Der FC Tuggen verlor im gestrigen Nachholspiel gegen Schlusslicht Delémont mit 1:4. Mit der anhaltenden Punkteflaute wird die Tabellenlage für die Schwyzer allmählich unbequem.

Schiendorfer Cyril Jelassi Jihed-1
Delémont war Tuggen meist einen Schritt voraus (Bild: Carlo Stuppia)

Für den FC Tuggen konnte die Marschroute gestern Abend gegen Schlusslicht Delémont keine andere sein, als drei Punkte, sehen sich die Märchler doch sonst plötzlich in der Nähe des Abstiegskampfs. Was mit Delémont in der aktuellen Saison läuft, bleibt derweil fast unerklärlich. Journalisten aus der Westschweiz erzählen, dass diese Saison kein System vorhanden sei, auch wenn der gleiche Trainer am Spielfeldrand steht wie während den letzten zwei Spielzeiten. In diesen waren die Jurassier aber um einiges stärker: Im Vorjahr hinter Tuggen auf dem sechsten Schlussrang (41 Punkte) klassiert, im Jahr zuvor auf dem achten (38). Doch dieses Jahr tragen die Jurassier seit Saisonbeginn die rote Laterne. Auf dem Rasen war davon jedoch nichts zu sehen – genau wie bei Tuggen, zumindest während der ersten halben Stunde.

Den Start komplett vermasselt
Mit dem ersten Angriff gingen die Gäste durch Stadelmann mit 1:0 in Führung. Nur wenige Minuten später konnte Jonas Moser den Gegner im Sechzehner nur noch mit einem Foul stoppen: Penalty, 2:0. Dass Stadelmann in der 23. Minute die zweite gelbe Karte und somit rot sah, änderte nur wenig am Spielgeschehen. Dominik Schiendorfer bremste einen Jurassier in der 25. Minute wieder mit einem Foul, wieder im Sechzehner, wieder Penalty. Ziegler verwertete zum zweiten Mal vom Punkt aus. 

Es dauerte eine halbe Stunde, bis Tuggen erstmals richtig gefährlich wurde. Doch Moser (29.) und Cyril Schiendorfer (31.) verfehlten den Kasten um Weiten. Eine weitere Chance hatte Güntensperger (35.) mit einem satten Schuss, den Mossi im Delémont-Tor jedoch zu entschärfen wusste. Für mehr reichte es in der ersten Halbzeit nicht. Der FCT gewann fast keine Kopfballduelle, fast keine Zweikämpfe und fand bei den entscheidenden Zuspielen oftmals keinen Mitspieler – selbst in nummerischer Überzahl nicht.

Abhaken und vergessen?
Mit den zur Pause eingewechselten FCT-Spielern Javier Santana und Dominik Kuhn verbesserte sich zumindest das Tuggner-Spiel im Mittelfeld, nahe des Sechzehners war Delémont aber fast wie eine Mauer. Erst Russheims Weitschuss in der 70. Minute fand durch unzählige Beine den Weg ins Tor. Das kurze Aufbäumen wurde aber jäh gestoppt: Delémonts Florian Jacquel genoss die Freiheiten in der Offensive und hämmerte den Ball aus rund 20 Metern unhaltbar ins Lattenkreuz. Die Niederlage Tuggens war in Stein gemeisselt. Auch wenn Tuggen bemüht war, agierten die Allenspach-Spieler gestern über weite Strecken glücklos und verloren 1:4. Abhaken und vergessen wird für den FCT schwierig. Denn nur noch acht Punkte Vorsprung trennen die Märchler von einem Tabellenrang unter dem Strich. Gegen Breitenrain am Samstag, eine Mannschaft in Tuggens Reichweite, muss ein Sieg her.

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Delémont 1:4 (0:3)
Linthstrasse, 240 Zuschauer. – SR Lukas Fähndrich.
Tore: 3. Stadelmann 0:1. 9. Ziegler (Foulpenalty) 0:2. 25. Ziegler (Foulpenalty) 0:3. 70. Russheim 1:3. 82. Jacuel 1:4.

Tuggen: Gafner; Tinner, Weibel (45. Santana), Dominik Schiendorfer, Antonio Piperno; Moser, D`Acunto (45. Santana); Senn, Cyril Schiendorfer (61. Russheim), Güntensperger; Zverotic.
Delémont: Mossi; Villemin, Rosse, Mutombo, Boumlelaha; Kilezi (66. Bamele), Ziegler (86. Gigon), Jelassi, Stadelmann; Jacquel, Germann (70. Jeker).
Bemerkungen: Tuggen ohne Waldvogel, Gallo, Murtisi, Gugelmann und Schlauri (alle verletzt). Delémont ohne Budimir (gesperrt), Chetelat (Militär). Verwarnungen: 9. Moser (Foul). 16. Stadelmann (Foul). 27. Güntensperger (Foul). 29. Antonio Piperno (Foul). 78. Jeker (Foul). 90. Gigon (Foul). Gelb-rot: 23. Stadelmann (Foul).


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