Heute Abend wird die am Ostersamstag verschobene Partie Tuggen gegen Delémont nachgeholt. Nach Leader Xamax als Gegner folgt nun also das Schlusslicht – ein Pflichtsieg muss her.

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Bringt der zurückgekehrte Zverotic wieder Schwung in die Tuggener Offensive? (Archivbild: Carlo Stuppia)

Der FC Tuggen befindet sich 
mitten in einer englischen 
Woche – mit drei komplett unterschiedlich klassierten Gegnern. Während am Sonntag beim 
Gastspiel in der Maladière gegen Leader Xamax an der Sensation geschnuppert wurde, muss Tuggen heute gegen Schlusslicht Delémont nicht an den Punkten schnuppern, sondern sie einfahren.

Idealfall 
wäre, bei einem Sieg den Schwung bis zum Samstagspiel gegen Breitenrain mitzunehmen, um die aktuell siebtplatzierten Berner zu überholen. Um dieses Vorhaben zu 
verwirklichen, braucht der FC Tuggen vor 
allem Tore. Diese stecken zurzeit jedoch in der 
Produktion fest. Und dies, obwohl man mit Anes Zverotic einen der besten Torschützen der Vereinsgeschichte zurückholen konnte.

Der Torgarant
Fast 10'000 Minuten stand der gebürtige Montenegriner in 119 Meisterschaftsspielen zwischen 2008 und 2012 für den FCT im Einsatz. Dabei schoss der heute 29-Jährige 68 Tore und ist somit bester Tuggner Torschütze der jüngeren Vergangenheit. «Ich bin zurückgekehrt, weil es eine Herausforderung ist. Ich spielte vier Jahre hier, nun passte wieder alles, privat wie auch beruflich, um nochmals auf diesem Niveau zu spielen», erklärt Zverotic. Vor seiner Rückkehr im 
Winter hatte der Offensivspieler eineinhalb Saisons für Sirnach in der 2. Liga Interregional und eine Spielzeit für Brühl in der Promotion League absolviert.

Kürzertreten musste der Torjäger wegen einer beruflichen Weiterbildung, die mit Schulunterricht am Abend und an Wochenenden nicht immer dem Trainings- und Spielbetrieb kompatibel war. Doch damit sei jetzt Schluss. 
«Ende März legte ich die Prüfungen zum eidgenössisch diplomierten Buchhalter ab. Das Resultat ist noch ausstehend, aber ich bin zuversichtlich.» Nun soll Zverotic, der 
inzwischen verheiratet ist, zur alten Form 
zurückfinden. «Das wird schwierig. Ich bringe viel Erfahrung und Routine mit, kann aber körperlich nicht mehr auf dem gleichem 
Level spielen.» Er fühle sich aber gut und sei hier, um dem Club zu helfen: «Es ist keine One-Man-Show, wir müssen als Team überzeugen», sagt der ehemalige Super-League- (mit Wil sechs Spiele) und Challenge-League-Spieler (mit Gossau 15 Spiele).

«Wir müssen Tore schiessen»
Gegen Xamax spielte Zverotic das zweite Mal über die gesamte Spieldauer, blieb aber ohne Torerfolg. Gegen Delémont will Tuggen gemäss Zverotic gleich eingestellt in die 
Partie wie gegen Xamax: «Wir wollten auch in Neuenburg punkten. Klar war es ein schwieriges Unterfangen, aber die Einstellung bleibt immer gleich, egal gegen welchen Gegner.» Zverotic weiss, dass Tore gefordert sind, auch von ihm. Er sagt aber auch, «dass wir über 
90 Minuten wach sein und Präsenz markieren müssen, erst recht in den entscheidenden 
Momenten, was bei Xamax nicht der Fall 
war». Gewinnt Tuggen heute, machen die Schwyzer einen Platz in der Tabelle gut. Vielleicht bringt ausgerechnet der «verlorene Stürmer» die Durchschlagskraft Tuggens 
wieder auf Vordermann – und dies schon 
heute.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Stadion Linthstrasse, 20:00 Uhr

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