Der FC Tuggen durchlebt derzeit eine schwache Phase. Dies vermag auch der Sieg im Cup gegen Calcio Kreuzlingen nicht zu kaschieren. Der Zweitligist war die bessere Mannschaft und musste sich erst im Penaltyschiessen beugen.

cup entscheidender elfmeter
Die entscheidende Szene zugunsten des FCT: Kreuzlingens Boudhar trifft mit dem sechsten Elfmeter nur den Pfosten (Bild: Wolfgang Wehrle)

Das Positive aus Tuggner Sicht vorneweg: Das Schlusslicht der Promotion League setzte sich gegen Zweitligist Calcio Kreuzlingen durch und steht im Cup-Achtelfinal. Viel mehr Erfreuliches gibt es vom samstäglichen Auftritt des FCT nicht zu berichten. Tuggen bekundete mit dem Zweitligisten enorme Mühe und musste gar froh sein, sich ins Elfmeterschiessen gerettet zu haben. Und selbst dort bedurfte es einer Zusatzrunde, ehe Unglücksrabe Djamel Boudhar als sechster Schütze der Ostschweizer nur den Pfosten traf. Da Silva Gomes schoss die Märchler im Anschluss eine Runde weiter.

Glückliche Pausenführung
Obwohl Tuggen drei Klassen höher spielt als die Ostschweizer, war nie ein Klassenunterschied auszumachen. Im Gegenteil. Kreuzlingen war über 120 Minuten die bessere Mannschaft. In den ersten zehn Minuten vergaben die Platzherren zwei gute Chancen, und kurz vor dem Pausenpfiff köpfte Zouhair Bouadoud unbedrängt am offenen Tor vorbei. Dazwischen ging Tuggen in der 25. Minute äusserst glücklich in Führung. Ein Freistossball spickte einem Kreuzlinger in der Mauer an die Hand. Santana traf darauf aus elf Metern sicher.  

Trotzdem schien sich die Partie in eine Richtung zu entwickeln, die für solche Spiele nicht unüblich ist: Der Unterklassige wehrt sich nach Kräften, der Oberklassige aber schaukelt die Führung mit minimalem Aufwand über die Zeit. Nicht so in Kreuzlingen. Der Zweitligist hatte längst Lunte gerochen und spürte, dass er nach Cham auch den zweiten Club aus der Promotion League aus dem Cup kegeln könnte. Kreuzlingen suchte und fand in der 73. Minute den Ausgleich. Hochverdient schoss Alajdin Pajaziti zum 1:1 ein. Und kurz vor Ende der regulären Spielzeit rettete der Pfosten die Tuggner vor dem Ausscheiden. Auch in der Verlängerung stand Kreuzlingen näher am Siegtreffer. So rettete Davide D’Acunto einmal auf der Linie.

Keine einzige Torchance
Erschreckend war aus Tuggner Sicht vor allem: Der FCT erspielte sich über 120 Minuten nicht eine einzige nennenswerte Torchance (!), während Kreuzlingen mehrere hochkarätige Möglichkeiten besass. FCT-Trainer Adrian Allenspach hatte vor der Partie gewiss Recht, als er die AS Calcio Kreuzlingen als «sehr guten Zweitligisten» bezeichnete. Die Ostschweizer wussten physisch, spielerisch und vor allem kämpferisch zu überzeugen und bewiesen, dass es kein Zufall war, dass sie auf demselben Platz den starken SC Cham ausgeschaltet hatten. Dennoch: Die Gesichtsausdrücke der Spieler und der zahlreichen mitgereisten Tuggner Anhänger nach dem Penaltyschiessen sprachen Bände. Grosse Erleichterung zwar, doch schien mit dem Gezeigten niemand zufrieden zu sein. Will der FCT in der Promotion League, wo es übermorgen mit dem Heimspiel gegen Breitenrain weitergeht, weg vom Tabellenende, dann ist eine krasse Leistungssteigerung unabdingbar.

Den Sieg teuer bezahlt
Bei Tuggen verletzten sich in der fairen, aber hart geführten Partie mit Dominik Schiendorfer, Nico Weibel und Timo Todzi drei Spieler. Zum Zeitpunkt von Todzis Verletzung hatte der FCT sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft, er musste sich zu Zehnt ins Elfmeterschiessen retten. Wie schwer sich die drei Spieler verletzt haben, bleibt abzuwarten. Immerhin kann Allenspach derzeit auf ein breites Kader zurückgreifen. In Kreuzlingen standen mit Piperno, Huser, Istrefi und Captain Senn gleich vier Spieler nicht im Aufgebot.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch

 

AS Calcio Kreuzlingen – Tuggen 1:2 (1:1) n.P.
Döbeli, 200 Zuschauer.

Tore: 25. Santana (Penalty) 0:1. 73. Alajdin Pajaziti 1:1.
AS Calcio Kreuzlingen: Nowak; Burim Pajaziti, Boudhar, Sumelka, Sekkour; Fall; Trigo (10. Omerbegovic), Quentmeier, Maiorana (105. Barlecaj), Anic; Bouadoud (60. Alajdin Pajaziti).
Tuggen: Waldvogel; Schiendorfer (86. Canzian), Weibel 
(65. Herlea), Tinner, Todzi; D’Acunto, Santana; Jakupov, 
Stadler, Da Silva Gomes; Shala (69. Zverotic).

Bemerkungen: Tuggen ohne Al Abbadie (verletzt) sowie Piperno, Senn, Huser und Istrefi (alle nicht im Aufgebot). Verwarnungen: 25. Anic (Foul), 29. Schiendorfer (Foul), 52. Sumelka (Foul), 84. Alajdin Pajaziti (Foul), 101. Jakupov (Foul), 114. Tinner (Foul), 120. D’Acunto (Reklamieren). Elfmeterschiessen: Barlecaj 1:0. Tinner 1:1. Anic 2:1. 
Stadler 2:2. Burim Pajaziti 3:2. Zverotic 3:3. Sumelka 4:3. Jakupov 4:4. Alajdin Pajaziti 5:4. Santana 5:5. Boudhar –. Da Silva Gomes 6:5.

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