Applaus für Daniel Senn, belangloser Sieg für Tuggen


FC Tuggen behielt am Samstag im Duell der Absteiger gegen United Zürich die Oberhand.
Der Ausgang der Partie war jedoch ebenso bedeutungslos wie die drei Punkte. Zu reden gab anderes.

von Andreas Züger

Kehrausspiel in Tuggen. Und so war auch die Stimmung. Die Partie sorgte für keinerlei Emotionen. Der Schiedsrichter war für einmal nicht regelmässigen Beleidigungen von Zuschauern ausgesetzt, was in Tuggen in den letzten Jahren leider die Ausnahme geworden ist.
Stimmung kam nur auf, als Daniel Senn, Captain und eine der letzten
Integrationsfiguren in der Mannschaft, vom Feld genommen wurde (78.). Senn machte unter stehenden Ovationen und langanhaltendem Applaus Platz für seinen guten Freund Antonio Piperno, der ebenso zum letzten Mal für Tuggen spielte.
Vor der Partie wurden Senn, Piperno und weitere Akteure verabschiedet. Keine Blumen gab es für den anwesenden Anes Zverotic, der die Mannschaft vor einigen Wochen Knall auf Fall verlassen hatte, und für Patrick Peters. Der Abwehrchef hat seine Absicht bekräftigt, zurück zu Eschen/Mauren zu wechseln. Sein Abgang ist zwar noch nicht offiziell, wird aber nicht zu verhindern sein.

Speziell war auch die Personalie Albert Geiger. Zehn Jahre wirkte er als Assistenztrainer. Nach der Partie stand er gemeinsam mit Senn Red und Antwort. Ein letztes Mal zeigte sich Geigers ruhige, freundliche und besonnene Art, die über die Jahre im Verein so viel Anklang gefunden hatte.

Kuhn wird dem Team fehlen

Fussball wurde auch noch gespielt. Die wenigen Zuschauer, geschätzte 200, sahen eine Partie, die zwar irgendwie spannend war, in der aber trotzdem jegliche Spannung fehlte. Denn United-Zürich und Tuggen standen schon vor der Partie als Absteiger fest. Dementsprechend ging es auf dem Feld zu und her. Die Intensität erinnerte an ein Freundschaftsspiel, was zum Teil, aber sicher nicht nur, an der Hitze lag.
Dominik Kuhn, der den Verein verlassen wird, war wohl der Spieler mit den am meisten gelaufenen Kilometern. Wie immer. Kuhn ist ein Spielertyp, von dem es in Tuggen in dieser Saison nur wenige gab. Seine Laufbereitschaft, sein Kampfgeist, seine vorbildliche Einstellung und seine Fairness werden dem FCT fehlen. Mit einem Weitschuss traf er zur Führung (12.). Es war passend für die Saison Tuggens, dass die Märchler kurz vor Schluss den Ausgleich kassierten. Atypisch war dann, dass Tuggen Sekunden vor dem Schlusspfiff durch D’Acunto tatsächlich der Siegtreffer gelang. Die Tuggner freuten sich ein bisschen über den Sieg, die Zürcher hingegen schienen sich bereits mit dem Schlusspfiff mit der Niederlage abgefunden zu haben.

Tuggner Eigengewächs

Speziell war, dass mit Anton Janser ein Tuggner Eigengewächs einen Teileinsatz absolvierte. Er war sichtlich motiviert und machte ein gutes Spiel –
genauso wie der langzeitverletzte Timo Todzi, der erstmals seit August wieder von Beginn weg auflief. Beide hoffen am Samstag auf einen erneuten Einsatz. Dann geht es auswärts gegen Brühl um die Qualifikation für den Schweizer Cup der nächsten Saison.

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