Was für eine Nachspielzeit zwischen Tuggen und der U21 St. Gallens. Der FCT schoss den vermeintlichen Siegestreffer zum 2:1 in der 91. Minute, musste aber nochmals nachlegen, um drei Punkte behalten zu können.

von Tobias Akermann, March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

An Drama war die Schlussphase kaum zu überbieten. Bis eine Viertelstunde vor Schluss deutete jedoch noch nichts darauf hin. 0:0 stand es bis dahin. Die Zuschauer kamen dann aber auf ihre Rechnung: Fünf Tore,davon drei in der Nachspielzeit, gab es noch zu sehen. Jakup Jakupov versetzte die Tuggner mit seinem Tor zum 3:2 in der 94. Minute schliesslich in Ekstase. Mit dem Sieg machen die Tuggner,die erst kürzlich noch in akuter Abstiegsgefahr schwebten, einen grossen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Das unglaubliche Ende entschädigte für eine Partie, die vor allem in der ersten Halbzeit fad verlief. Ungenaues Passspiel führte dazu, dass es eine ereignislose Partie blieb. Vieles spielte sich zwischen, aber nicht in den beiden Strafräumen ab, in der Offensive taten sich beide Teams schwer, wobei die U21 des FC St. Gallen etwas besser im Spiel war und mehr Ballbesitz hatte. Was den Kampf anbelangte, knüpfte der FC Tuggen an die Leistung vom Samstag in Seuzach an.

«Es musste mal so kommen»

Mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte wurde das Spiel etwas lebendiger. Es blieb jedoch vorerst dabei, dass die Gäste etwas mehr vom Spiel hatten und die Tuggner eine enorme Kampfbereitschaft an den Tag legten. Sie waren sich nicht zu schade, sich in jeden der Abschlüsse der St. Gallern zu werfen.

Bis zum ersten Tor vergingen 75 Minuten. Nach einem Eckball stimmte die Zuordnung in der Defensive von Tuggen nicht. Den Platz nutze Valon Hamdiu aus. Er brachte die Gäste in Führung. Das Tor tat dem Spiel offensichtlich gut, denn es folgte die erwähnt irre Schlussviertelstunde. Tuggen musste reagieren, eine Niederlage hätte die Märchler wieder tief in den Abstiegskampf zurückgeworfen. Die Reaktion liess indes auch nicht lange auf sich warten. Der eingewechselte Nikola Marjanovic stand nach einem langen Ball am richtigen Ort, umkurvte den gegnerischen Torhüter und erzielte den Ausgleich.

Tuggen wollte mehr als den Ausgleich und suchte vehement die Führung. Und sie kam auch. Nach einem Eckball stand wiederum Marjanovic am richtigen Ort und köpfte in der 91. Minute zur Führung ein. Doch Tuggen musste wenige Sekunden nach dem Führungstor den Ausgleich hinnehmen. Die Geschichte dieser verrückten Nachspielzeit ist aber noch nicht zu Ende erzählt. Mit dem letzten Angriff kam doch noch der wichtige Sieg für Tuggen zu Stande. Marjanovic scheiterte mit seinem Freistoss am Goalie, jedoch verwertete Jakupov den Abpraller in der vierten Minute der Nachspielzeit. Es brachen alle Dämme. Mit diesem Sieg ist der FC Tuggen dem Klassenerhalt einen grossen Schritt nähergekommen. Nikola Marjanovic zeigte sich nach dem Spiel überglücklich: «Es musste mal so kommen, die ganze Saison mussten wir Hochs und Tiefs erleben. Es ist einfach schön, dass so ein Spiel auf unsere Seite kippte».

Tuggen – St. Gallen 2 3:2 (0:0)

Linthstrasse, 312 Zuschauer – SR: Tobias Thies

Tore: 75. Hamdiu 0:1, 83. Marjanovic 1:1, 91. Marjanoivc 2:1, 92. Nitaj 2:2, 94. Jakupov 3:2.

Tuggen: Marty; Herlea (84. Junuzi), Avdyli, Gutierrez, Schiendorfer; Santana, Meier, D’Acunto (76. Marjanoivc), Arifagic, Stadler; Ugljesic (64. Jakupov).

St. Gallen: Strübi; Ibraimi (46. Makia), Izmirlioglu, Nitaj; Kucani; Hamdiu, Pugliese (80. Staubli), Sejdija, Kräuchi (70. Campos); Eberle, Sutter.

Bemerkungen: Tuggen ohne Uzelac, Weller, Tinner, Murtisi und Le Bigonsan (alle verletzt). St. Gallen ohne Witzig, Wörnhard, Traber, Jacovic (Aufgebot anderes Team) und Fazliji (gesperrt). Verwarnungen: 5. Ibraimi (Foul), 44. Ugljesic (Foul), 94. Jakupov (Unsportlichkeit)

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3:3
 
22' Jakupov (P) 1:0
25' Morina (P) 2:0
44'  Feldmann (P) 2:1
58' Pizzi 2:2
73' Budimir 2:3
90+4' Farkas 3:3

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