler Pass führte in der 73. Minute zum 0:3. Dass Javier Santana eine Minute später seinen vierten Saisontreffer – den vierten per Elfmeter – erzielte, änderte nur noch etwas am Resultat, nicht aber am Ausgang der Partie. 

«Haben kaum Fussball gespielt»
Tuggens neuer Trainer Bruno Berner versuchte nach der Partie gar nicht erst, irgendetwas schönzureden. Sein Team sei zwar bereit gewesen. Aber: «Fehlpässe, Unachtsamkeiten … In der ersten Halbzeit haben wir kaum Fussball gespielt. Gegen diese Mannschaft, die wohl spielstärkste der ganzen Liga, rennt man dann halt nur hinterher.» Der Auftritt in Halbzeit zwei war dann schon eher nach dem Geschmack von Berner. Das System oder die Taktik hatte er aber nicht komplett auf den Kopf gestellt. Die Frage von FCB-Coach Raphael Wicky – Berners ehemaligem Nati-Kollegen – was er in der Pause geändert habe, beantwortete Berner schlicht mit «nichts Spezielles.»

Trotz der zehnten Niederlage im 17. Saisonspiel gab es aus Tuggner Sicht auch Positives zu berichten. «Mit Rapperswil-Jona und Basel haben wir nun bereits gegen zwei Hochkaräter gespielt. Die sehen wir im Frühling nicht mehr. Und gegen diese starken Teams sah ich vier Halbzeiten. Drei waren gut. Darauf müssen wir aufbauen.» Berner sprach davon, dass seine Mannschaft das Siegen wieder lernen müsse. «Man kann sich an Niederlagen gewöhnen. Um diesen Negativtrend zu brechen, werden wir ab Januar hart arbeiten», versprach Berner. 

«Jeder muss sich präsentieren»
Trotz nur einem Punkt aus zwei Partien ist in Tuggen die Handschrift eines neuen Trainers nicht zu übersehen. Am Samstag merkte man auch ohne Blick an die Seitenlinie, dass ein neuer Übungsleiter am Werk ist. Wie schon beim FCRJ liess Berner bei seiner Heimpremiere ein 4-4-2 spielen. Weiter gab es personelle Entscheidungen, die Berners Vorgänger Adrian Allenspach so nicht gefällt hätte. Zum Beispiel die Personalie Antonio Piperno. Dieser fiel bei Allenspach aus den Traktanden; wurde nicht mal dann eingesetzt, als Piperno der letzte einsatzbereite Aussenverteidiger war. Am Samstag durfte Piperno erstmals seit 91 Tagen wieder mittun. Auch ein Zeichen an die Mannschaft, dass die Karten nun neu verteilt werden? «Absolut», sagte Berner. «Im Wintertraining muss mich jeder davon überzeugen können, dass er in die erste Elf gehört.» Es gebe viel zu tun, fügte Berner an. 

Peters: «Das wird schwierig»
Berner will in Tuggen wieder eine Siegermentalität installieren. Dafür braucht er aber nicht nur ein gutes Wintertraining. Dafür braucht Berner Köpfe in der Mannschaft, die diese Mentalität ausstrahlen. Leader. Eine solche Persönlichkeit war am Samstag in Tuggen anwesend. Und obwohl erst ab Frühling wieder dabei, führte sich diese wie ein Anführer auf. Patrick Peters, der alte und neue Tuggner Abwehrchef, stand nach dem Spiel am Kabineneingang, klatschte seine künftigen Teamkollegen ab, munterte sie auf. «Das wird eine schwierige Aufgabe», sagte Peters im Hinblick auf die Rückrunde. Mit schwierig meint Peters: Sieben Punkte aufholen und auf Rang 14 vorstossen. Dort steht zurzeit Bavois – mit einem Spiel weniger als Tuggen.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


 



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