Der FCT wollte Fabian Fellmann von der zweiten Mannschaft des FC Zürich ausleihen. Nach einem Hin und Her zwischen den beiden Clubs, dem Verband und der Swiss Football League zerschlug sich dies. Nun steht Tuggen ohne Torhüter da. Die Gretchenfrage lautet deshalb: Wer steht morgen im Tuggner Tor?


Sebastiano Gallo ist auf dem Weg zur Besserung. Für einen Einsatz morgen reicht es ihm aber noch nicht (Archivbild: Carlo Stuppia)

Die Situation ist verzwickt. Stammgoalie Timon Waldvogel ist verletzt. Ersatzmann Sebastiano Gallo auch. Der ausgeliehene Andreas Hirzel von seinem Verein Vaduz zurückgepfiffen. Tuggens Trainer Adrian Allenspach fädelte daraufhin die Ausleihe von Fabian Fellmann von der zweiten Mannschaft des FC Zürich ein. Es hätten viele profitiert: Tuggen erhält einen Goalie und der in dieser Saison noch nicht eingesetzte Fellmann Spielpraxis, was wiederum im Interesse des FCZ und des Fussballverbands wäre, ist Fellmann doch Torwart der Schweizer U19-Nationalmannschaft. Es wäre eine, wenn man dem überhaupt so sagen kann, Win-Win-Win-Win-Situation gewesen.

Es wäre gewesen. Das Transferfenster ist geschlossen und der Passus, dass dieses Fenster nicht für U21-Spieler gilt, ist seit Sommer 2014 aufgehoben. Deswegen kommt der Transfer von Fellmann nicht zustande. Warum aber der FC Vaduz ausserhalb des Transferfensters Andreas Hirzel zurückbeordern durfte, ist den Tuggner Verantwortlichen ein Rätsel. Am Goalieproblem an der Linthstrasse ändert dies nichts.  

Offen ist, wer morgen im Heimspiel gegen Brühl zwischen den Pfosten steht. Sicher im Aufgebot sein wird Tuggens Junior Patrick Mettler. In der vergangenen Saison sprang Moritz Schmid, früher Verteidiger beim FCT, bei einem ähnlichen Notstand ein. Der verletzte Sebastiano Gallo ist auf dem Weg zur Besserung, morgen aber bestimmt noch nicht einsatzfähig.

Die beiden Schiessbuden der Liga
Von diesen Problemen abgesehen ist Tuggen im Heimspiel gegen Brühl Favorit. Die bisherige Saisonbilanz der Ostschweizer ist schwach. Erst zehn Tore in elf Spielen stehen bereits 28 Gegentreffern gegenüber. Mit sieben Punkten belegt Brühl derzeit einen Abstiegsplatz. Der Verein reagierte kürzlich auf den schwachen Saisonstart und ersetzte Trainer Erik Regtop durch den ehemaligen Bundesliga-Profi Uwe Wegmann.

Ein Selbstläufer wird die Partie für Tuggen freilich nicht. Der FCT macht in dieser Saison noch keinen gefestigten Eindruck. Zwar bewiesen die Märchler regelmässig, dass sie vom Potenzial her nach wie vor zu den Top-Teams der Promotion League zählen. Über 90 Minuten wurde dies aber bisher selten gezeigt. Zudem offenbart Tuggen auch heuer Instabilität in der Defensive. Die im Vergleich zu Brühl ähnlich hohe Zahl von 25 Gegentoren ist zweitschwächster Wert der Liga und lässt für die morgige Partie kein torloses Unentschieden vermuten. Tuggen muss also gewappnet sein – die zwei bisherigen Saisonsiege feierten die St. Galler beide auf fremdem Terrain.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Brühl
Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse, Tuggen

 

Teilen:

    Hauptsponsor

    Tenüsponsoren

    Medienpartner

FC TUGGEN     |     POSTFACH 49     |     CH-8856 TUGGEN     |     INFO(AT)FCTUGGEN.CH     |     COPYRIGHT 2018 FC TUGGEN
Created by Dominik Kuhn