Der FC Tuggen verliert nach der Niederlage am Mittwoch gegen Rapperswil-Jona auch gegen Basel 2. Auf dem Basler Campus unterlagen die Schwyzer am Samstag 1:4.

Torjubel Basel
Am Ende jubelten die jungen Basler (Bild: Philipp Kämpf)

«Es war spielerisch das, was wir von Basel erwartet haben; aber wir waren viel zu passiv», sagte der Zuschauer und normalerweise in der Startelf stehende Captain des FC Tuggens Daniel Senn. Das Tuggner Urgestein hatte wegen eines angeschlagenen Oberschenkelmuskels Forfait gegeben und sah von der Spielerbank aus zu, wie seine Mannschaft gegen die U21-Junioren Basels 1:4 verlor.

Auf der Aussenverteidigerposition Senns spielte erstmals Valdet Istrefi, der am Mittwoch noch eine Sperre abgesessen hatte. Nebst Istrefi debütierte für die Märchler der brasilianische Innenverteidiger Augusto Canzian, der eine solide Leistung ablieferte. Mit Dario Stadler, Andrei Herlea und Jusuf Shala standen somit gleich fünf Neuzugänge in der Startelf. Doch die Mannschaft von Trainer Adrian Allenspach verpasste es nach einer guten ersten Halbzeit, den effizient aufspielenden Basler Paroli zu bieten.

Erneut Shala mit dem einzigen Tor für Tuggen
Dabei waren die Märchler gut gestartet – auch wenn die Gäste nach bereits fünf Minuten den ersten Gegentreffer hinnehmen mussten. Vorangegangen war eine Offensivaktion der Tuggner, die Pressing auf dem linken Flügel betrieben, bei dem gar Aussenverteidiger Herlea weit aufgerückt war. So standen die Tuggner hinten also nur noch zu dritt – alles kein Problem, hätte man nicht den Ballverlust hinnehmen müssen: Ein schnelles Umschaltspiel der Basler, vier Pässe und ein eiskalt verwerteter Abschluss waren die Folgen. Immerhin hatten die Tuggner in Person von Jusuf Shala eine Antwort parat: Der letztjährige 34-fache Torschütze von Kosova Zürich verwertete eine Freistossflanke Stadlers zum Ausgleich (10.). Bereits beim Saisonauftakt gegen Rapperswil-Jona war der 29-jährige Shala für das einzige Tuggner Tor verantwortlich.

Kämpferherz bewiesen, aber Nachlässigkeiten in der Defensive
Fortan entwickelte sich ein Spiel mit zwei Teams auf Augenhöhe; die Gastgeber zwar etwas mehr in Ballbesitz, aber keineswegs überlegen. Tuggen überzeugte hingegen mit enormer Lauffreudigkeit, Kämpferherz und gutem Zusammenspiel. Dafür haperte es – wie in der Partie am Mittwoch – bei der Kommunikation. So auch beim neuerlichen Gegentreffer: Timon Waldvogel war gezwungen, nachdem Innenverteidiger Nico Weibel den Gegner zu wenig aggressiv beschäftigt hatte, die Grundlinie zu verlassen, was der Basler Nicolas Hunziker zum 2:1 ausnutzte (25.).

«Abhacken und im Cup versuchen, Selbstvertrauen zu tanken»
Nach dem Seitenwechsel war die Partie nicht mehr dieselbe: Ein ereignisloser Kick mit nicht einer erwähnenswerter Tuggner Offensivaktion war das Resultat. Die Akteure des FCT schienen müde Beine zu haben, liefen nur wenig und produzierten Fehlpässe en masse. Basel brachte die Führung gekonnt über die Zeit und erhöhte in der 
76. und 93. Minute zum klaren Schlussresultat. «Wir hatten Abstimmungsprobleme und viel Mühe im Spiel ohne Ball», so Daniel Senn nach dem Schlusspfiff zur zweiten Pleite 
innert vier Tagen.

Kein geglückter Saisonstart für den FC Tuggen also, auch wenn er gegen zwei harte Brocken anzutreten hatte. «Das müssen wir so schnell wie möglich abhacken und uns auf die Cuppartie am Samstag konzentrieren. Gegen Klingnau können wir Selbstvertrauen tanken.» Aber: «Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen», warnte Senn vor dem Spiel gegen den Zweitligisten.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


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