Die Zuschauerzahl war aus Tuggner Sicht ein Erfolg – das Resultat nicht. 4150 Zuschauer sahen gestern Abend an der Linthstrasse den 4:1-Sieg des FC Basel gegen Tuggen. Immerhin gelang den Märchlern der Ehrentreffer.

FCT Angriff vor FCB Fans
Die Tuggener verteidigen im Kollektiv (Bild: Carlo Stuppia)

Die Partie begann, wie es Tuggen unbedingt verhindern wollte: mit frühen Toren Basels. In der achten Minute brachte Nationalspieler Michael Lang den Ball in die Gefahrenzone, wo Jean-Paul Boëtius goldrichtig stand und einschoss. Der niederländische Junioren-Internationale traf zehn Minuten später erneut. Wiederum ging eine Aktion Michael Langs voraus. Der Ostschweizer wurde im Strafraum niedergerissen, Boëtius vollendete. Und nachdem Lang nach einer halben Stunde selber einschoss und vor der Pause Innenverteidiger Balanta zum 4:0 traf, glaubten auch die grössten Optimisten unter den Zuschauern nicht mehr an eine Sensation.

Besonders bitter aus Tuggner Sicht war: Kein Tor der Basler war wirklich zwingend. «Die Standards haben uns gekillt», sagte Tuggens Captain Javier Santana nach der Partie zwar etwas übertrieben. Er traf den Nagel damit aber auf den Kopf.
Dabei war der FCT vor dem Spiel noch optimistisch. Trotz letztem Platz in der Meisterschaft. Trotz der Rolle als Aussenseiter. «Wir gewinnen im Elfmeterschiessen», glaubte Tuggens Präsident Felix Huber vor Anpfiff. 
Hubers Pendant Bernhard Heusler 
widersprach. «Kurz vor dem Elfmeterschiessen treffen wir zum 4:3», sagte der FCB-Präsident lachend. Heusler, der vor der Partie zusammen mit 
Huber von Kurt Vogt interviewt wurde, fühlte sich wohl in der Provinz, 
mischte sich unter die Zuschauer und 
zeigte, warum er nicht nur in Basel, sondern in der ganzen Fussball-Schweiz grossen Respekt geniesst.

Basel schonte Stammspieler
Heusler stellte nicht nur klar, dass  trotz grossem Vorsprung der Titel in der Super League noch lange nicht gesichert sei. Er unterstrich auch, dass der FCB die Aufgabe in Tuggen nicht auf die leichte Schulter nimmt. Dennoch verzichtete Trainer Urs Fischer auf einige Stammkräfte. Auch bei Tuggen fehlten zwar Stammspieler, 
jedoch unfreiwillig. Captain Daniel Senn musste verletzt passen, Andrei Herlea war gesperrt, und Marsel Stevic sass aufgrund muskulären Problemen nur auf der Bank.

Motivierte Nationalspieler
Es ist aber zu bezweifeln, dass sich die Siegchancen des FCT erhöht 
hätten, wenn Trainer Adrian Allenspach hätte aus dem Vollen schöpfen 
können. Dass Basel wegen den bevorstehenden Partien gegen GC und Arsenal 
einige Spieler aus der zweiten 
Reihe auflaufen liess, stellte sich nicht 
unbedingt als Plus für Tuggen heraus. Im Gegenteil. Jene Basler, die sonst 
zweite Wahl sind, wollten die Chance nutzen, sich in einem Ernstkampf zu präsentieren – wie der junge 
Boëtius, der doppelt erfolgreich war. Und Stammkräfte Michael Lang oder Luca Zuffi zeigten sich motiviert und hatten sichtlich Spass am Auftritt in der Provinz.

Die beiden Schweizer 
Nationalspieler und ihre Basler Teamkollegen schalteten nach der Pause einen Gang zurück und brachten den Sieg problemlos über die Bühne. Erfreulich aus Tuggner Sicht: Timon Waldvogel im Tor des FCT konnte sich in der zweiten Halbzeit noch einige 
Male auszeichnen. Und Jusuf Shala, der nach rund einer Stunde für Anes Zverotic ins Spiel kam, gelang kurz 
vor dem Schlusspfiff noch der vielum-jubelte Ehrentreffer für die Hausherren.

Die weitere Tuggner Erfolgsnachricht an diesem Abend war die Zuschauerzahl. 4150 Fans verfolgten die Partie an der Linthstrasse, rund 1000 mehr als erwartet. «Mit der Zuschauer-zahl sind wir zufrieden», sagte Felix Huber – auf einen Kommentar zum Spiel verzichtete der FCT-Präsident.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Allenspach Fischer Shakehands

Murtisi

Murtisi Santana

Schiendorfer Die Zweikampf

Team FCT

Praesidenten im Gespraech
Bilder: Carlo Stuppia

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