Das Nicht-Aufgeben wurde belohnt: Tuggen holte den zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand bei den GC Biaschesi noch zum Unentschieden auf. Schmids Ausgleichstreffer fiel in der 94. Minute.

Von Bruno Füchslin

 

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Die Tuggner Mauer bei einem Freistoss von Alessandro Stallone. Foto fü.

Zu Hause fix, auswärts nix: Gastgeber Biasca erwies sich in der bisherigen Meisterschaft als ein Team mit mindestens zwei Gesichtern. Von fünf Heimpartien wurden deren vier gewonnen; nur zwei Gegentreffer daraus musste für Tuggens Offensive zur Herausforderung avancieren. Nach Siegen gegen Baden (auswärts 2:1) und Brühl (zu Hause 2:0) wollten die Tessiner auch dem dritten die Rangliste Anführenden ein Bein stellen.
Dümmer hatte die Partie für die Gäste nicht beginnen können: Der erste zügige Angriff der Tessiner bedeutete bereits das 1:0. Aus dem Mittelfeld heraus lanciert, profitierte Enzo Pittau von nicht konsequent eingreifenden Tuggner Abwehrspielern und markierte die Führung (6.). Damit war bereits frühzeitig vorgegeben, was die Begegnung inhaltlich parat halten sollte.
Bevor Tuggen zu ersten (wenigen) Möglichkeiten kam (25. Zverotic; Zaccagnini wehrt zur Ecke), standen die nun bereits deutlich defensiv stehenden Biaschesi dem zweiten Treffer näher. Dieser fiel dann fünf Minuten vor dem Wechsel: Erst stand Batlak frei und nach dessen Flanke der nachmalige Torschütze Lamanna. Ein Halbzeitergebnis also, das zu korrigieren eine noch mehr intensivierte Tuggner Offensive erforderte.
Schmid als Punktretter
Diese liess nicht auf sich warten, wurde aber zunehmend mühsamer, zumal reduziert: Leskovci musste als erster duschen gehen (54.). Als Etemi die bislang beste Tuggner Möglichkeit per Kopf vergab (72.), gab dies den Gastgebern noch mehr Auftrieb. Tuggens Anschlusstreffer geschah auf einen von Santana verwandelten Handspenalty (79.), ehe sich dann doch einige Emotionen entluden: Batlak sah nach seiner Tätlichkeit gegen Etemi direkt rot (85.), Stallone folgte ihm in der ersten Nachspielminute wegen der zweiten Verwarnung.
Es war dann der wohl exakt aus diesem Grund nach einer Stunde eingewechselte Schmid, der die letzte Tuggen-Flanke der Partie, von Hoxhaj gezogen, per Kopf aus sieben Metern wuchtig in Zaccagninis Maschen setzte (94.). Kurz danach fand sich vor Tuggens Spielerbank männiglich zu einem Rudel ein; die nicht offiziell einberufene Ad-Hoc-Generalversammlung, bei der man sich da und dort näher kam, als einem lieb war, gipfelte in zwei weiteren Feldverweisen, je einem pro Team.
GC Biaschesi – Tuggen 2:2 (2:0)
Al Vallone. 180 Zuschauer. SR: Magbul Mustafai.
Tore: 6. Pittau 1:0. 40. Lamanna 2:0. 79. Santana (Handspenalty) 2:1. 94. Schmid 2:2.
Biasca: Zaccagnini (98. Delluigi); Idrizi, Simic, Loiero, Zaccarelli; Lamanna, Stallone, Russo, Coppola; Pittau, Batlak.
Tuggen: Bernet; Hoxhaj, Nushi (46. Etemi), Leskovci, Huber; Santana, Gandolfo (80. Gashi), Moser, Murtisi; Senn. Zverotic (59. Schmid).
Bemerkungen: Biasca ohne Zubcic und Dorsa (gesperrt) sowie Pellegrini und Burla (beide verletzt). Tuggen ohne Pedrotti, Joller und Maier (verletzt). Platzverweise: 54. Leskovci (gelb/rot; Foul), 85. Batlak (Tätlichkeit an Etemi), 91. Stallone (gelb/rot; Foul), 96. Etemi und Zaccagnini (gegenseitig handfestes Kundtun persönlicher Antipathien). Verwarnungen: 12. Simic (Foul an Moser), 16. Leskovci (Foul an Batlak), 20. Russo (Foul an Moser), 52. Etemi (Unsportlichkeit), 71. Murtisi (Foul an Idrizi), 77. Coppola (Foul an Santana), 83. Stallone (Foul an Santana), 89. Hoxhaj (Foul an Pittau). Gepfiffene Regelvergehen: 19 (8) gegen Biasca, 12 (5) gegen Tuggen. Corners 4:4 (2:3).

Das gab zu reden …
Immerhin-Punkt. In Biasca zu punkten, scheint diese Saison besonders schwer – diese Erfahrung haben schon andere gemacht. Die Torfolge kam den Tessinern so entgegen, dass Tuggen bis zur letzten Szene brauchte, um doch noch den Immerhin-Punkt mit nach Hause nehmen zu können. Admir Batlaks Dummheit, fünf Minuten vor offiziellem Spielschluss in der gegnerischen Hälfte (!) eine Tätlichkeit zu begehen, war letztlich punktevergabe-mitbeeinflussend.
Brühl als Profiteur. Die 13. Runde hat Aufsteiger Brühl SG wieder zum alleinigen Spitzenreiter gemacht. Tuggen verlor zwei, Baden mit der 1:2-Heimniederlage gegen Lugano gar drei Punkte. Zum Tabellendritten Baden aufgeschlossen hat das immer stärker werdende Rapperswil-Jona, das gegen den Tabellenletzten Buochs klar gewann.
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