Christian Constantin, dem die Partie der zweiten Mannschaft des FC Sion einen Hubschrauberflug nach Tuggen wert war, sah am Samstag acht Tore. Weil dem FC Tuggen nur drei gelangen, blieb er ohne Punkte.

Jakupov Jakup Rodrigues De Sousa Luis 1
Trotz stetigem Kampfgeist und viel Spektakel am Ende doch verloren (Bild: Carlo Stuppia)


Spektakel war bereits vor Anpfiff angesagt. FC-Sion-Präsident Christian Constantin liess sich extra für diese Partie nach Tuggen fliegen und landete mit dem Hubschrauber auf dem Nebenplatz. Auf jenem Nebenplatz, der derzeit restauriert wird und deshalb gesperrt ist. Dies kümmerte die wohl exzentrischste Figur des Schweizer Fussballs aber wenig. Spektakel versprach auch die Aufstellung des FC Sion. Prominentester Spieler auf dem Matchblatt war ohne Zweifel Arthur Boka, 85-facher ivorischer Nationalspieler, der 42-mal in Spaniens höchster Liga (Malaga) und mehr als 200-mal in der Bundesliga (VfB Stuttgart) auflief und mit den Schwaben 2007 Deutscher Meister wurde. Mit Vincent Sierro, Quentin Maceiras und Daniel Follonier standen drei weitere Spieler der ersten Sittener Mannschaft in der Startaufstellung.

Instabile Defensiven
Spektakel dann auch in der Startphase. Die agilen, schnellen Walliser drückten der Partie ihren Stempel auf, hatten früh Chancen und über die ganze erste Hälfte gesehen mehr Spielanteile. Die klareren Möglichkeiten aber hatte Tuggen. Dass nur eine genutzt werden konnte – Marsel Stevic erzielte nach schöner Vorarbeit von Jusuf Shala seinen siebten Treffer (40.) im siebten Spiel für den FCT – sollte sich noch rächen. Denn die Sittener führten nach einem Doppelschlag von Sierro bereits 2:0, Tuggen hinkte zur Pause den Gästen also um ein Tor hinterher.

Das Spektakel wurde nach dem Seitenwechsel keineswegs kleiner: Bertelli stellte für die Sittener den Zweitorevorsprung wieder her, Santana verkürzte vom Elfmeterpunkt, Da Costa schoss seine Farben mit 4:2 in Front, ehe der einwechselte Dario Stadler abermals verkürzte. Erst als Rinjala Raherinaivo in der 86. Minute den FC Sitten zum vierten Mal (!) eine Zweitoreführung bescherte, war die Partie entschieden. Die jungen Walliser liessen im Stil von Routiniers nichts mehr anbrennen und den Ball so lange zirkulieren, dass der an der Seitenlinie bereitstehende Auswechselspieler Kevin Seabra sich fünf Minuten gedulden musste, ehe er noch für ein paar Sekunden mittun durfte.

«Es war mühsam»
Tuggen war im steten Hin und Her immer einen Schritt zu spät. Immer, wenn der FCT wieder Hoffnung schöpfte, kassierte er einen Gegentreffer. «Es war mühsam », sagte Davide D’Acunto nach der Partie. Trotz der Niederlage sah Tuggens Mittelfeldmotor allgemein ein starkes Spiel seiner Mannschaft. Eine Partie gegen einen starken Gegner, bei dem man «schon sah, dass sie Spieler der ersten Mannschaft dabei hatten». Nun bleibe nichts anderes übrig, als den Blick vorwärts zu richten. «Immerhin bewiesen wir einmal mehr Moral. Wir haben uns gegen die Niederlage gestemmt. Das stimmt mich positiv», so D’Acunto.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch



Tuggen – Sion 3:5 (1:2)
Linthstrasse, 218 Zuschauer. – SR: Sven Wolfensberger. 
Tore: 29. Sierro (Foulpenalty) 0:1. 32. Sierro 0:2. 40. Stevic 1:2. 59. Bertelli 1:3. 63. Santana (Foulelfmeter) 2:3. 
72. Da Costa 2:4. 77. Stadler 3:4. 85. Raherinaivo 3:5.
Tuggen: Waldvogel; Herlea, Weibel, Istrefi (70. Murtisi); Tinner, Schiendorfer (77. Zverotic); D’Acunto; Jakupov, Stevic, Santana 
(74. Stadler); Shala. 
Sion: Berchtold; Kabashi, Maceiras, Ozcan, Boka; Toma; Sierro (65. De Sousa), Bertelli (93. Seabra); Follonier (79. Raherinaivo), Da Costa, De Oliveira. 
Bemerkungen: Tuggen ohne Todzi und Senn (beide verletzt) sowie Al Abbadie und Da Silva Gomes (nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 42. Weibel (Foul). 49. Ahmet (Foul). 81. Shala (Unsportlichkeit). 88. Stevic (Foul). 56. Lattenschuss Ahmet.


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