Gestern absolvierte der FC Tuggen seine dritte Meisterschaftspartie. Zu Hause gewannen die Märchler nach einer mässigen ersten Halbzeit gegen den FC Zürich II mit 4:1.

Weibel Nico Todzi Timo Sulejmani Shpetim 01
Weibel und Todzi kämpfen im strömenden Regen Seite an Seite um den Ball (Bild: Carlo Stuppia)

Auch wenn gestern Abend vor Anpfiff noch keine Regenwolken in Sicht waren, strömten die Zuschauer gleich reihenweise mit Regenschirmen auf den Linthstrasse-Rasen. Und sie sollten die richtige Entscheidung getroffen haben: Nur acht Minuten nach Spielbeginn hat Schiedsrichter Lionel Tschudi die Partie bereits unterbrochen – zu Recht. Strömender Regen durchnässte den Rasen und die Spieler innert kürzester Zeit. Die Akteure quetschten sich dicht gedrängt unter die wenigen Quadratmeter, welche die Spielerbank zu bieten hatte; die Zuschauer stürmten ausnahmslos auf die Tribüne. Nach zehn Minuten konnte die Partie fortgesetzt werden. 

Und Tuggen schien die kalte Dusche gut getan zu haben. Bis zur 15. Minute waren die Gastgeber die aufsässigere Mannschaft mit mehr Ballbesitz und Offensivaktionen – auch wenn der Topskorer und bisher beste Offensivspieler Jusuf Shala wegen eines lädierten Knies Forfait gegeben hatte. Doch dann wendete sich das Blatt. Die Gastgeber verhaderten sich vorwiegend mit (unnötigen) Ballverlusten in Zweikämpfen und ungenauen Fehlpässen im Mittelfeld. So auch Javier Santana, der eine Einzelaktion, die einen schnellen Konter zugunsten der Zürcher verursachte, vorgezogen hatte. Fabian Rohner liess sich nicht zweimal bitten, preschte pfeilschnell durch die Weiss-Blauen (Statisten) und hämmerte den Ball aus rund 20 Metern unhaltbar in die Maschen. Ein schönes Geburtstagsgeschenk für Rohner, der gestern sein 18. Wiegenfest feierte. 

Mit zwei Penaltys zum Sieg
Tuggen steigerte sich in Halbzeit zwei, ohne jedoch vollends zu überzeugen. Es brauchte schon einen Effort Dominik Kuhns, der den Ball mit einem Weitschuss an die Latte setzte (53. Minute). Nur eine Aktion später traf Erzan Murtisi von links aussen haargenau in die rechte untere Ecke zum viel umjubelten Ausgleich. Es war auch der 21-jährige Murtisi, der im 16er-Raum regelwidrig gefoult wurde (63.) – Penalty. Santana, in der letzten Saison ein sicherer Elfmeterschütze, versenkte zur erstmaligen Tuggner Führung der laufenden Meisterschaft. 

Und es kam noch besser: Denn Tuggens Jakup Jakupov hätte die Entscheidung nach einem genialen Pass von Antero Gomes auf dem Fuss gehabt – doch er scheiterte alleine vor Zürichs Torhüter Novem Baumann. Auch der eingewechselte Valdet Istrefi (75.) blieb nach acht Minuten Einsatz ohne Glück und traf nur den Aussenpfosten. Aber Tuggen, ab der 70. Minute klar spielbestimmend, erzwang das Glück und bekam in der 86. Minute erneut einen Elfmeter zugesprochen. Jakupov, der zuvor gefoult worden war, verwertete gleich selbst. Und es war gleich nochmals Jakupov, der in der 90. Minute zum 4:1-Schlussresultat – nach herrlicher Vorarbeit von Valdet Istrefi – traf.

Tuggen klettert mit diesem wichtigen Sieg und den drei Punkten vom Tabellenkeller auf den elften Rang.


Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch

 

Tuggen – Zürich 2 4:1 (0:1)
Linthstrasse. 275 Zuschauer. – SR Lionel Tschudi
Tore: 22. Rohner 0:1. 54. Murtisi 1:1. 63. Santana (Penalty) 2:1. 86. Murtisi (Penalty) 3:1. 90. Jakupov 4:1.

Tuggen: Waldvogel; Senn, Weibel, Todzi, Herlea; Murtisi, Santana (72. Stadler), D’Acunto, Gomes (75. Istrefi); Kuhn, Zverotic (66. Jakupov)
Zürich: Baumann; Stettler, Cirelli, Kryeziu, Rüegg (74. Rexhepi); Rohner, Niederhäusern, Aliu, Ribeiro (64. Antoniazzi); Pagliuca, Sulejmani (60. Kouamé)
Bemerkungen: Tuggen ohne Piperno und Tinner (beide nicht im Aufgebot), Al Abbadie (verletzt) und Shala (rekonvaleszent). -
Verwarnungen: 10. Cirelli (Foul). 37. Weibel (Foul). Niederhäusern (Foul). - Gelb-Rot: 86. Niederhäusern (Foul). 


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