Die Meisterschaftsbilanz des FCT könnte ausgeglichener nicht sein. In der aktuellen Saison gewann und verlor Tuggen je achtmal; im ganzen Kalenderjahr stehen 13 Siege ebensovielen Niederlagen gegenüber – bei zwei Remis. Am Samstag bietet sich in Nyon die Chance, statistisch positive Bilanzen zu ziehen.

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Im letzten Einsatz im Jahr 2014 wollen die Mannen um Captain Senn nochmals alles geben (Archivbild: Carlo Stuppia)

Tuggen fährt Achterbahn. Das ganze Jahr über schon. Waren die Wellen des Auf und Ab zum Schluss der letzten Saison noch ziemlich steil und lang (vier Siegen in Folge folgten vier Pleiten in Serie), präsentiert sich die Fahrt seit Beginn dieser Spielzeit um einiges ruppiger. Zwei Vollerfolge zum Saisonstart, vier Niederlagen während der Baisse im Spätsommer – danach folgte ein in seiner Regelmässigkeit fast schon unglaubliches Wechselspiel zwischen drei und null Punkten. «Zwei Siege in Folge», sagt Trainer Adrian Allenspach, «hätten uns in den letzten Wochen vieles einfacher gemacht.»

Fünf Siege in der Nachspielzeit
Auf und ab hin oder her: Die bisherige Saisonbilanz Tuggens liest sich zwar nicht euphorisch, aber ebenso wenig «beängstigend», wie es Allenspach ausdrückt. «Wir sind nicht weit weg.» Tatsächlich befindet sich Tuggen in Tuchfühlung mit der Spitze, nach wie vor mit intakten Chancen auf die direkte Cup-Qualifikation.

Fünf Spiele gingen mit zwei oder mehr Toren Differenz verloren; im Gegensatz dazu landete man sechs der acht Siege mit nur einem Tor Unterschied, gar fünf davon in der Nachspielzeit. «Es lief einfach nicht für uns», war von Tuggner Trainern und Spielern nach einigen Pleiten zu hören. Keineswegs zu Unrecht. Doch die genannten Zahlen unterstreichen, dass es doch auch Partien gab, die eben für Tuggen liefen. Deswegen muss Tuggen mit der Punkteausbeute zufrieden sein.

Positiv stimmt auch, dass der FCT gegen die Spitzenreiter zumindest über Teile der jeweiligen Partien mitzuhalten vermochte. «Gepunktet haben wir gegen die Spitzenteams trotzdem zu wenig», bemerkt Allenspach aber postwendend. Er zeigt sich jedoch zufrieden, sagt, sein Team sei eine «angenehme Gruppe», die sich auch durch Turbulenzen wie den Torhüter-Notstand nicht aus der Ruhe bringen liess. Dazu überzeugte die Mannschaft spielerisch oft, auch wenn «das Umschalten in die Offensive manchmal etwas zu träge, das schnelle Spiel in die Spitzen manchmal zu behäbig war.»

Santana ist gesperrt
Tuggen bietet sich morgen in Nyon die Chance, die Saison sowie auch das Kalenderjahr 2014 mit positiven Statistiken abzuschliessen. An Auswärtsspiele am Genfersee haben die Märchler gute Erinnerungen. Die letzten beiden Gastspiele in Nyon konnte man, wenn auch etwas glücklich, genauso wie den Saisonauftakt bei Etoile Carouge in den Schlussminuten für sich entscheiden. Zu den Abwesenden Antonio und Flavio Piperno sowie Christian Schlauri (alle muskuläre Probleme) gesellt sich der gesperrte Javier Santana.

Bericht: Andreas Züger, www.marchanzeiger.ch


Stade Nyonnais – Tuggen
Samstag, 16 Uhr, Colovray


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