Fast sieben Jahre schon spielt Javier Santana für den FC Tuggen. Das Gefühl als Tabellenletzter kannte der Mittelfeldspieler aber noch nicht. Angenehm sei das nicht – aber Santana glaubt an die Wende.

Santana Zweikampf
Kraftbündel Javier Santana ist überzeugt, den Weg aus dem Tabellenkeller zu finden (Archivbild: Philipp Kämpf)

Ein gewisses Unbehagen kann Javier Santana nicht verstecken. Und er macht auch keinen Hehl daraus, dass man sich als Spieler Gedanken macht. «Es ist nicht angenehm, Letzter zu sein. Man muss sich damit befassen, dass man absteigen könnte», sagt Santana deutlich. Er nennt zwei Gründe, warum man bisher die Rote Laterne nicht abgeben konnte. «Es ist wie fast immer, seit ich in Tuggen spiele. Wir kassieren zu 
viele Tore nach Eigenfehlern. Und 
momentan laden wir den Gegner ja fast zum Toreschiessen ein. Das andere ist, dass wir für unsere Auftritte in dieser Saison zu wenig belohnt wurden.»

«Stevic war ein guter Transfer»
Neben defensiver Stabilität vermisste man zuletzt im Tuggner Spiel auch das konsequente Spiel nach vorne, einen roten Faden, einen Plan. Santana deutet auf die «vielen Wechsel» hin, die man in der Offensive hatte. «Zuerst spielte meist Jusuf Shala, dann Anes Zverotic. Und schliesslich konnte mit Marsel Stevic ein sehr guter Transfer gemacht werden. Sechs Spiele, sechs Tore. Er hat eingeschlagen. Aber es stimmt schon: Wir müssen im Spiel nach vorne zwingender werden und auch mal 1:0 oder 2:0 in Führung gehen.»

Santana blickt nun aber nicht 
zurück, sondern voraus. Auf das Heimspiel morgen gegen Sion 2 und auf die Auswärtspartie bei Aufsteiger Bavois eine Woche später. «Sion hat das Spitzenteam Basel geschlagen, und Bavois scheint mir wie jedes Westschweizer Team zu Hause spielstark zu sein. Rapperswil-Jona kam dort nicht über ein Unentschieden hinaus … Es wird nicht einfach.» Trotzdem fordert Santana: «Gegen Sion müssen drei Punkte, in Bavois mindestens einer her. Mit vier Punkten aus diesen beiden Spielen bleiben wir dabei.» Danach folgt das Cupspiel gegen den FC Basel. «Der Trainer hat uns klar gesagt, dass der Fokus auf Sion und Bavois liegt. In der Mannschaft sprechen wir momentan auch nicht über Basel. Nur über Sion», sagt Santana. «Uns ist egal, mit wem oder was sie kommen, ob sie Spieler von der ersten Mannschaft dabei 
haben.»

«Captainbinde ist nur ein Detail»
Er sei «sehr zuversichtlich», dass der FCT aus dem Tabellenkeller finde, sagt Tuggens Nummer 10 weiter. Diese Zuversicht mündet darin, dass Santana innerhalb der Mannschaft nach wie vor «einen guten Spirit» feststellt.  «Man hat das gegen Cham gesehen, das ja auch nicht irgendeine Mannschaft ist. Das war eine riesige Teamleistung.»

Dass Santana temporär die Captainbinde vom verletzten oder nicht aufgestellten Daniel Senn übernommen 
hatte, änderte am Auftreten von Santana nichts. «Ich verhalte mich wie zuvor. Auch ohne Captainbinde kann ich 
Impulse geben, die jungen Spieler 
führen. Ich glaube, ich bin akzeptiert in der Mannschaft und darf auch mal das Wort ergreifen, ohne dass sich jemand angegriffen fühlt deswegen», so 
Santana. Und die Captainbinde sei da nur ein kleines Detail, fügt Santana, der am Sonntag 28 Jahre alt wird, hinzu. Er ist mittlerweile ein Routinier, will Vorbild sein – und spricht auch so. Der einstige Offensivkünstler muss vermehrt defensive Rollen übernehmen. «Mir egal», kontert Santana. «Ich spiele dort, wo man mich aufstellt.»

Bericht: von Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch



Tuggen – Sion 2
Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse


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