Morgen Samstag spielt der FC Tuggen zu Hause gegen Schlusslicht Locarno. Für die Märchler gilt es, die nächsten drei Punkte einzufahren. Captain Daniel Senn blickt positiv auf die Partie.

 


Noch sind drei Partien zu spielen, bevor

die Winterpause den Meisterschaftsbetrieb unterbricht. Drei Spiele für den FCT, in denen alle bevorstehenden gegnerischen Mannschaften

(Locarno, EtoileCarouge und StadeNyonnais), zumindest zurzeit noch, hinter ihm klassiert sind. Wenn dies so bleiben soll, ist ein Sieg morgen

gegen Locarno Pflicht. Denn die aktuelle Tabellenlage zeigt sich nicht gerade als Wohlfühl-Oase für die Tuggner (7. Rang): nur vier Punkte Vorsprung auf den zehnten Rang. Tuggen ist mittendrin im anhaltenden Kampf im Mittelfeld. Aber auch zu den Spitzenteams fehlt nicht viel: sechs Punkte auf das drittplatzierte Köniz.

 

Locarno, der ideale Gegner

Locarno kristallisiert sich als idealer Gegner für Punktezuwachs heraus. Nicht nur, weil sich die Tessiner im Freien Fall befinden (zwei Siege aus 14 Spielen), sondern auch, weil es Locarno in der aktuellen Spielzeit fertigbringt, nur alle eineinhalb Stunden ein Tor zu schiessen. Dem FCT und der somit zweitanfälligsten Defensive (28 Gegentreffer) der Liga mag dieser Fakt in die Karten spielen. Doch wie so oft lauern die Gefahren eben gerade in solchen Spielen. Dies mussten auch die Reserven Zürichs feststellen, als sie vergangene Runde gegen Locarno mit 0:2 den Kürzeren zogen – Tuggen Captain Daniel Senn ist froh darüber.

 

«An die Wand spielen»

Daniel Senn macht kein Geheimnis aus der Zielvorgabe. «Wir wollen in den letzten drei Spielen neun Punkte. Und alles andere, als dass wir Locarno am Samstag an die Wand spielen, wäre eine Enttäuschung.» Trotzdem, so Senn weiter, nehme man jetzt Spiel für Spiel, es sei wichtig, dass Tuggenüber 90 Minuten konstant spielt – konstant gut versteht sich. Und er sei froh, dass Locarno gegen Zürich gewonnen hat. «So wird jeder Spieler in unseren Reihen begreifen, dass wir

eine Top-Leistung abrufen müssen.»

 

Zwei Gesichter in Basel

Am letzten Wochenende gegen die Basler Old Boys zeigten die Weiss-Blauen zwei Auftritte. Der schwache zu Beginn und der starke nach dem Seitenwechsel. Plötzlich funktionierte das kompakte Spiel derTuggner wieder, man kämpfte füreinander. «Es sind kleine Sachen, die auschlaggebendsind. Wenn die Verteidigung aufrückt, die Stürmer sofort in die Defensive umschalten und wir kompakt von links nach rechts verschieben», so Senn, der weiter sagt, dass es eine Qualität der Mannschaft sei, sich innert 90 Minuten enorm zu steigern.

Am Sonntag, so sind sich aber alle Spieler einig, wird von Beginn Weg nur ein Auftritt angestrebt: ein starker, über die gesamte Partie. Und wenn nicht? «Drei Punkte sind drei Punkte, egal wie, wir wollen sie», so Senn.

 

Allenspach zeigt sich bescheidener

Trainer Adrian Allenspach zeigt sich weniger euphorisch als sein Captain Senn. «Zürich hatte auch die Hoffnung, gegen Locarno zu punkten,  ging aber leer aus.» Es ist wohl keine Tiefstapelei, als viel mehr eine Warnung an seine Mannschaft, den Gegner von morgen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Denn Punkte wollen alle imTuggner Lager, auchAllenspach. «Wir müssen Schritt für Schritt nehmen. Vorerst konzentrieren wir uns auf Locarno, und nicht auf die letzten zwei Spiele in diesem Jahr.» Und in diesem müssen seine Spieler wieder mehr Laufen. So wie gegen die Old Boys – nach dem Seitenwechsel.

 

Bericht: Roger Züger, www.marchanzeiger.ch

 

 

Tuggen – Locarno

Samstag, 15 Uhr, Linthstrasse

 

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