Der FC Tuggen konnte auch beim Tabellenvorletzten United Zürich keine Punkte einfahren. Zwar ebnete Torhüter Timon Waldvogel dem FCT den Weg zum Sieg, ging aber wegen eines Gegentreffers in den Schlussminuten als Verlierer vom Feld.

Waldvogel Spielaufbau
Selbst ein Waldvogel in Topform reichte nicht zu Punkten gegen United Zürich (Archivbild: Carlo Stuppia)

Er wäre der Held des Spiels gewesen: Tuggens Torhüter Timon Waldvogel. Wäre, wenn das Tuggner Fanionteam im Kellerduell gegen United Zürich gewonnen hätte. Tat es aber nicht. Im Gegenteil: Marco Colocci, der frühere Mittelstürmer des FC Vaduz, schoss die Gastgeber in der 88. Minute zum Sieg. Vorausgegangen war eine Flanke, bei der Tuggens Innenverteidiger Nico Weibel die Chance gehabt hätte, den Ball ins Nirgendwo zu befördern, ihn aber nicht traf und Torhüter Waldvogel einer 1:1-Situation (chancenlos) ausgeliefert war. Sinnbildlich blieb der Tuggner Schlussmann einen Moment auf dem Regen durchnässten Rasen, der eher einem Acker als einem Fussballfeld glich, liegen.

Dabei hatte der 25-jährige Torhüter mit Grosstaten den Weg zum Sieg geebnet: Zuerst holte Waldvogel einen von Nikola Marjanovic getretenen Freistoss aus rund 20 Metern spektakulär und einhändig aus seiner rechten unteren Ecke (24.), zwei Minuten später – erneut bei einem Freistoss des ehemaligen FCRJ-Goalgetters Marjanovic (51 Spiele, 19 Tore) – schaffte Waldvogel das gleiche Kunststück in seiner Ecke links unten.

Auch nach dem Seitenwechsel brauchte Tuggen einen Waldvogel in Hochform, der sich aber auch zweimal bei der Torumrandung (Latte; 56./73.) bedanken konnte. Als aber Zürich United einen (fraglichen) Elfmeter zugesprochen bekam (73.), schien die Partie gelaufen – so zumindest die Annahme der gut 100 Zuschauer, die dem Dauerregen trotzten und Zeugen einer unterhaltsamen Partie wurden. Aber Waldvogel antizipierte beim Penalty richtig, parierte den Ball und versetze seine Mitspieler in Ekstase. Das Momentum blieb jedoch ungenutzt.

Die Chance nicht genutzt
Die Gäste, die sich offensiv harmlos präsentierten, hätten ihrerseits kurz vor dem Gegentreffer die Entscheidung herbeiführen können; aber aus dem Konter (86.) schlugen Santana, Jakupov und Kuhn kein Kapital. Es war ein altbekanntes Problem, das die Tuggner Akteure über 90 Minuten nicht verstecken konnten: zu wenig Tempo, Durchsetzungsvermögen und Effizienz auf den letzten 20 Metern. Zweimal Dominik Kuhn mit Distanzschüssen (50./63.) und eine gute Möglichkeit nach einem Freistoss von Abduljabbar Al Abbadie (15.) blieben nebst dem Konter in den Schlussminuten die gefährlichsten Aktionen.

Mit den drei Punkten – und weil die Partie Bavois gegen Brühl wegen eines  unbespielbaren Terrains abgebrochen werden musste – hievt sich United Zürich über den Strich. Tuggen bleibt auf zehn Punkten im Tabellenkeller sitzen – vier Punkte hinter Bavois. War das ein verlorenes Schlüsselspiel mit Blick auf den Abstiegskampf? «Nein», sagte Captain Javier Santana. «Klar sind die Aussichten nicht gut, aber wir brauchen nur ein Erfolgserlebnis und schon sind wieder im Spiel», fügte Santana an.

Seit fünf Meisterschafspartien hat der FC Tuggen nun nicht mehr gewonnen, von möglichen 15 nur einen einzigen Punkt geholt. Schlecht gespielt haben die Schwyzer zwar auch am Samstag nicht, wer aber keine Tore schiesst, kann schlicht keine Vollerfolge feiern, die es für einen Sprung über den Strich braucht. Nun steckt der FCT seit Einführung der Promotion League (2012) erstmals bereits nach der Hinrunde mit beiden Beinen im Abstiegskampf.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch

 

Teilen:

    Hauptsponsor

    Tenüsponsoren

    Medienpartner

FC TUGGEN     |     POSTFACH 49     |     CH-8856 TUGGEN     |     INFO(AT)FCTUGGEN.CH     |     COPYRIGHT 2018 FC TUGGEN
Created by Dominik Kuhn