«Jetzt braucht es einen Sieg, ohne wenn und aber»


Sieg oder Lichterlöschen – der FC Tuggen ist im Heimspiel gegen Bavois auf drei Punkte angewiesen.
Das weiss auch Präsident Felix Huber, der sich bereits mit dem Szenario Abstieg befasst hat.

von Andreas Züger

In den letzten beiden Saisons in der Promotion League reichten jeweils 31 Punkte, um die Klasse zu halten. Auf in etwa diese Punktzahl wird es auch in dieser Meisterschaft hinauslaufen. Es verdeutlicht das Dilemma, in dem der FC Tuggen steckt. Er weist 23 Punkte vor, kann diese 31 Zähler also nur noch mit drei Siegen erreichen. Mit grossem Glück reichen in den drei verbliebenen Spielen gegen die Kellerclubs Bavois, YF Juventus und United Zürich auch zwei Siege und ein Remis. Jedoch -könnten auch drei Siege in Serie bedeutungslos bleiben.

FCT-Präsident Felix Huber ist schon seit Jahrzehnten mit dabei, musste jedoch mit Ausnahme einer NLB-Saison noch nie einen Abstiegskampf miterleben. Und er spricht vor dem morgigen Heimspiel gegen Bavois Klartext. «Jetzt braucht es einen Sieg, ohne Wenn und Aber. Ansonsten …» Auch wenn er den Satz nicht fertig spricht, ist klar, was er meint.

«Wir wollen möglichst gut sein»

Während Spieler in solchen Phasen gut beraten sind, nicht über ein mögliches Scheitern nachzudenken, ist es die Pflicht von Funktionären, sich damit auseinanderzusetzen. «Selbstverständlich befasse ich mich mit dem Szenario Abstieg», sagt Huber. «Aus sportlicher Sicht wäre es sehr schade. Die Promotion League hat einen hohen Stellenwert. Wir gehören hier zur Elite des Schweizer Amateurfussballs – auch wenn die Liga immer weniger mit Amateurfussball zu tun hat.»
Huber spricht damit den Wandel an, den die Promotion League in den fünf Jahren seit ihrer Einführung durchlaufen hat. Es wird mehr Geld
investiert, professioneller trainiert. Die teilweise halb-professionellen Strukturen verschiedener Vereine haben mit Amateurfussball nur noch wenig zu tun. Tuggen aber ist und bleibt ein Amateurverein. Das Budget – Huber spricht von «Aufwand» – wird sich nicht erhöhen. Und so ist es nicht realistisch, an der Spitze mitzuhalten. Dies wird dem Verein heuer schonungslos aufgezeigt.

Da drängt sich die Frage auf: Wäre es für einen Verein wie Tuggen langfristig nicht sinnvoller, in der 1. Liga Classic zu spielen – gegen Vereine aus der Region, an der Tabellenspitze statt im Tabellenkeller? «Eine naive Frage», findet Huber. «Wir haben den Anspruch, möglichst gut zu sein. Und möglichst gut heisst Promotion League, nicht 1. Liga.»

So oder so bleibt alles beim Alten

Steigt Tuggen ab, wird sich laut Huber kaum etwas ändern. «Wir würden den gleichen Aufwand betreiben. Wir würden an der 1.-Liga-Spitze mitspielen wollen und auch ein dementsprechendes Kader zusammenstellen.» Es gäbe zwar vom Verband weniger Geld. Zum Beispiel erhält der FC Tuggen für die Reisen an Auswärtsspiele einen Pauschalbetrag, der die effektiven Ausgaben deckt. Dies würde sich aber anderswo wieder ausgleichen. In Tuggen bliebe aber auch alles beim Alten, wenn der Abstieg verhindert werden kann. «Wir hatten in dieser Saison viel Pech. Wir könnten im Mittelfeld mithalten.» Was ebenfalls laut Huber unverändert bleiben würde: Lediglich drei Trainings pro Woche. «Wir würden nicht automatisch besser mit vier Einheiten.»

So oder so bleibt also alles beim Alten. Für den FC Tuggen, der seit jeher den Anspruch hat, ein Spitzenteam zu sein, käme der Abstieg aber einem Tiefpunkt gleich – und alles andere als ein Sieg morgen gegen Bavois wohl dem Abstieg. Ohne Wenn und Aber. Tuggen – Bavois Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

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