Zum Saisonauftakt der Promotion League traf Tuggen gestern Abend zu Hause auf Rapperswil-Jona. Nach einem unnötigen Rückstand kam Tuggen zum Ausgleich, verlor aber dennoch mit 1:3.

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Das Derby war wie meist eine hart umkämpfte Sache, hier Tuggens Murtisi gegen Rappis Kim Jaggi (Bild: Carlo Stuppia)


Noch nie in den vergangenen zwei Promotion-League-Jahren, seit der FCRJ in die Drittklassigkeit zu Tuggen aufgestiegen ist, war die Favoritenrolle im Vorfeld so klar verteilt wie gestern. Schlicht zu stark haben sich die St. Galler verstärkt (wir berichteten gestern), als dass Tuggen den Anspruch auf einen Sieg hätte stellen können – zumindest auf Papier nicht. Die letzten drei Auf-
einandertreffen in der Meisterschaft zeigten jedoch, dass Tuggen sich gegen den höher kotierten Konkurrenten vom Obersee nicht zu verstecken braucht: Zweimal trennten sich die Teams unentschieden, einmal siegte gar Tuggen. Für das 24. Derby seit der Jahrtausendwende hiess der Favorit aber wieder Rapperswil-Jona – diesmal gewann der Favorit verdient, jedoch erst in den Schlussminuten.

Dass sich die Spieler zuerst noch 
finden müssen und auf der Harmonieskala noch nicht zuoberst angelangt sind, war bei Anpfiff klar. Zu viele
 Spieler (Tuggen zehn neue Spieler,
 vier davon in der Startaufstellung; Rapperswil-Jona 10/4) hatten eine (zu) kurze Vorbereitung mit der neuen Mannschaft, so dass die Automatismen nicht vorhanden waren.

Bei FCRJ-Führung war 
Tuggen bereits in der Pause
Und wie es zu erwarten war, begegneten sich die beiden Kontrahenten nicht unzählige Male brandgefährlich vor dem gegnerischen Tor, sondern vorwiegend im Mittelfeld. Die Gäste hatten in der ersten Halbzeit etwas mehr Ballbesitz, die Gastgeber dafür die (zwei) besseren Chancen. Kurz vor der Pause wendete sich aber das Blatt. Nachdem Enis Ramadani, neu wieder für den FCRJ stürmend, einen Freistoss getreten hatte, spedierte FCT-Neuzuzug Dario Stadler den Ball bis zur Mittellinie. Teixeira kickte den Ball bis an die Tuggner 16er-Linie zurück, Tuggens Weibel und FCRJs Kllokoqi duellierten sich im Kopfball ... Weibel verlor, Tor
hüter Waldvogel stand weder beim Mann noch auf der Linie – Tor. «Ich sah den Ball zwar kommen, rutschte aber irgendwie weg. Dieses Tor nehme ich auf mich», sagte ein enttäuschter
Timon Waldvogel nach Schlusspfiff.

In den Schlussminuten verloren
Tuggen kam zwischenzeitlich zwar zum in der Entstehung schmeichelhaften Ausgleich durch Shala (79.), musste in den Schlussminuten jedoch ein Doppelpack der St. Galler hinnehmen. Remo Staubli sorgte in der 92. Minute für ein scheinbar klares 3:1, zuvor hatte Denis Simani die Gastgeber per Kopfball in Führung gebracht (88.).
Damit gewann nicht zwingend die Mannschaft mit den besseren Chancen, jedoch jene mit dem kompakteren Auftritt und jene, die mehr Sicherheit ausstrahlte. «Es wäre definitiv mehr drin gelegen, wir hatten bessere Chancen», sagte Waldvogel.

Bericht: von Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Rapperswil-Jona   1:3 (0:1)
Linthstrasse. 921 Zuschauer. – SR Bora Bozcelik
Tore: 45. Kllokoqi 0:1. 79. Shala 1:1. 88. Simani 1:2. 
92. Staubli 1:3.

Tuggen: Waldvogel; Senn, Weibel, Todzi, Herlea; Murtisi, Santana, D’Acunto (73. Huser), Jakupov; Al Abbadie (35. Stadler); Shala (85. Kuhn).
Rapperswil-Jona: Yanz; Güntensperger, Kllokoqi, Simani, Elmer; Teixeira, Jaggy; Schwizer, Ramadani (45. Kubli), Salanovic (89. Morina); Ugljesic (67. Staubli).

Bemerkungen: Tuggen ohne Zverotic (nicht im Aufgebot), Tinner (abwesend) sowie Canzian und Istrefi (beide gesperrt). Rapperswil-Jona ohne Mychell Da Silva Chagas, Poverino und Eberhard (alle nicht im Aufgebot), Carlos Da Silva und Pecci (beide verletzt) sowie Egzon Kllokoqi (gesperrt).
Verwarnungen: 53. Kubli (Foul). 73. Todzi (Foul). 75. Huser (Foul). - Platzverweise: 87. Todzi (Foul).


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