Der FC Tuggen verliert in der fünften Meisterschaftsrunde der Promotion League im Auswärtsspiel gegen den SC Brühl bitter: Ein Weitschuss und ein Torwartfehler entschieden die Partie in der 77. Minute zum 2:1 für die Gastgeber. 

Waldvogel Parade
Tuggens Schlussmann Waldvogel sah für einmal nicht ganz glücklich aus (Archivbild: Philipp Kämpf)

Bis auf zwei Pressingphasen Brühls bot sich den 610 Zuschauern im Paul-Grüninger-Stadion in St. Gallen am Samstag eine mehrheitlich ausgewogene Partie zwischen den bis dato Tabellennachbarn Tuggen und Brühl – ein Aufeinandertreffen, das vergangene Saison einmal 3:2 zugunsten der Märchler, einmal unentschieden ausgegangen war.

Doch die heimischen Kronen starteten am Samstag fulminant in die Partie, präsentierten Offensivstärke und Passgenauigkeit, erarbeiteten sie sich doch bereits in den ersten zehn Minuten drei Torchancen – Glück für die Tuggner, dass die letzte Abschlussgenauigkeit fehlte. Dieses Aufbegehren wurde in der 20. Minute schliesslich mithilfe eines nebulösen Schiedsrichterentscheids mit einem Penalty gegen Tuggens Schlussmann belohnt und sicher durch den ehemaligen GC-Spieler Alessandro Riedle verwertet.

Tuggen kommt in die Partie
Tuggen gewann zunehmend an Stabilität und setzte in der 22. Minute nach einem Fehlzuspiel in der Brühler Defensive zum ersten, allerdings erfolglosen Abschluss an. Die Märchler weiter im Vorwärtsgang: Ein laufstarker Murtisi und Captain Senn mit guter Übersicht lancierten einen weiteren Vorstoss, der in der 26. Minute das 1:1 herbeiführte: Shala traf per Kopf – unhaltbar für Goalie Lazraj, der des Weiteren, abgesehen von einer Grosschance Tuggens in der 56. Minute und von einem finalen Aufbegehren, eine ruhige Partie bestreiten sollte.

Eine Unaufmerksamkeit zu viel
Obschon sich Tuggen-Keeper Waldvogel mehrmals gut in Szene zu setzen vermochte und einen erneuten Rückstand verhinderte, sollte er in der 76. Minute zur tragischen Figur der Partie werden: Bereits in der 39. Minute versuchte Brühls Starspieler Riedle, den Tuggner Schlussmann für seinen Ausflug an die Grenzen des 16ers zu bestrafen, dieses Mal noch erfolglos. Doch nach einem Corner der Gäste, lancierte Brühl in der Schlussviertelstunde den entscheidenden Konter, den Tuggens Murtisi zwar zur Ecke klären konnte. Nicht etwa diese Standardsituation war es aber, die den Märchlern zum Verhängnis wurde, wurde der Ball doch aus dem Strafraum bugsiert. Doch Waldvogel hatte den österreichisch-brasilianischen Flügelspieler Rafinha nicht auf der Rechnung, der zum – eigentlich haltbaren – Distanzschuss ansetzte – und dieses Spiel nur vier Minuten darauf zu wiederholen versuchte.

Beherzter Auftritt 
Positiv in Erscheinung trat aufseiten der Tuggner Shala, der mit einem grossen Laufpensum stets versuchte, Bälle zu erarbeiten und keinen Zweikampf scheute – auch wenn Letzteres in einer Unterredung mit Schiedsrichter Wolfensberger mündete. Doch auch Trainer Allenspach wurde in der 32. Minute zitiert – ein Kommentar zu viel, der Neutrale stellte klar, wer Platzherr ist. Der Unparteiische drückte der zusehends an Härte gewinnenden Partie jedoch nicht nur mit dem Penaltypfiff gegen Tuggen seinen Stempel auf, sondern auch in der 83. Minute, als er beim Konter durch Javier Santana, der zu Fall gebracht wurde, keinen Vorteil für die Märchler laufen liess.

Fakt ist: Tuggen fasste sich gegen Ende der Partie ein Herz, warf alles in die Waagschale und glaubte an den Anschlusstreffer – ein beherzter Auftritt, eine bittere Niederlage.


Bericht: 
Tatjana Kistler, www.marchanzeiger.ch

 

 

 

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