Niemand zweifelt daran, dass der Aufsteiger Neuchâtel Xamax heissen wird. Für die Spieler des FC Tuggen ist der Auftritt in der Maladière vor knapp 2000 Zuschauern dennoch ein Höhepunkt und gar «das einfachste Spiel der Saison».

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Die Tuggener möchten gegen den designierten Aufsteiger Xamax an die Leistung vom vergangenen Dienstag anschliessen (Archivbild: Carlo Stuppia)

Ein sichtlich erleichterter Adrian Allenspach freute sich am Dienstagabend nicht nur über den 1:0-Sieg und somit die drei Punkte gegen die Reserven St. Gallens. Er freute sich auch bereits auf den Auftritt seiner Mannschaft am Sonntag in der Westschweiz. «Es ist das einfachste Spiel der Saison», so Tuggens Trainer. «Punkte müssen wir nicht auswärts bei Xamax holen. Wir sind krasser Aussenseiter, können befreit aufspielen und nur gewinnen.»

16 Siege aus 18 Spielen
Tatsächlich braucht Tuggen am Sonntag mehr als nur einen guten Tag, um Punkte aus der Maladière – einer der modernsten Fussballarenen der Schweiz – zu entführen. Nach dem unsäglichen Theater um den tschetschenischen «Investor» Bulat Tschagajew, der den Verein innert Monaten ruinierte, scheint Xamax auf dem Weg zurück zum professionellen Fussball niemand aufhalten zu können. Die Bilanz: eindrücklich. Mit nur zwei Punkten aus vier Partien zwar schwach in die Saison gestartet, dominierten die Neuenburger die Liga in der Folge nach Belieben. In den vergangenen 18 Partien blieb Xamax 16-mal (!) siegreich; gab nur noch gegen YF Juventus (3:3) und in Sion (0:1) Punkte ab. Der Vorsprung auf den ersten Verfolger ist bereits auf neun Punkte angewachsen. Dass Xamax auch am Ende der Saison den ersten Rang belegen und in die zweithöchste Spielklasse aufsteigen wird, steht ausser Frage.

Der Schlüssel liegt in der Defensive
Ebenfalls nicht für Tuggner Punkte sprechen die bisherigen sechs Spiele gegen die «Grossen Vier» der Liga; Xamax, Sion 2, Rapperswil-Jona und Köniz. Seit Längerem führt dieses Quartett die Liga an, dem FCT gelang es nur, beim FCRJ einen Punkt zu holen. Gegen starke Gegner scheint sich Tuggen schwerzutun. Auch die Formkurve der Märchler zeigt – trotz des mageren 1:0-Siegs gegen limitierte St. Galler am Dienstag – nicht unbedingt nach oben.

Nach all den Fakten stellt sich die Frage, wie gross im FCT-Lager selbst der Glaube an Punkte ist? «Wir sind noch nie mit der Einstellung in ein Spiel gegangen, den Schaden in Grenzen zu halten. Und die Niederlage Neuenburgs gegen Sion liegt noch nicht so weit zurück. Unser Ziel ist es, zu punkten. Wir glauben daran», stellt Trainer Adrian Allenspach klar. «Aber wir wissen um unsere Chancen. Wir wissen, wo Xamax in der Tabelle steht, und wir wissen, wo wir stehen. Da müssen wir nichts beschönigen. Es sind sicher eine tadellose Leistung und auch ein Stück Wettkampfglück nötig.» Der Schlüssel liegt in der Defensive. «Noch wichtiger als sonst wird es sein, die Räume eng zu machen, solide zu stehen und die Zweikämpfe zu gewinnen.» All das, was seine Mannschaft beim Heimsieg gegen St. Gallen gezeigt hat. «Wir haben sehr wenig zugelassen. Das stimmt positiv.»

Wichtige Rückkehr Cyril Schiendorfers
In Sachen Aufstellung sind noch viele Fragen offen. Zum Beispiel, ob Nico Weibel, der seine Gelbsperre abgesessen hat, von Beginn weg aufläuft oder erneut Raymond Tinner neben Abwehrchef Dominik Schiendorfer verteidigt. «Grundsätzlich könnte man einer Defensive, die zu null gespielt hat, erneut das Vertrauen schenken.»

Definitiv nicht dabei sein wird Antonio Piperno, der sich am Dienstag seine vierte Verwarnung einhandelte. Wichtig ist sicherlich die Rückkehr Cyril Schiendorfers im Offensivbereich. Bisher musste der Mittelfeldmotor in dieser Saison zehnmal verletzt passen. Seine Rückkehr war dafür umso eindrücklicher: 60 Sekunden nach seiner Einwechslung sicherte Cyril Schiendorfer seiner Mannschaft mittels Penalty drei Punkte. Ob er schon wieder von Beginn weg auflaufen kann, bleibt abzuwarten. Ebenso, ob Yves Cardoso oder Fabian Gafner zwischen den Pfosten stehen wird.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Neuchâtel Xamax - FC Tuggen
Sonntag, 15 Uhr, Maladière

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