Morgen trifft Tuggen auswärts auf Brühl und ihren ehemaligen Innenverteidiger Patrick Peters. Auch wenn faktisch noch möglich, dürfte der Abstieg für beide Teams kein Thema mehr sein.

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Das Duell mit Brühl SG ist dieses Jahr ein Kellerduell (Archivbild: Carlo Stuppia)

Vergolden lässt sich die Saison weder für den SC Brühl noch für den FC Tuggen. Während dies für die St. Galler nach den Tabellenrängen zehn und elf in den Jahren zuvor nichts Neues bedeutet, macht sich im FCT-Lager nach zwei fünften Rängen nun wegen einer verpatzten Rückrunde erstmals Ernüchterung breit. Denn nach dem letzten Spieltag vor der Winterpause lag Tuggen mit 24 Punkten noch an zehnter Stelle, nur sieben Zähler Rückstand auf das viertplatzierte Köniz. Aber mit lediglich fünf Punkten seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft (neun Partien) stürzte der FCT bis zum Strich ab – ein ungewohntes Terrain für die Märchler. 

Im krassen Gegensatz steht der Sportclub Brühl: Über die Winterpause mit 13 Zählern noch auf dem letzten Rang, präsentiert sich der SCB seit März fast schon unwiderstehlich. Nur gegen Old Boys und Leader Xamax setzte es für Brühl zwei Niederlagen ab. Gegen die zu favorisierende Reserven Basels sowie YF holte Brühl immerhin je ein Unentschieden. Innert kürzester Zeit kämpfte sich Brühl aus dem Tabellenkeller. 

«Der 4:0-Heimsieg im März gegen Köniz war enorm wichtig», erklärt Uwe Wegmann, Trainer des SC Brühl. Man habe viel Selbstvertrauen gewonnen und sich in den Spielen markant gesteigert. Doch die Wandlung Brühls hat noch mehr Gründe: «Wir haben im Winter personell aufgerüstet und hatten nach der Partie gegen Köniz einen tollen Lauf», sagt der 240-fache Bundesligaspieler und DFB-Pokalsieger von 1996.

Von Tuggen zu Brühl
Einer dieser Zuzüge ist der Innenverteidiger Patrick Peters, in der Vorrunde noch bei Tuggen engagiert. Des einen Leid, des anderen Freud. Denn in Brühl hat man den gestandenen Innenverteidiger mit Handkuss genommen. «Nur schon seine Präsenz und seine positive Ausstrahlung macht ihn zu einer grossen Verstärkung», so Wegmann. Allerdings wurde Peters in Brühl von einer Bänderverletzung wochenlang ausgebremst. Nur beim Auftakt im März gegen Köniz konnte er mittun und kehrte erst vergangenes Wochenende gegen Zürichs Reserven zurück. Brühl gewann auswärts 3:1, wobei Peters über 90 Minuten spielte. «In den zwei Partien hat er mich überzeugt und gab immer 100 Prozent. Er wird auch gegen Tuggen auflaufen – wenn nichts mehr passiert.» 

«Pepe» wollte vor der Partie gegen Tuggen keine Auskunft geben – weder zum Spiel noch zu seiner Zeit in Brühl. Möglich, weil der Fokus zurzeit im Abstiegskampf steckt. Denn die acht Punkte Vorsprung von Brühl, beziehungsweise die sieben des FCT auf Delémont reichen theoretisch noch nicht für den Klassenerhalt. In der Praxis sieht dies – vor allem mit Blick auf das Restprogramm – dann eher anders aus. Trotzdem: «Ich erwarte eine hartumkämpfte Partie. Denn Tuggen braucht die Punkte dringender als wir», so Wegmann abschliessend.


Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


SC Brühl – FC Tuggen
Samstag, 16.30 Uhr, Paul-Grüninger-Stadion


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