Der FC Tuggen empfängt am Mittwoch den FC Basel. Bereits vor drei Jahren gastierte der unumstrittene Krösus der letzten Schweizer Fussball-Dekade auf dem Linthstrasse-Rasen und gewann vor über 6000 Zuschauern. Seither haben sich die Kader aber stark verändert – die Ausgangslage nicht.

Tinner Raymond Stocker Valentin 01
Raymond Tinner – hier gegen Valentin Stocker – ist nebst Daniel Senn der einzige, der vor drei Jahren in der Startelf gestanden ist und noch für Tuggen spielt (Archivbild: Carlo Stuppia)

Nur noch zwei Tage, bis auf dem Linthstrasse-Rasen der Schweizer Fussballkrösus aufläuft. Während es für die Akteure des FC Tuggen wohl eines der grössten Spiele der Karriere wird und die Affiche wie ein Dessert auf der ansonsten alltäglichen Promotion-League-Menükarte daherkommt, ist es für den FC Basel ein hartes Stück Brot, dass die Bebbi auf den Teller serviert bekommen – nicht aus sportlich fordernder Sicht, sondern viel mehr wegen des Mammutprogramms, das es zu absolvieren gilt. Denn der Primus der Schweizer Fussballszene hüpft dieser Tage von einem Wettbewerb zum andern: noch letzte Woche Champions League in Paris (gegen Paris Saint-Germain), am Samstag Super League im Tessin (gegen Lugano) und am Mittwoch Schweizer Cup in Tuggen. Auch wenn das Mammutprogramm körperlich nur schwer verdaubar ist, kriegt der FCB umgehend den Nachtisch serviert: am kommenden Samstag nach der Cuppartie in der Super League (auswärts gegen GC) und am Dienstag in der Champions League (zu Hause gegen PSG).

Mal ist der FCB konkurrenzloser Dominator, mal krasser Aussenseiter – spätestens in der Cuppartie gegen Tuggen aber wieder in der Rolle jener Mannschaft, die den Rest der Fussballlandschaft Schweiz masslos überfordert. Daher ist es kaum anzunehmen, dass die Schweizer Fussballattraktion gegen den Amateurverein mit dem A-Kader antritt – höchstens mit dem B-, wenn nicht mit dem 1B-Kader, was wiederum die Chance Tuggens erhöht, wenn auch nur minimal.

Nur drei Spieler von heute standen in der Startelf von damals
Und auch wenn der FC Tuggen bereits vor drei Jahren gegen Basel gespielt hat (2013; Cupachtelfinal; 1:3), stehen sich am Mittwoch zwei neue Mannschaften gegenüber. Denn nur gerade drei Spieler standen bereits bei der wetterbedingten Schlammschlacht vor drei Jahren in den Startformationen und stehen noch immer in einem der beiden Kader: FCB-Torhüter Germano Vailati, Tuggens Innenverteidiger Raymond Tinner und FCT-Urgestein Daniel Senn. Der Rest der damaligen Startelf des FCB mit Arlind Ajeti (Turin), Mohamed Elneny und Granit Xhaka (beide Arsenal), Marcelo Díaz (Celta Vigo), Mohamed Salah (AS Roma), Valentin Stocker (Hertha BSC), Giovanni Sio (Stade Rennes) und Gastón Sauro (SC Columbus Crew; USA) spielt heute in ausländischen Ligen oder ist – wie die Degen-Brüder – zurückgetreten.

Auf der Seite der Gastgeber hat Adrian Bernet den Platz zwischen den Pfosten für Timon Waldvogel geräumt. Etienne Manca und Willi Doda haben sich Ligakonkurrent YF Juventus angeschlossen, Patrick Peters (Eschen-Mauren), Marco Hämmerli (Gossau), Baykal (Muri), Cyril Schiendorfer (Seuzach) und Almir Murati (Kosova) haben sich in die Regionalligen oder ganz vom Fussball zurückgezogen (Sandro Gugelmann). Javier Santana, das Kraftpaket im Tuggner Mittelfeld, läuft zwar seit sechs Jahren für den FCT auf und hatte im Cup 2010 gegen den FCZ und 2011 gegen Sion gespielt, war vor drei Jahren gegen Basel aber gesperrt.

Aber auch wenn die Mannschaften nicht mehr in denselben Formationen auflaufen und sich der FCB für das neuerliche Aufeinandertreffen bei Spielern aus dem hauseigenen Nachwuchs bedient, dürfte es für die Märchler schwierig werden. Denn die U21-Mannschaft des FCB – oder das 1B-Kader – ist in der Promotion Gegner des FCT und lässt (fast) nie Zweifel aufkommen, wer die bessere Mannschaft ist: In den neun Begegnungen seit Einführung der Promotion 2012 konnte Tuggen erst einmal gewinnen. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Serie (1:4, 0:4, 2:3, 0:2). Der einzige FCT-Sieg – 3:2 vor heimischem Publikum – liegt über zwei Jahre zurück (4. Oktober 2014).

Roger Züger, www.marchanzeiger.ch




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