Der FC Tuggen schaffte es nicht, den Aufsteiger und Tabellenleader Rapperswil-Jona zu bodigen. In einem attraktiven Spiel gelang den St.Gallern durch einen Fehler Tuggens das einzige Tor. In einer spektakulären Schlussphase blieben die Märchler ohne Erfolg.


Das Obersee-Derby war wie erwartet hart umkämpft (Bild: Carlo Stuppia)

Erstmals seit mehr als zwei Jahren duellierte sich der FC Tuggen wieder mit Rapperswil-Jona. Das letzte Aufeinandertreffen war noch in der 1.Liga Classic, damals gewannen die Schwyzer in der Rückrunde vor heimischem Publikum mit 2:0. In der Hinrunde trennten sich die Mannschaften 1:1. Mit dem Aufstieg von Rappi-Jona in die Promotion League geht beziehungsweise ging das Duell um die Vorherrschaft am Obersee in die nächste Runde.
Die Startviertelstunde gehörte mit einem kleinen Chancenplus den Platzherren, wobei Santana in der 6. Minute Torhüter Yanz ein erstes Mal prüfte. Danach fehlte Güntensperger, Senn und nochmals Güntensperger mit einem Freistoss die nötige Effizienz bei guten Tormöglichkeiten. Fortan waren es die Gäste, welche das Spiel an sich rissen. Die St. Galler waren leichtfüssiger, agiler und brachten die Weiss-Blauen mit blitzschnellen Kontern immer wieder in die Bredouille.

Vom Retter zum Sündenbock
Dass der FCT in der 20. Minute nicht in Rückstand geriet, lag an Dominik Schiendorfer. Dieser stand bei einem Weitschuss goldrichtig und parierte diesen im Stile eines Torwarts. Zustande kam die hochkarätige Chance wegen eines kläglichen Ballverlusts Santanas im Mittelfeld. Waldvogel entschärfte den Jakupov-Schuss mit einer starken Parade, lenkte den Ball unglücklicherweise an Peters Kopf, wobei anschliessend Ramadani auf „Schieni“ schoss. Geprägt war der erste 45-Minüter vor allem von Tuggner-Fehlpässen und einem schwachen Auslösen der Einheimischen. So wurde der Retter Schiendorfer zum Sündenbock, als er es in der 36. Minute als einer der letzten Männer gleich mit drei Gegenspielern aufnahm. Der Ball war weg, der schnelle Konter von Ocana und dessen Schuss unhaltbar für Torhüter Waldvogel.

Auf Messers Schneide
Coach Adrian Allenspach muss in den Katakomben seine Jungs wohl ordentlich wachgerüttelt haben. Denn was folgte, war ein Tuggner Sturmlauf, angeführt von Roman Güntensperger und Daniel Senn. Rapperswil-Jona verteidigte jedoch geschickt, stellte mit zwei Viererketten eine regelrechte Mauer auf. Tuggen gelang es nicht, diese zu durchbrechen. Den St. Gallern reichte es, zu verwalten und auf Konter zu lauern. Rappis Santillo versuchte in der 73. Minute gar Waldvogel mit einem „Briefkästler“ zu überlisten. Tuggens Nummer eins blieb jedoch wach, rettete in extremis und konnte den Ball gerade noch an die Latte ablenken.

In den letzten Spielminuten ging es Schlag auf Schlag: Tuggen drückte und ackerte, was das Zeug hielt. Der Ausgleich lag in der Luft, war überfällig - längst überfällig. Doch was fehlte, war das Wettkampfglück. Symptomatisch war Peters Aktion in letzter Sekunde, als er im Fünfmeterraum den schon fast bejubelten Treffer neben das Tor haute.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch

Tuggen – Rapperswil-Jona 0:1 (0:1)
Linthstrasse, 940 Zuschauer, SR Zenel Musa
Tore: 36. Ocana 0:1.
FC Tuggen: Waldvogel; Manca, Tinner (72. Titton), Peters, Schlauri (63. Antonio Piperno); D`Acunto, Dominik Schiendorfer; Senn, Santana, Güntensperger; Fassnacht
Rapperswil-Jona: Yanz; Hoxhaj, Kllokoqi, Materazzi, Desole; Pecci, Ocana (71. Nikolaj Gavric); Santillo (80. Pepperday), Ramadani (87. Marjanovic), Da Silva; Jakupov

Bemerkungen: Tuggen ohne Gugelmann und Krasniqi (beide gesperrt). Flavio Piperno und Cyril Scheindorfer (beide verletzt). Rapperswil-Jona ohne Vujo Gavric (nicht im Aufgebot). Lattentreffer: Rapperswil-Jona 73. Verwarnungen: 47. Materazzi (Foul). 51. Pecci (Foul). 58. Santana (Reklamieren). 91. Da Silva (Zeitspiel). 94. Manca (Foul). 97. Jakupov (Foul). Platzverweis: 94. Hoxhaj (Unsportlichkeit).




 

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