Tuggen betätigte sich am Samstag als willkommener Aufbaugegner für den arg in der Krise steckenden FC Köniz. Die Märchler verloren deutlich mit 1:5.

Ramadani Pass
Ramadani erzielte zwar das zwischenzeitliche Führungstor, nichtsdestotrotz blieb Tuggen gegen Köniz chancenlos (Archivbild: Carlo Stuppia)

Bereits nach 45 Minuten war die Partie so gut wie entschieden. Entschieden, weil es zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellbar war, wie die Märchler den 1:4-Rückstand wettmachen könnten. Auch aufgrund des sehr schwer bespielbaren Terrains, das es schwierig machte, Gefährliches zu kreieren. Vor allem aber wegen des harmlosen FCT. Zwar war Tuggen in der 15. Minute in Führung gegangen. Enis Ramadani hatte von einem Abpraller des Berner Schlussmanns Severin Keller profitiert. Dies sollte jedoch – bis auf eine Szene in der Schlussphase – die letzte Torchance Tuggens gewesen sein. Ganz im Gegensatz zum Gastgeber Köniz.

Es waren die bei diesen Bedingungen so wichtigen Standards, die Tuggen das Genick brachen. Drei der fünf Treffer kassierte Tuggen nach ruhenden Bällen. Nach einem Eckball in der 22. Minute befreiten die Tuggner nur ungenügend. Demolli traf per Direktabnahme von der Strafraumgrenze aus. Zwei Minuten später fand ein Eckball den fünf Meter vor dem Tor völlig freistehenden Koubsky, der zum 2:1 einköpfte. Und kurz vor der Pause schaffte es Koubsky ohne Probleme, den viel zu lang getretenen, nahe der Eckfahne ausgeführten Freistoss in die Mitte zu spedieren. Beinahe unbedrängt brachte Ledesma den Ball zum 4:1 im Tor unter. Dazwischen hatte der Berner Acosta von den zögernd agierenden Tuggnern Nico Weibel und Timon Waldvogel profitiert. Das 5:1 kurz vor Ende war nur noch eine Randnotiz.

FCK war bereit, mehr zu leisten
«Köniz war bissiger und aggressiver», sagte Tuggens Trainer Adrian Allenspach nach der Partie. Und er ärgerte sich über das Defensivverhalten seiner Mannschaft. «Wir wussten um die Stärke von Köniz bei Standards. Und trotzdem liessen wir derart viele Corner zu …» Allenspachs Analyse war treffend. Es war unübersehbar, dass Köniz die bereits seit zwölf Spielen anhaltende Durststrecke ohne Sieg endlich beenden wollte. Die Berner waren bereit, auf diesem Holper-Rasen mehr zu leisten als ihre Gegner. Es war passend, dass Köniz den ersten Sieg in der Meisterschaft seit dem 5. September 2015 (!) ausgerechnet gegen Tuggen einfahren konnte. In nunmehr sieben Partien konnte der FCT noch nie gegen Köniz gewinnen. Immerhin: Die Tuggner zeigten wie so oft Moral und versuchten, wenn auch vergeblich, das Ruder nochmals herumzureissen.

Auf die Tribüne geschickt
In der zweiten Halbzeit gab jedoch nur noch eine Szene aus der 71. Minute zu reden. Allenspach ärgerte sich zu Recht über Schiedsrichter David Schärli. Der Unparteiische unterliess es, das völlig unnötige, harte Tackling des bereits verwarnten Sebastian Schubert mit einer weiteren Gelben Karte und somit dem Platzverweis zu ahnden. Für drei Akteure war die Partie danach beendet: Allenspach, weil er zu heftig reklamierte und auf die Tribüne geschickt wurde; Jakupov, weil er sich verletzte und nicht mehr weiterspielen konnte; Schubert, weil er im roten Bereich drehte, arg rot-gefährdet war und von FCK-Trainer Bernhard Pulver sofort ausgewechselt wurde.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Köniz – Tuggen 5:1 (4:1)
Liebefeld, 250 Zuschauer. – SR: David Schärli.
Tore: 15. Ramadani 0:1. 22. Demolli 1:1. 24. Koubsky 2:1. 29. Acosta 3:1. 43. Ledesma 4:1. 87. Miani 5:1. 

Köniz: Keller; Pfründer, Portillo, Koubsky, Ledesma; Schubert (70. Balvis); Miani, Naili (85. Carrasco), Demolli, Acosta; Osmani.
Tuggen: Waldvogel; Dominik Schiendorfer, Tinner, Weibel, Schlauri (46. Piperno); D’Acunto, Moser; Senn, Ramadani (61. Nushi), Jakupov (71. Pizzi); Zverotic. 
Bemerkungen: Köniz ohne Tugal, Diallo, Zenuni, Riahi (alle verletzt), Gigic (gesperrt) sowie Kisa und Schindler (beide nicht im Aufgebot). Tuggen ohne Cyril Schiendorfer, Santana, Gugelmann, Trovato (alle verletzt) und Kuhn (abwesend). 
Verwarnungen: 6. Pfründer (Auskick des Goalies verhindert), 30. Tinner (Foul), 42. Schlauri (Foul), 53. Schubert (Foul), 58. Moser (Foul). Gelb-Rot: 81. Pfründer (Foul). Debüt von Kristian Nushi für den FC Tuggen. 71. Jakupov verletzt ausgeschieden. 71. Adrian Allenspach auf die Tribüne verbannt (Reklamieren).



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