Die schallende Ohrfeige, die sich Tuggen am Samstag in Köniz eingefangen hat, kann der FC Tuggen verkraften – wenn er die richtigen Lehren daraus zieht. Den Beweis haben die Märchler morgen im ersten Heimspiel des Jahres gegen Nyon zu erbringen.

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Verfolger Nyon (14.) hat auf den FCT gerade mal 5 Punkte Rückstand und will diesen wettmachen (Archivbild: Carlo Stuppia)

Sie war heftig, die 1:5-Pleite beim FC Köniz. Heftig nicht nur aufgrund des Resultats, sondern auch aufgrund des ungenügenden Auftritts der Tuggner. Die Berner, die nach zwölf sieglosen Partien in Serie vor allem zu Beginn des Spiels ihre Unsicherheit nicht verstecken konnten, wären mit einem soliden Auftritt der Tuggner zu 
schlagen gewesen. Erst recht, weil die Märchler früh durch Ramadani in 
Führung gingen.

Doch es kam anders. Köniz schaffte es, in der ersten Halbzeit aus minimalem Aufwand maximalen Ertrag zu 
erzielen. Minimal, weil sich den Bernern fast nur aus Standardsituationen Torchancen eröffneten. Maximal, weil sie diese konsequent ausnutzten. Die Standards entschieden am Samstag am Stadtrand von Bern die Partie zwischen Köniz und dem FCT. Drei der vier Tore zur 4:1-Pausenführung gelang dem FCK nach ruhenden Bällen. Dies darf dem FCT eigentlich nicht passieren. Doch die Gäste aus dem Kanton Schwyz liessen schlicht viel zu viele solche ruhende Bälle zu. Und Köniz bewies, dass es auch ohne den geschassten Carlos Varela über 
gute Flankengeber verfügt.

Es kann rasch bedrohlich werden
Zu überbewerten ist die deutliche 
Niederlage im Berner Liebefeld trotzdem nicht. Die Tuggner haben in Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass sie Rückschläge wegstecken 
können. Doch muss dazu das lasche Agieren bei Standards des Gegners 
abgelegt werden.

Möglichkeit zur Korrektur erhalten die Tuggner morgen Nachmittag vor eigenem Publikum gegen Stade Nyonnais. Die Waadtländer, wie Tuggen seit Einführung der Promotion League im Sommer 2012 ohne Unterbruch in der Liga präsent, befinden sich in der Tabelle unmittelbar über dem Strich und somit mitten im 
Haufen der arg abstiegsbedrohten Teams. Dass Nyon (14.) aber auf Tuggen (7.) nur einen Rückstand von fünf Punkten aufweist, zeigt einerseits auf, warum Stade Nyonnais höchst motiviert an den Zürichsee reisen wird, und andererseits, wie rasch 
sich die Tabellensituation der Märchler bedrohlich verändern kann. Wie in 
der Vorsaison ist es eminent 
wichtig, nicht in eine Niederlagenserie zu geraten, sondern regelmässig zu punkten.

Interessant wird sein, welche Elf das Tuggner Trainerduo Allenspach/
Geiger am Samstag auf das Feld 
beordern wird. An der Abwehrreihe, die in Köniz noch fünf Gegentreffer kassierte, kann kaum etwas verändert werden. Aufgrund der Verletzungen von Sandro Gugelmann und David Trovato bleibt dafür kaum Spielraum. Offensiv hingegen wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit Rochaden geben. Insbesondere dürfte Top-Transfer Kristian Nushi nach dem Teileinsatz in Köniz sein Startelf-Debüt für seinen neuen Verein geben.

Nur fünf Tage nach der morgigen Heimpartie tritt Tuggen am kommenden Donnerstag, also noch vor Ostern, auf dem Zürcher Heerenschürli bei YF Juventus an.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Stade Nyonnais
Samstag, 16 Uhr, Linthstrasse

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