Tuggen befindet sich in der Promotion League weiter im Hoch. Der 3:2-Heimsieg gegen Brühl war für die Märchler, die seit sieben Spielen ungeschlagen sind, der dritte Vollerfolg in Serie.

Ramadani Pass
Ramadani sicherte dem FCT mit seinem entscheidenden Tor zum 3:2 den dritten Sieg in Folge (Archivbild: Carlo Stuppia)

Der Auftakt weckte unschöne Erinnerungen. Am 9. Mai dieses Jahres hatte der FC Tuggen im letzten Duell mit Brühl eine 0:5-Packung hinnehmen müssen, und am Samstag lag er bereits nach drei Minuten wieder im Hintertreffen. Atila Araujo Prado hatte einen Flankenball von Eric Hug in die Maschen gedrückt, nachdem Antonio Mihaylov noch an FCT-Keeper Timon Waldvogel gescheitert war. «Wir haben vor der Partie noch darauf hingewiesen, dass Brühl bei Standardsituationen gefährlich ist», ärgerte sich Tuggens Trainer Adrian Allenspach nach der Partie über den schlechten Start. Obwohl die körperlich robusten St. Galler den Gastgebern das Leben weiterhin schwer zu machen versuchten, fanden die Märchler immer besser in die Partie.

Für die definitive Trendwende zeichnete dann Routinier Anes Zverotic verantwortlich. Der 29-jährige Mittelstürmer, der in der Vorwoche erstmals Vater geworden war, zeigte sich in der 18. Minute von der Anwesenheit seiner Tochter Mila derart beflügelt, dass er an der Strafraumgrenze mit den Gegenspielern Katz-und-Maus spielte. Nachdem er sich den Ball erkämpft hatte, liess er zwei gegnerische Verteidiger ins Leere laufen, drehte sich um die eigene Achse und traf mit seinem schwächeren linken Fuss unhaltbar zum Ausgleich.

Führungstreffer mittels Elfmeter
Nicht nur das Resultat war nun ausgeglichen, auch die beiden Teams lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe. Nachdem Brühls Federico Almerares in der 15. und 16. Minute zweimal in aussichtsreicher Position gescheitert war, holte sein Mitspieler Hug auf der Gegenseite den Tuggner Aussenläufer Erzan Murtisi im Strafraum unsanft von den Beinen. Der junge Tessiner Schiedsrichter Luca Piccolo zögerte nicht, pfiff und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Javier Santana übernahm die Verantwortung und brachte den FCT mit einem satten Schuss erstmals in Front (26.). Bei diesem Resultat blieb es bis zur Halbzeitpause, allerdings mussten die Tuggner dafür ein wenig Glück in Anspruch nehmen.

Denn in der 43. Minute kam es in ihrem Strafraum zu einer ähnlichen Situation wie vor Santanas Penalty. Nur blieb nach dem harten Einsteigen von Nico Weibel gegen den durchgebrochenen Almerares die Pfeife des Unparteiischen stumm. Das 2:2 fiel dann doch noch. Allerdings erst in der zweiten Halbzeit. Brühls Allessandro Riedle, der Sohn des deutschen Weltmeisters Karl-Heinz Riedle, leitete in der 61. Minute mit einem klugen Pass in die Tiefe den Ausgleich ein. Da der herauseilende Tuggner Torhüter Waldvogel den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnte, erzielte Raphael Huber seinen ersten Saisontreffer.

Sonntagsschuss an einem Samstag
Doch auch diesmal liess Tuggens Antwort nicht lange auf sich warten. Enis Ramadani fasste sich nur sechs Zeigerumdrehungen später ein Herz und zog aus 25 Metern Entfernung ab. Der Ball flog über den zu weit vorne stehenden Brühl-Schlussmann Arianit Lazraj und fand via Lattenunterkante den Weg ins Tor. «Ich bin erst in dieser Phase so richtig ins Spiel gekommen. Wohl auch deshalb hatte ich das Selbstvertrauen, um aus dieser Position abzuziehen», erinnerte sich Ramadani an seinen Sonntagsschuss, der trotz hektischer Schlussphase – unter anderem wurde Brühl ein Tor wegen einer Offside-Position aberkannt – das Game-Winning-Goal war.

«Haben zu viel zugelassen»
Während sich die Tuggner, die seit der 2:3-Auftaktniederlage gegen Zürichs Reserven nie mehr als Verlierer vom Platz mussten, von einem Grossteil der 440 Zuschauer für ihren dritten Sieg in Serie feiern liessen, begann auf der Gegenseite die Zeit des Analysierens. Brühl-Trainer Uwe Wegmann kritisierte primär die eigenen Nachlässig-keiten: «Wir haben zu viel zugelassen. Wenn man wie beim zweiten Gegentreffer den Gegenspieler mit zwei Mann attackiert, dann muss man den Ball ganz einfach erobern.»

Derweil freute sich Wegmanns Antipode Adrian Allenspach über die kompakte Teamleistung: «Es hat mir gefallen, wie solidarisch wir aufgetreten sind. Jeder ist für jeden gelaufen. Genau so muss es sein.» Ganz grundsätzlich sei die Dynamik derzeit eine andere als noch in der vergangenen Rückrunde, «und deshalb läuft es in den entscheidenden Phasen eher für uns». Auch Zverotic machte einen grossen Unterschied zur letzten Saison aus: «Wir sind ein Team und treten auch dementsprechend auf – dies im Gegensatz zum vergangenen Frühjahr.»

Bericht: Martin Müller, www.marchanzeiger.ch


Teilen:

    Hauptsponsor

    Tenüsponsoren

    Medienpartner

FC TUGGEN     |     POSTFACH 49     |     CH-8856 TUGGEN     |     INFO(AT)FCTUGGEN.CH     |     COPYRIGHT 2018 FC TUGGEN
Created by Dominik Kuhn