Zweimal gewann Tuggen jüngst 1:0. Zweimal durch ein Tor in der Schlussphase. Zweimal traf Javier Santana. Er freut sich darüber, gibt Komplimente aber sofort an sein Team weiter.

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Javier Santana war zuletzt mit zwei Treffern in den letzten Minuten der Matchwinner (Archivbild: Carlo Stuppia)


Die Floskel ist wohl fast so alt wie der Fussball: «Es ist egal, wer die Tore schiesst. Wichtig sind die drei Punkte.» Dies sagt auch Javier Santana nach seinen zwei entscheidenden Toren in den Duellen mit YF Juventus und Rapperswil-Jona. Jedoch gibt er auch zu, sich über die Treffer «sehr gefreut» zu haben. «Für einen Fussballer sind solche Geschichten natürlich etwas vom Schönsten. Ich war zweimal für den Sieg des Teams verantwortlich. Das wäre aber nicht möglich gewesen, wären wir zu diesen Zeitpunkten bereits in Rücklage gewesen», so Santana. Ungefragt verteilt er Komplimente an die Defensive, die zuletzt zweimal ohne Gegentor blieb. «Ich muss unserer Hintermannschaft ein grosses Lob aussprechen. Sie 
machen einen sehr guten Job. Antonio Piperno zum Beispiel, der jetzt häufiger spielt, oder Sandro Gugelmann und Dominik Schiendorfer, um nur 
einige zu nennen.»

Streng genommen gehört aktuell auch Santana zur Tuggner Hintermannschaft. Eigentlich offensiv ausgerichtet, spielt der 26-Jährige vermehrt im defensiven Mittelfeld. «Man hat schon andere Aufgaben, mehr Verantwortung. Ballsicherheit ist wichtig. Man kann nicht so oft wie auf dem 
offensiven Flügel eine 1:1-Situation 
suchen und riskieren, den Ball zu 
verlieren. Aber ich bin einer für verschiedene Positionen. Ich kann das.» Er werde von auf diesen Positionen routinierten Spielern wie Gugelmann oder Jonas Moser auch gut geführt, was ihm die Aufgabe vereinfache.

Eine Rechnung zu begleichen
Der FC Tuggen hat nach der völlig 
verpatzten Rückrunde – das wohl schwächste Halbjahr, seit die Märchler drittklassig spielen – den Tritt wieder gefunden. «Der vergangene Frühling war eine grosse Ausnahme. Aber wir sind ja glimpflich davongekommen», so Santana. «Jetzt macht es wieder richtig Spass.» Gerade nach dem siegreichen Derby gegen Rapperswil-Jona. «In der letzten Saison spielten wir zweimal besser, holten gegen sie aber nur einen Punkt. Dies konnten wir nun korrigieren.» Und nun gäbe es am Samstag gegen Brühl gleich eine weitere Rechnung zu begleichen.

0:5 ging Tuggen am 9. Mai in St. Gallen unter. Es war der «Höhepunkt» einer desolaten Phase des FCT, das neunte sieglose Spiel 
in Folge, eine schallende Ohrfeige. «Diese Pleite wollen wir wieder gut
machen. Unbedingt. Wir spielen auf Sieg», sagt Santana. «Wir holten jetzt aus zwei schwierigen Partien sechs Punkte. Ich 

sage nicht, der 
SC Brühl sei ein einfacher Gegner. Auch er spielt vorne mit. Aber wir sind in Form.»

«Ein paar Neocitran»
Ob Santana, der sich eine leichte Grippe eingefangen hat, überhaupt spielen kann, ist unsicher. Er ist zuversichtlich. «Ein paar Neocitran, dann geht das schon», sagt Santana schmunzelnd.

Nur ungern würde man an der Linthstrasse auf den derzeit form
starken Santana verzichten. Allerdings entspannt sich die Personalsituation allmählich. Die langzeitverletzten Cyril Schiendorfer und Davide Trovato fehlen am Samstag zwar genauso wie Raymond Tinner und wohl auch 
Dominik Schiendorfer. Gesperrt ist 
Antonio Piperno. Definitiv zurück ist aber der «Terrier» Davide D’Acunto, der es in der letzten Saison auf die meisten Einsatzminuten brachte.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


FC Tuggen - SC Brühl SG
Samstag, 19.9. Stadion Linthstrasse, 16 Uhr


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