Der FC Tuggen war nie akut vom Abstieg bedroht, lief aber dennoch Gefahr, bis zum letzten Spieltag um den Ligaerhalt zittern zu müssen. Diese ist nun gebannt – die Tuggner sind erleichtert.  

Liebhaber von Zahlenspielereien kommen bei der aktuellen Tabelle der Promotion League voll auf ihre Kosten. Die Lage am unteren Ende der Rangliste ist speziell und wird noch unübersichtlicher, weil die Wertung einer Partie noch hängig ist. Zürich bezwang am 30. April Cham mit 2:0, setzte dabei mit Leandro Di Gregorio allerdings einen nicht spielberechtigten Spieler ein. Nun entschied das Komitee der ersten Liga, dass diese Partie in einen 3:0-Forfaitsieg für Cham umgewandelt wird. Die Tabelle wird jedoch erst nach Ablauf der Rekursfrist angepasst. Es ist aber davon auszugehen, dass ein allfälliger Rekurs des FCZ ohne Wirkung bleiben wird. 

Die Zürcher fliegen also auf 29 Punkte und Rang 15 zurück, sechs Punkte hinter den zehntplatzierten Tuggnern, dies bei einem aus Zürcher Sicht um zehn Einheiten schlechteren Torverhältnis. Aber auch wenn noch zwei Partien ausstehen und für jedes Team sechs Punkte zu holen sind, ist es auch rein rechnerisch nicht mehr möglich, dass der FCT unter den Strich fällt. Dies, weil Zürich 
und das ebenfalls in den Abstiegskampf involvierte Sion am Samstag aufeinandertreffen. 

«Es brachte mich ein wenig ins Grübeln»
Tuggens Trainer Adrian Allenspach ist derweil froh, den Rechenschieber beiseite legen zu können. Mit dem vor allem in der ersten Halbzeit überzeugenden Auftritt gegen Cham vom Dienstagabend und dem 4:2-Sieg ist die Gefahr des Abstiegskampfs gebannt. Allenspach weiss, dass seine Mannschaft nie in akuter Abstiegsgefahr war. «Aber wir hatten schon ein wenig Respekt», gibt der Ostschweizer zu. Auch, weil der FCT nach dem 3:1-Auswärtssieg gegen YF Juventus vor Ostern sechs Partien lang nicht mehr gewinnen konnte. «Das brachte mich schon ein wenig ins Grübeln. Aber wir sind stets mit einer gewissen Demut an die Aufgaben herangegangen.»
Und Allenspach verweist 
darauf, dass, obwohl es sechsmal in Folge keinen Sieg zu feiern gab, nicht alles schlecht war. «Wir haben wichtige Unentschieden gegen direkte Konkurrenten geholt; Remis gespielt, obwohl wir hätten gewinnen müssen, und in Kriens eine Kanterniederlage kassiert, obwohl wir kein schlechtes Spiel zeigten.» Dennoch war die Erleichterung nach dem Sieg am Dienstag aufseiten der Märchler gross. «Besser wäre es gewesen, wenn wir schon zwei, drei Runden früher alles klar gemacht hätten, aber das wäre auch ein wenig vermessen. Wir sind im Mittelfeld der Liga klassiert und da gehören wir derzeit auch hin.»

Cup-Qualifikation als wichtigste Partie
Eine negative Randnotiz gab es am Dienstag trotzdem zu notieren. Der ehemalige Super-League-Star Kristian Nushi rastete auf der Bank förmlich aus, als er von Allenspach auch für die dritte Einwechslung nicht berücksichtigt wurde. Trainer und Spieler gerieten kurz aneinander, mussten von Staff und Spielern auf der Bank beruhigt werden. Allenspach mag diesen Vorfall nicht gross kommentieren. «Es kann sich jeder denken, was ein Trainer von einer solchen Aktion hält.»

Lieber spricht Allenspach über das, was noch kommt. In die vordere Hälfte der Rangliste wolle man kommen; punkten, um so mit einem guten Gefühl in die Cup-Qualifikation von Anfang Juli zu steigen. Für den FCT, dem der Cup immer von besonderer Bedeutung war, die wohl wichtigste Partie der Saison. 

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch




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