Der FC Tuggen verlor am Samstag auf dem Campus des FC Basel gegen die U21-Mannschaft mit 0:4. Besonders bitter war das Spiel für Torhüter Yves Cardoso, der nach langer Zeit wieder einmal eine Chance erhielt.


IMG4874
Die Tuggener hatten in Basel das Nachsehen (Bild: Philipp Kämpf)

Man hätte es Torhüter Yves Cardoso wirklich von Herzen gegönnt. Seit der dritten Meisterschaftsrunde Mitte August, als Stammtorhüter Timon Waldvogel abwesend war und Cardoso seinen bisher letzten Einsatz hatte, stand der 26-Jährige in der Meisterschaft nicht mehr zwischen den Pfosten. 25 Spiele lang musste die klare Nummer Zwei auf der Bank verharren. Nachdem sich der FC Tuggen am vorletzten Wochenende den Ligaerhalt gesichert hatte, erhielt Cardoso am Samstag gegen Basel 2 seine Chance. Aber er konnte sie nicht nutzen, schied in der 26. Minute verletzt aus. «Es ist eine Katastrophe. Ich habe so lange auf diesen Moment gewartet, hätte mich profilieren können …» Aber eben nur können. Ein getretener Abstoss sollte Cardosos Vorhaben jäh stoppen – bitter: «Ich hörte es gleich knacken. Ich stand zwar noch einen Moment auf dem Feld, war nur wenig später aber nicht mehr in der Lage, einen weiteren Abstoss zu treten», sagte Cardoso, der starke Leistenschmerzen verspürte. 

Dass der FCT zum Zeitpunkt des Torhüterwechsels bereits mit 0:2 in Rücklage war, war nicht Cardosos Schuld. Die zweite Mannschaft Basels hatte ein regelrechtes Startfurioso hingelegt und überrannte die Märchler sichtlich. Extrem schnelle und flinke Spieler, stark gespielte Passkombinationen und Zug aufs Tor – die Tuggner, in der Startelf im Schnitt sieben Jahre älter, konnten mit dem Spiel der Youngsters nicht mithalten. Ein präziser Schuss (9. Minute) des pfeilschnellen Srdan Sudar sorgte für die rasche Führung. Nur wenig später konnte sich Cardoso – erneut gegen Sudar – das erste und einzige Mal mit einer Glanzparade profilieren. Er hatte nach dem Abpraller ins offene Feld aber keine Chance mehr, das 0:2 gegen Martin Liechti, der an diesem Tag seinen 18. Geburtstag feierte, zu verhindern. Und auf Hilfe aus den eigenen Reihen hoffte Cardoso vergebens. 

Der Wille des FCT war vorhanden
Die Gäste fanden zwar immer besser in die Partie, brachten aber nicht den gewünschten Druck auf das Basler Gehäuse. Die beste Chance hatte Dominik Kuhn in der 45. Minute. Der unermüdliche Läufer traf jedoch nur die Latte. Im Gegenzug und spät in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit genoss Arxhend Cani unendlich viel Zeit und Raum – zu viel. Gegen den präzisen Schuss konnte auch Waldvogel nichts mehr ausrichten: 3:0 – die Partie war gelaufen. 

Der Mannschaft Tuggens muss aber zugutegehalten werden, dass sie 
weiterkämpfte. Insbesondere die Sturmspitze Anes Zverotic sowie die Mittelfeldspieler Santana, Kuhn, Murtisi, Jakupov und D’Acunto legten ein unglaubliches Laufpensum an den Tag. Aber auch die Viererkette in der Verteidigung machte im Grossen und Ganzen einen guten Job. Allen voran Sandro Gugelmann, der die Captainbinde vom gesperrten Daniel Senn übernommen hatte und seine Mannschaft unüberhörbar dirigierte. Die beste Phase hatte der FC Tuggen zwischen der 60. und 70. Minute: Zuerst rettete Trovato auf, kurze Zeit später Dominik Schiendorfer vor der Linie. Im Anschluss tauchte Jakup Jakupov gleich dreimal brandgefährlich vor Basels Schlussmann Thürkauf auf: Schuss, Fallrückzieher und eine Spielszene später nochmals ein Schuss aus kurzer Distanz – jedoch immer erfolglos. Den Schlusspunkt zum 4:0-Sieg setzte Basels Cani mit einem präzisen Schuss in Waldvogels untere rechte Ecke. 

«Ich habe nicht viel gemacht»
Auch wenn die Partie für beide Teams mehr oder weniger bedeutungslos war, war FCB-Trainer und -Kultfigur Massimo Ceccaroni mit dem Gezeigten seiner Mannschaft zufrieden: «Es war eine gute Partie für uns. Wir konnten unseren Zuschauern im letzten Heimspiel nochmals attraktiven Fussball zeigen.» Basel 2 klettert mit diesem Sieg auf den vierten Tabellenrang und mischt als einziges U21-Team in der vorderen Tabellenhälfte mit. Eine Überraschung, nachdem die Basler Reserven nach der zehnten Runde in den Tabellenkeller gerutscht waren und Trainer Thomas Häberli gehen musste. Ceccaroni, der von 1987 bis 2002 ununterbrochen für die Bebbi stürmte, führte die Mannschaft auf die Erfolgsspur zurück. «Ich habe gar nicht so viel gemacht. Aber wir sind als Mannschaft viel näher zusammengerückt und eine Einheit geworden. Und die Spieler haben begriffen, dass sie auf dem Feld mehr machen müssen», gibt sich Ceccaroni nach dem zehnten Sieg im 15. Spiel bescheiden. 

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Weitere Bilder der Partie von Philipp Kämpf:

IMG 4656

IMG 4692

IMG 4823

IMG 4862

IMG 4883

IMG 4902

IMG 5011

IMG 5023

IMG 5029

IMG 5033

 

Teilen:

    Hauptsponsor

    Tenüsponsoren

    Medienpartner

FC TUGGEN     |     POSTFACH 49     |     CH-8856 TUGGEN     |     INFO(AT)FCTUGGEN.CH     |     COPYRIGHT 2018 FC TUGGEN
Created by Dominik Kuhn