Der FC Tuggen gewann gegen Etoile Carouge hochverdient mit 1:0. Vor heimischem Publikum dominierte er den Gast aus Genf in allen Belangen, schoss den Siegestreffer jedoch erst in der 90. Minute.

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Tuggen konnte sich gegen Etoile Carouge durchsetzen, hier D'Acunto (Bild: Carlo Stuppia)

Tuggen schlug zum Rückrundenauftakt Etoile Carouge nach dem 2:1-Auswärtssieg anfangs August ein zweites Mal. Wie damals fiel das Siegestor erst in der 90. Minute. War es vor gut drei Monaten Sandro Gugelmann, der das Leder kurz vor Ende einnetzte, so war es am Samstag Roman Güntensperger, der seine Farben in Führung beziehungsweise zum Sieg schoss. Es war, als ob der 23-Jährige die ganze FCT-Fraktion vom Leiden befreite - der Führungstreffer war längst überfällig. Denn an diesem regnerischen Nachmittag spielte eigentlich nur eine Mannschaft: der FC Tuggen. Die Weiss-Blauen waren den Genfer in allen Belangen überlegen: Zweikampf, Schnelligkeit und im Ballbesitz. Es gab nichts, bei was der Gast den Platzherren das Wasser reichen konnte. Selbst Tormöglichkeiten aufseiten der Gäste waren Mangelware. Und die drei, vier Chancen die Carouge hatte, entschärfte Timon Waldvogel (er stand nach seiner Verletzung das erste Mal wieder im Tor) allesamt. Und die Tuggner-Offensive? Die tat sich lange, sehr lange Zeit schwer mit dem Toreschiessen.

Chancen en masse
Bereits nach drei Minuten ging ein erstes Raunen durch die Zuschauerränge: Nach einem Eckball köpfte Carouge-Verteidiger Doudet nur ganz knapp am Tor vorbei. Ein Weckruf für den FCT. Fortan spielten die Allenspach-Jungs auf wie zu besten Zeiten.

Nur mit den Toren wollte es nicht: Fassnacht (4. Minute), Senn mit links (11.), Krasniqi und Fassnacht (12.) brachten den Ball nicht in die Maschen oder nicht aufs Tor. Auch Güntensperger erging es nicht anders, setzte der spätere Torschütze in der 17. Minute den Ball doch an den Pfosten. Spätestens als Torschützenkönig Christian Fassnacht den Ball neun Meter vor dem Tor in die Füsse kriegte, und plötzlich mutterseelenalleine da stand, schrammten alle Hände in die Luft. Doch der drittbeste Skorer der Liga fegte das Leder weit übers Tor.

In diesem Stile ging es weiter, bis sich die Zuschauer schon mit einem Unentschieden zufrieden gaben (es wäre das erste für den FC Tuggen in dieser Saison). Doch da war noch der immense Siegeswille der Märchler, der die Entscheidung herbeiführte.

Schwierige Hinrunde für Tuggen
Glücklich zeigte sich Trainer Adrian Allenspach an der Pressekonferenz nach Spielschluss: „Wir haben den Sieg mit einem deutlichen Chancenplus und mit klar mehr Ballbesitz absolut verdient.“ Es war der achte Sieg, der fünfte davon in der 90. Minute oder in der Nachspielzeit. Kein Zufall sagte Allenspach: „Wir hatten personell eine schwierige Hinrunde hinter uns. Vor allem auf der Torhüterposition ging es drunter und drüber. Aber“, so Allenspach weiter, „ich muss ein Kompliment an meine Mannschaft machen. Wir haben immer die Ruhe bewahrt und miteinander gekämpft, das war in den vergangenen Jahren nicht immer so.“

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch


Tuggen – Etoile Carouge  1:0 (0:0)
Linthstrasse, 231 Zuschauer, SR Bosnic Sandi
Tore: 90. Güntensperger 1:0.

Tuggen: Waldvogel; Gugelmann, Dominik Schiendorfer, Peters, Tinner (85. Manca); Senn, D`Acunto, Cyril Schiendorfer, Güntensperger; Krasniqi (75. Santana), Fassnacht (90. Weibel)
Etoile Carouge: Gonzalez; De Matos, Doudet, Barroso, Infante; Pauchard; Arbia (59. Iyeti), Kusunga (77. Bouamari), Garcia (69. Robin), Ledru; Valente
Bemerkungen: Tuggen ohne Antonio Piperno, Flavio Piperno und Schlauri (alle verletzt). Etoile Carouge ohne Heri, Pasquier, Carrupt, Mohamed, Pais, Ntongo, Ben, Tissot-Rosset, Casarsa (alle abwesend).
Pfostenschuss: 17. Güntensperger.
Verwarnungen: 25. D`Acunto (Foul). 30. Barroso (Foul). 45. Arbia (Handspiel). 60. Senn (Foul). 68. Güntensperger (Reklamieren). 90. Santana (Foul). 92. Bouamari (Reklamieren). 94. Pepe (Foul). Platzverweise: 94. Doudet (Tätlichkeit).


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