«Horror» für die Trainer, Spektakel für die Zuschauer: Der FC Tuggen ringt den SC Cham förmlich nieder und gewinnt am Samstag eine turbulente Partie mit 4:3. Es sind eminent wichtige drei Punkte für die Märchler.

Jubel 1
Dank guter Moral am Schluss den Sieg bejubelt (Bild: Carlo Stuppia)


Von einem «nervenaufreibenden Spiel» sprach Tuggens Trainer Adrian Allenspach, von «Horror» gar Chams Coach Jürg Portmann. Die Partie zwischen dem FCT und dem SCC war wahrlich nichts für schwache Nerven. 1:0 führte Cham, dann Tuggen mit 2:1, dann wieder Cham mit 3:2, bis die Zuger auf die neuerliche Führung Tuggens (4:3) nicht mehr reagieren konnten.

«Man konnte bereits nach zwei 
Minuten erahnen, was für eine Partie das werden würde», sagte Portmann nach der torreichen Partie. In der Tat: Keine 120 Sekunden waren gespielt, als 
Marsel Stevic für Tuggen und Cyrill Gasser für Cham Grosschancen ungenutzt liessen. Und wiederum waren keine zehn Minuten gespielt, da hiess bereits es 1:1. Der an diesem Nachmittag sehr aktive Jessy Nimi traf für die Gäste, Stevic glich kurz darauf aus.

Das Spektakel ging weiter. Nach einer knappen halben Stunde landete Baders Fallrückzieher am Pfosten, den Nachschuss parierte Tuggens Davide D’Acunto auf der Linie. Fünf Minuten später vergab Tuggen eine grosse Chance, kurz darauf aber reüssierten die Platzherren. Erzan Murtisi behielt wie schon kurz zuvor die Übersicht und leistete die Vorarbeit zu D’Acuntos Führungstor.

Unglücklicher Istrefi …
Nach dem Seitenwechsel ging es mit vielen Torszenen weiter. Dazu wurde die Partie ruppiger und gehässiger. Es ging was an der Linthstrasse – auch, weil sich beide Defensivabteilungen immer wieder Fehler erlaubten. Zwei folgenschwere unterliefen Tuggens Aussenverteidiger Valdet Istrefi. Zuerst köpfte er einen langen Ball im eigenen Strafraum völlig unbedrängt ins Zentrum, wo Gasser vor Torhüter Waldvogel an den Ball kam und ausglich. Dann verlor Istrefi nahe der Eckfahne unnötig den Ball, worauf er ein Foul beging. Beim folgenden Freistoss 
wurde Jan Elvedi im Zentrum sträflich 
alleinegelassen. Es hiess 3:2 für Cham.

… Matchwinner Stevic
Dann folgte der grosse Auftritt von Marsel Stevic. Der 20-jährige leitete einen Pass von Javier Santana an der Strafraumgrenze mit der Hacke zum eingewechselten Jakup Jakupov, der zum 3:3 traf. Für den Siegtreffer war Stevic dann persönlich verantwortlich, als er einen Konter mit einem schönen Schlenzer vollendete. In der restlichen Viertelstunde versuchte Cham zwar, noch einen Punkt zu retten. Weil die Tuggner Abwehr sich ihre beste Phase aber für den Schluss aufbewahrte, blieb es beim 4:3.

«Das sehe ich nur in Tuggen»
«Die beiden Abwehrreihen waren 
heute nicht überaus stark», analysierte Allenspach nach der Partie. Und 
Portmann sah «Sachen, die ich von meiner Truppe eigentlich nicht gewohnt bin. Das sehe ich nur in Tuggen.» Damit sprach er die Begegnung aus der letzten Saison an, die Tuggen gegen Cham nicht minder spektakulär 4:2 gewonnen hatte. Auch aus Tuggner Sicht gab es am Samstag eine Gemeinsamkeit mit jener Partie vom Mai 2016: Der FCT fuhr einen sehr wichtigen Sieg ein. Damals gelang Tuggen den entscheidenden Schritt aus dem Abstiegssumpf. Jetzt bleibt der FCT zwar Schlusslicht, aber in Tuchfühlung mit dem Mittelfeld.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch

 

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