Eine anständige erste und eine miserable zweite Halbzeit führten zur 1:4-Niederlage Tuggens gegen die zweite Mannschaft Sions. Als ob dies nicht schon genug wäre, muss sich Trainer Adrian Allenspach erneut nach einem Torhüter umsehen.


Antonio Piperno bereitete die Tuggner Führung vor, trotzdem mussten die Tuggner als Verlierer vom Platz (Archivbild: Carlo Stuppia)

Patrick Peters feierte im Wallis ein Jubiläum. Der Abwehrchef, einer der dienstältesten Spieler der Märchler, bestritt sein 150. Pflichtspiel für den FC Tuggen. Derweil lief Torhüter der von Vaduz ausgeliehene Andreas Hirzel erstmals im Tuggner Dress auf – und sogleich das letzte Mal. Hirzel wird von seinem Arbeitgeber zurückbeordert. Peter Jehle, Stammgoalie des Liechtensteiner Super-Ligisten, fällt aufgrund einer Verletzung mehrere Monate aus. So werden die Dienste Hirzels im Ländle wieder benötigt. Möglich, das er bereits am kommenden Samstag in Luzern sein Debut in der Super League gibt.

Hirzel mit guter Partie Waldvogel verletzt, Gallo verletzt, Hirzel weg: Tuggen muss sich also erneut nach einem Torhüter umsehen. A-Junior Patrick Mettler reiste als Ersatztorhüter nach Sion und wird auch in den kommenden Spielen im Kader fungieren. Auf der Suche nach einem weiteren Torhüter werden derzeit weitere Optionen geprüft, sagte Adrian Allenspach nach der Partie. Das Transferfenster ist zwar geschlossen; U21-Spieler können aber nach wie vor verpflichtet werden.

Hirzels Auftritt in der für ihn fast gänzlich unbekannten Mannschaft war also Premiere und Derniere zugleich. Fehlende Motivation war ihm deswegen aber nicht anzumerken. Obwohl erst 21-Jährig, strahlte er Sicherheit aus, dirigierte seine Vorderleute lautstark und überzeugte auch mit dem Ball am Fuss.

Zu unpräzise, zu harmlos
Die Geschichte des Spiels mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten ist rasch erklärt.
Das legendäre Stade de Tourbillon hat schon viele denkwürdige Partien erlebt – diese gehörte definitiv nicht dazu. Tuggen gab in der ersten Halbzeit den Ton an, hatte die Partie im Griff, wies mehr Ballbesitz auf, versuchte zu kombinieren – ohne aber allzu oft gefährlich vors Tor zu kommen. Wie schon mehrfach in dieser Saison war es Christian Fassnachts individuelle Klasse, die zu einem Torerfolg führte. Antonio Piperno bediente Tuggens Sturmspitze; Fassnacht hatte keine Mühe, das Leder aus kürzester Distanz unter die Latte zu hämmern.

Nach dem Tee baute Tuggen stark ab, sodass Sion gar nicht viel besser spielen musste, um die Partie zu drehen. Symbolisch dafür – mit Ausnahme des Kontertreffers zum 4:1-Endstand – die aus Märchler Sicht völlig unnötigen Treffer der Walliser: In der Entstehung glücklich; eher dem Zufall zu verdanken statt schön herausgespielt, dazu mit gütiger Mithilfe der Tuggner. Diese konnten in der Schlussphase keine Akzente mehr setzen. Zu durchsichtig, zu unpräzise, zu harmlos verliefen die Offensivbemühungen. Nach der starken ersten Halbzeit gab Tuggen die Partie fahrlässig aus der Hand.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Sion – Tuggen 4:1 (0:1)
Tourbillon, 80 Zuschauer. SR: Lionel Tschudi
Tore: 43. Fassnacht 0:1; 56. Fernandes 1:1; 68. Ramirez 2:1; 84. Gregory Karlen 3:1. 89. Gaetan Karlen 4:1.

Sion: Debonnaire; Abanda, Rouiller, De Sousa, Thetaz; Rauti; Follonier (81. Gregory Karlen, 90. Reymond), Fernandes (73. Soumah), Sierro, Ramirez; Gaetan Karlen.
Tuggen: Hirzel; Manca, Peters, Weibel, Schlauri (67. Tinner); Schiendorfer, D’Acunto, Gugelmann, Antonio Piperno (72. Flavio Piperno); Krasniqi (72. Güntensperger), Fassnacht.
Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Gallo, Titton, Dominik Schiendorfer (alle verletzt) und Senn (gesperrt). Patrick Peters mit dem 150. Pflichtspiel für Tuggen. Verwarnungen: 16. Rouiller (Foul).


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