Der FC Tuggen traf am Samstagnachmittag auf den Sportclub Kriens. Die Innerschweizer mischen zurzeit in der Promotion-League-Spitze mit – eine stark aufspielende Märchler Equipe bot den Kriensern aber Paroli.

Waldvogel Spielaufbau
Torhüter Waldvogel zeigte gegen Kriens eine starke Partie (Archivbild: Carlo Stuppia)

Das war wieder einmal ein Spiel, das wir hätten gewinnen müssen», sagte Tuggens Mittelfeldspieler Javier Santana kurz nach Spielschluss. Der Tabellenletzte Tuggen bot dem Sportclub Kriens – aktuell Zweiter in der Promotion League – überraschenderweise Paroli und hätte in den Schlussminuten gar den Siegestreffer auf dem Fuss gehabt. Aber der in der 77. Minute eingewechselte Goalgetter Jusuf Shala scheiterte in der Nachspielzeit im Duell gegen Kriens-Schlussmann Sebastian Osigwe. Kurz zuvor hatte der 29-jährige Shala zwar getroffen, stand aber klar im Offside. «Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Wir zeigten eine super Mannschaftsleistung und haben stark gekämpft», so das Fazit Santanas, der seinen Frust über die vergebene Chance auf einen Vollerfolg aber nicht verbergen konnte.

Waldvogel wieder in Hochform
Auch wenn die Märchler keinen Dreier eingefahren haben, kann das Team mit dem Gezeigten zufrieden sein und für die kommenden Partien darauf aufbauen. Denn die gut 400 Zuschauer im Kleinfeld-Stadion sahen eine unterhaltsame und spannende Partie, in der Tuggen mit einer starken Mannschaftsleistung zu überzeugen wusste. Zwar waren die Märchler über die gesamte Spieldauer weder die bessere noch die aktivere Mannschaft, weil Kriens aber sichtlich Mühe hatte, das Tuggner Defensivbollwerk zu durchbrechen – die Viererabwehrkette mit Senn, Canzian, Tinner und Istrefi spielte ganz stark – hielt sich Tuggen bis zum Schluss im Spiel.

Einzig ab der 60. Minute stand der FCT für eine Viertelstunde unter Dauerbeschuss, konnte sich aber auf Torhüter Timon Waldvogel verlassen. Der Schlussmann, der in jüngster Vergangenheit zweimal auf die Bank verbannt worden war, zeigte eine beeindruckende Leistung und stand am Ursprung des Punktegewinns. Beim einzigen Gegentreffer war er aber machtlos: Nach einer satt getretenen Flanke eröffnete Marco Wiget mit einem herrlichen Kopfball das Skore (36.). 

Kriens haderte mit sich selbst
Obwohl Kriens klar mehr Ballbesitz hatte und spielbestimmend war, war die Führung schmeichelhaft. Denn Tuggen hatte die besseren Chancen und überzeugte mit aggressivem Pressing in der eigenen Zone und schnell vorgetragenen Kontern. Besonders lauffreudig und spielstark fiel im zentralen Mittelfeld Santana auf. Aber auch seine Mitspieler überzeugten mit gradlinigen und schnörkellosen Passkombinationen und enormem Kampfgeist. Der Lohn: Marsel Stevic schoss den FCT mit seinem dritten Tor im vierten Spiel zum Ausgleich. 

Die Platzherren hingegen bekundeten enorme Mühe mit Tuggen – und mit sich selbst: Ungenaues Passspiel im entscheidenden Moment, wenig Kreativität im Spiel und zu wenig Effizienz muss sich Kriens vorwerfen. Immerhin vermochten die Innerschweizer, nachdem Henrique Bem vom Platz gestellt worden war (83.), die Niederlage zu verhindern. Tuggen bleibt mit dem gewonnen Punkt im Tabellenkeller sitzen. Zwar ist «jeder Punkt wichtig, aber heute sind wir schlecht belohnt worden», sagte Santana.


Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch

 

Kriens – Tuggen 1:1 (1:1)
Kleinfeldstadion. 420 Zuschauer. – SR Fabian Hänggi.
Tore: 36. Wiget 1:0. 39. Stevic 1:1. 

Kriens: Osigwe; Fanger, Fäh, Hasanaj, Röthlisberger; Allou (85. Diogo), Cornello, Wiget, Siegrist (72. Bühler), Weber, Sulejmani (75. Thali).
Tuggen: Waldvogel; Istrefi, Tinner, Canzian, Senn; Kuhn, Santana, D’Acunto, Murtisi (85. Jakupov); Stevic (73. Stadler) ; Zverotic (77. Shala).
Bemerkungen: Tuggen ohne Huser (nicht im Aufgebot), Todzi, Al Abbadie und Weibel (alle verletzt). Kriens ohne Fischer, Stojanov, Bajrami und Kablan (alle verletzt), Kehrer (abwesend).
Verwarnungen: 47. Allou (Foul). 62. Senn (Fou). 69. Istrefi (Foul). 77. Fäh (Foul). 81. Stadler (Foul). 90 Shala (Foul). – Gelb-Rot: 83. Bem (Foul).


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